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Ein kuscheliger Wildfang: Der Hamster als Haustier für Kinder

Mit seinen knuddeligen Hamsterbacken ist der Hamster schon lange zu einem beliebten Haustier geworden. Dass es sich dabei noch immer um ein «wildes Tier» handelt, wird oft vergessen. Was Hamster tun und lassen, wie sie am besten gehalten werden sollen und ob sie als Haustier für Kinder geeignet sind, erfahren Sie hier.

Hamster für Kinder

«So ein Schnügel», dennoch ist der Hamster kein Kuscheltier. Foto: Zoonar-Thinkstock

Das beliebte Haustier: Niedliche Eindrücke

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Hamster für Kinder: ein Haustier zum Knuddeln?

«Ich hab dich zum Nagen gern!»

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Der Zwerghamster fühlt sich zum Beispiel im Rudel wohler. Er verzichtet auf den Winterschlaf, während der Goldhamster seine Nase in den kalten Monaten lieber unter der Erde warm behält. Gemein haben aber alle Nager ein sehr grosses Bewegungsbedürfnis. Die berühmten Gangsysteme bauen sie um sich warmzuhalten und um Vorratskammern anzulegen.

Einen Nager als Haustier

Mit seinen unwiderstehlichen Hamsterbacken löst das herzige Tier so ziemlich bei jedem den «Jöö Effekt» aus. Dennoch sollten Sie ihn nicht mit einem Kuscheltier verwechseln. Anders als bei Hund und Katze handelt es sich beim Hamster noch immer um ein «wildes Tier». Passt ihm etwas nicht, beisst er gerne mal zu.

Das kann Kinder erschrecken. Interessieren Kinder sich aber für die spannende Lebensweise der Hamster, bietet das Hamsterterrarium einen tollen Einblick in das Leben von Wüstentieren. Kinder können täglich live miterleben, wie so ein kleines «Wildtier» den Alltag meistert.

Artgerechte Haltung des Hamsters: So leben die Tiere gern

Wer sich einen Hamster kaufen will, sollte auf eine Haltung achten, die artgerecht ist. Die üblichen Käfige entsprechen meist nicht den Bestimmungen zur Haltung des Tierschutzes. Der Käfig sollte im besten Fall mehrere Quadratmeter gross und ca. 50 Zentimeter tief sein. Haben Sie nicht so viel Platz, sollte der Käfig laut Schweizer Tierschutzbund mindestens einen Meter lang, 50 bis 60 Zentimeter breit und 50 Zentimeter hoch sein.

Hobelspäne, Heu und Stroh gehören zur Grundausstattung des Käfigs, ohne die Sie sowieso keine kleinen Haustiere bei sich halten sollten. Kletteräste, Unterschlupfmöglichkeiten aus Holz oder Korkrinden, Futtergeschirre, Trinkflasche und Sandbad dienen als Mobiliar. Nage- und Baumaterial sowie Steine zum Abwetzen der Krallen komplettieren das Hamsterzuhause. Wie wäre es, wenn Sie gemeinsam mit den Kindern im Wald nach passenden Ästen und Rinden suchen?

Vermeiden sollten Sie das Hamsterrad, da es laut Tierschutzbund Verhaltensstörungen auslösen kann. Mit etwas Geduld werden die winzigen Tiere zahm, nehmen Futter aus der Hand und tolerieren es, wenn sie hochgehoben werden. Zahme Tiere können unter Aufsicht freien Auslauf in der Wohnung erhalten. Sie müssen jedoch aufpassen, dass sie sich nicht hinter den Möbeln verkriechen.

Nahrung: Das frisst ein Hamster

Hamsterkörnermischung, Obst, Gemüse, Kräuter, Hirsekolben, Zweige mit Knospen sind gesunde Leckerbissen für Nager. Ein bisschen Eiweiss sorgt für starke Knochen. Gekochtes Ei, rohes, mageres Hackfleisch, Quark oder Joghurt können ohne Probleme dem Futter beigemischt werden. Für Kinder ist das Füttern eine schöne Aufgabe, um Verantwortung zu lernen.

Auf was müssen Sie ausserdem achten

Hamster werden in der hohlen Hand getragen. An der Nackenfalte dürfen Hamster nur in Notfallsituationen gehalten werden.

Was es mit dem Hamsterbacken auf sich hat

Hamsterbacken und hamstern werden nicht einfach so in Zusammenhang gebracht. Die kleinen Tiere können ihre Backen bis aufs doppelte ihrer Körpergrösse ausdehnen. In ihren Backen sammeln sie die Nahrung, die später in ihr Unterschlupf gebracht wird.

Zwerghamster oder Goldhamster?

Nun steht fest: Das herzige Tier soll her. Doch welche Art eignet sich eigentlich am besten? Vor allem mit Kindern? Die Unterschiede in der artgerechten Hamsterhaltung von Zwerghamstern und Goldhamstern.

Goldhamster sind Einzelgänger, die sich nur treffen, sobald sie geschlechtsreif sind. Wenn Sie sich für einen Goldhamster als Haustier entscheiden, empfiehlt sich also die Einzelhaltung des kleinen Nagers. Wohingegen man Zwerghamster in Gruppen halten kann, die Tiere jedoch trennen sollte, sobald sie sich beim streiten und beissen ernsthaft verletzen.

Wenn sie sich für mehrere Zwerghamster entscheiden, können Sie die Haltung von einem Paar, also Weibchen und Männchen versuchen. Falls Sie eine unkontrollierte Fortpflanzung der Tiere verhindern wollen, können Sie das Zwerghamster Männchen kastrieren lassen. Mehr dazu