Durchfall beim Hund - Gründe und Heilung der Erkrankung

Leidet ein Hund an Durchfall, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Es gibt Fälle, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten. Oftmals aber lässt sich die Erkrankung problemlos selbst behandeln.

Durchfall beim Hund behandeln

Durchfall beim Hund ist sehr ungangenehm für das Tier und den Besitzer, dennoch lässt er sich leicht behandeln. (Foto: humonia/Thinkstock,iStock)

Jeder Tierbesitzer kennt das Drama. Der Hund konnte nicht rechtzeitig vor die Tür und der Kot landet in der Wohnung. Der Hund fühlt sich nicht wohl und ist oftmals matt oder leidet unter Appetitlosigkeit. Natürlich möchte jeder seinem Liebling sofort Linderung verschaffen und helfen, wieder gesund zu werden. Das ist jedoch nicht immer sofort möglich, wenn die genaue Ursache der Erkrankung unbekannt ist. Erfahren Sie die Gründe von Durchfall beim Hund, die Behandlungsmöglichkeiten und wie jeder Hundehalter selbst vorbeugen kann.

Mögliche Ursachen von Durchfall beim Hund

Wenn der Kot sehr weich oder gar flüssig ist, hat ein Hund Durchfall. In einigen Fällen kann der Kot nicht kontrolliert abgesetzt werden und ist gelblich oder grünlich, schleimig und blutig. Das ist natürlich nicht sonderlich schön, vor allem, wenn der Hund in der Wohnung gehalten wird, aber durchaus behandelbar.

Bei Durchfallerkrankungen ist meist eine verkehrte Ernährung oder gar eine Unverträglichkeit die Ursache. Eventuell wurde die Nahrungsumstellung auch nur zu schnell vollzogen. Der Hundemagen beziehungsweise der Verdauungstrakt ist sehr empfindlich und reagiert daher prompt auf die veränderte Nahrungsaufnahme. In einigen Fällen sind Infektionen ein Auslöser für Durchfall beim Hund. Weiterhin sind psychische Faktoren, wie Stress oder auch eine Vergiftung denkbar.

Behandlung der Erkrankung

Zeigt das Tier nur leichte Anzeichen, reicht es aus, den Hund ein bis zwei Tage viel Ruhe zu gönnen und «auf Diät» zu setzen. Danach sollte der Liebling eine Art Schonkost erhalten, damit sich der Verdauungstrakt wieder an feste Nahrung gewöhnt. Von Tierärzten wird oft empfohlen, Reis und Hühnchen (ohne fette Haut) zu füttern. Dabei ist wichtig, dass der Reis mindestens eine Stunde lang gekocht wird. Es muss immer wieder Wasser nachgegossen werden, bis der Reis eine schleimige Konsistenz hat. Der Vorteil hierbei ist, dass so lange gekochter Reis im Verdauungstrakt Wasser abgibt, was ein Dehydrieren verhindert. Nur kurz gekochter Reis entzieht dem Körper dagegen das Wasser.

Bei Besserung der Beschwerden kann nach zwei bis drei Tagen Reis mit normalem Futter vermischt gefüttert werden, bis schliesslich eine komplett normale Ernährung möglich ist. Ausserdem muss sichergestellt sein, dass der Hund jederzeit Zugang zu möglichst frischem Wasser hat. Zur Unterstützung können dem Tier auch homöopathische Essenzen verabreicht werden. Dabei ist jedoch anzumerken, dass sich ein Hundehalter auf diesem Gebiet auskennen sollte, ehe er Versuche an seinem Tier startet.

Klingen die Symptome nach einigen Tagen nicht wieder ab oder kommt Fieber und ständiges Erbrechen hinzu, sollte unbedingt der Tierarzt aufgesucht werden. Dann liegt keine «normale» Durchfallerkrankung vor, sondern die Ursache liegt eventuell in einer Vergiftung oder bei Parasiten. Der Gang zum Arzt sollte nicht unnötig hinausgeschoben werden. Besonders Welpen und noch junge Hunde können den Flüssigkeitsverlust nicht selbst ausgleichen und die Gefahr der Dehydrierung steigt.

Jeder Tierbesitzer kann seinen Teil tun, damit es seinem Liebling dauerhaft gut geht. Eine Faustregel lautet, Nahrungsumstellung immer behutsam und über längere Zeit vornehmen. Nur so kann sich der Magen-Darm-Trakt des Hundes daran gewöhnen. Weiterhin sollte generell auf ausgewogenes und nahrhaftes Futter geachtet werden. Grillreste oder gar Süsses sind absolut tabu!

Wenn der Hund mehrere Trinkstellen hat, ist es ausserdem nötig, alle Gefässe täglich (besonders im Sommer) mit einer Bürste zu reinigen und frisches Wasser einzufüllen. So haben Bakterien und andere Keime erst gar keine Chance.

Wer seinen Hund beim «Gassigehen» ohne Leine laufen lässt, sollte ihn unbedingt immer im Auge haben, um sofort einzuschreiten, falls dieser etwas fressen will, was schädlich wäre.

Jeder Hund kann also Durchfall bekommen, da die Ursachen dafür breit gefächert sind. Dennoch ist eine recht simple Behandlung möglich und die Tipps zur Vorsorge sollten jedem Hundebesitzer leicht von der Hand gehen, um seinen Vierbeiner gesund zu erhalten.

(Erstellt von Red.)

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