Geduld ist gefragt, damit der Welpe stubenrein wird

Zieht ein Welpe im Haus ein, ist die Freude gross. Aber die neuen Besitzer übernehmen auch Verantwortung und ihre Geduld wird oftmals auf die Probe gestellt. Vor allem dann, wenn der Welpe stubenrein werden muss.

Welpe stubenrein machen: Viel Training ist gefragt

Bestrafen Sie Ihren Welpen nicht, wenn er sein Geschäft aus Versehen auf dem Teppich erledigt hat. (Foto: Alexsokolov/Thinkstock,iStock)

Stubenreinheit ist bei einem Welpen nicht angeboren. Der kleine, tollpatschige neue Mitbewohner macht Ihnen sicher viel Freude, die jedoch rasch durch das berühmte kleine Malheur getrübt werden kann. Sie müssen wissen, dass der Welpe instinktiv das Bedürfnis hat, seinen Ruhe-, Schlaf- und Futterplatz sauber zu halten. Dennoch sind die Missgeschicke vorprogrammiert, weil das Fassungsvermögen der Blase noch recht gering ist und die bewusste Kontrolle des Schliessmuskels beim Hundebaby erst trainiert werden muss.

Ihr Welpe zeigt Ihnen, wenn er raus muss

Beobachten Sie Ihren Hund und reagieren Sie auf die ersten Anzeichen, dass der Hund mal muss, indem Sie den Welpen ins Freie tragen. Wenn das Tier zum Beispiel ständig zur Türe blickt oder plötzlich vom Platz aufsteht und am Boden schnüffelt, hat er womöglich eine volle Blase. Einige Welpen beginnen sich im Kreis zu drehen, andere winseln oder werden extrem unruhig.

Mit Schimpfen wird kein Welpe stubenrein

Beobachten Sie Ihren Hund gerade, wie er sein Geschäft im Haus erledigt, unterbrechen Sie ihn mit einem deutlichen «Nein!» und tragen Sie den Welpen sofort ins Freie. Dort kann er sein Geschäft in Ruhe erledigen. Ist jedoch das Malheur schon passiert, schimpfen oder bestrafen Sie Ihren Vierbeiner auf keinen Fall. Es hilft kein Schimpfen, Schreien oder langes Diskutieren mit dem Welpen, jetzt hilft nur noch Putzen. Seine Nase in den Urin zu stupsen oder ein kräftiges Nackenschütteln sind ebenfalls fehl am Platz, dies erzeugt nur Angst.

Routine hilft bei der Stubenreinheit. Geregelte Tagesabläufe sind wichtig und fördern die Entwicklung des Biorhythmus. Erzeugen Sie keinen Stress. Tragen Sie Ihren Welpen regelmässig nach dem Fressen, Spielen und Schlafen hinaus ins Freie. Hat er sein Geschäft erledigt, dürfen Sie ihn überschwänglich loben. So sehr Sie sich auch freuen, dass Sie es rechtzeitig nach draussen geschafft haben, loben Sie den Welpen aber nicht, während er sein Geschäft noch erledigt, das lenkt ihn zu sehr ab.

Konsequenz und Geduld

In der ersten Zeit muss Ihr Hundebaby auch nachts raus. Es empfiehlt sich, dass sich der Schlafplatz des Hundes in hörbarer Nähe zu Ihnen befindet, damit Sie die ersten Anzeichen wahrnehmen können. Viele Hundebesitzer richten dem Tier während der Nachtstunden und bei Abwesenheit das Plätzchen in einer Hundebox ein. Ein Grund dafür ist, dass sich das Tier einen sicheren Platz zum Schlafen sucht und sich geborgen fühlt. Der zweite Grund ist, dass, wie bereits erwähnt, der Welpe instinktiv seinen Schlafplatz sauber hält. Die Hundebox ist als Trainingsmittel für die Stubenreinheit eine gute Möglichkeit, vorausgesetzt, die Box wird nicht zur Bestrafung oder zum Wegsperren verwendet.

Das Training zur Stubenreinheit kann einige Wochen bis Monate dauern. Der Vierbeiner muss lernen und vor allem verstehen, worum es geht. Ausserdem müssen sich die Schliessmuskeln entwickeln. Sollte sich trotz Geduld und Konsequenz nach mehreren Monaten kein Erfolg einstellen, gehen Sie mit Ihrem Welpen zum Tierarzt. Die anhaltende Unsauberkeit kann beispielsweise auch durch eine Blasenentzündung hervorgerufen werden.

Erstellt im Juni 2017 / (red)

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