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Die schönsten Kinderverse in Mundart

Babys und Kinder lieben einfache Reime und Verse. Bei «Rössli lauf Galopp» jauchzen sie fröhlich auf den Knien von Mama und Papa. Später spielen sie «Ringel, ringel, reie». Die schönsten Kinderverse und Fingerspiele in Mundart haben wir hier für Sie ausgewählt.

Kinder lieben Kinderverse und Sprüche.

Kinderverse wie «Hotte, hotte, Reiter» sind beliebt bei kleinen Kindern. Foto: iStock, Thinkstock

Kinderverse

Am schöne grüene Nil

Am schöne grüene Nil,
da schlaft es Krokodil.
Es het e grosses Muul
Und lyt im Sand ganz fuul.

Güggerüggü

Güggerüggü,
Morge-n-am drü,
D’Henne het gleit,
de Güggel het’s gseit.

 

Chämifeger, schwarze Maa

Chämifeger, schwarze Maa,
häd es schwarzes Hämpli aa,
nimmt de Bäse und de Lumpe,
macht di böse Buebe z gumpe.
Chämifeger, schwarze Maa,
häd es ruessigs Hämpli aa,
alli Wöschere vo Paris
chönneds nümme mache wyss.

Chumm, mir wänd in Garte gah

Chumm, mir wänd in Garte gah,
wänd go Blüemli bschaue.
Alli müend jetzt Wasser ha,
die rote und die blaue.
’s Sünneli schint,
’s Vögeli grint,
’s Spinnli uf em Lädeli,
’s spinnt e langs, langs Fädeli.

Es isch emol en Maa gsy

Es isch emol en Maa gsy,
de het en hoole Zah ghah.
I dem Zah isch es Trückli gsy,
i dem Trückli isch es Briefli gsy,
i dem Briefli isch gstande:
Es isch emal en Maa gsy … (usw.)

Eusi zwei Chätzli

Jo, eusi zwei Chätzli
sind tusigi Frätzli,
händ schneewyssi Tätzli
und Chrälleli dra.

Händ spitzigi Öhrli
und sydigi Hörli,
und s goht es kes Jöhrli,
so fönd si scho aa:

Si schlyched dur s Hüüsli
und packed die Müüsli
und ploged sie grüüsli.
Wer gsächenes aa?

Rägerägetröpfli

Rägerägetröpfli,
es rägnet uf mis Chöpfli.
Es rägnet abe-n-is grüene Gras,
da wärdet mini Füessli nass.

A, b, c,

A, b, c,
d’Chatz lauft im Schnee,
Chunt sie wieder hei,
het sie wissi Bei.

Fingerspiele sind beliebt bei Kindern.

Fingerspiele machen Kindern viel Spass.

Fänschterli zue

Fänschterli zue,
(Augen mit Zeigfinger leicht zudrücken)
Lädeli zue,
(Ohren kurz nach vorne klappen)
Türe zue,
(Lippen sanft zusammendrücken)
bschliesse!
(An der Nase drehen)

Vatter, Mueter

Vatter, Mueter, i ha Hunger.
Wo? Wo? Da!
Man betupft die Ohren (Vater), die Augen (Mutter), beide Nasenlöcher (Wo?), das Grübchen unter der Nase (Wo?) und den offenen Mund (Da!).

 

Chaschperli

Das ist em Chaschperli sis Huus,
(Mit den Händen ein Hausdach bilden.)
är luegt grad zum Fänschter us.
(Daumen als Kasper leicht bewegen.)
Do chunnt dr chlini Seppli
Und haut ne mit sim Chäppli.
(Den anderen Daumen aus der Faust strecken und den Daumenkasper damit ärgern.)
Dr Chaschper macht bumm, bumm,
do gheit dr Seppli um.
(Daumenkasper schlägt zurück, Daumenseppli liegt flach.)
Do chunnt es grosses Krokodil,
wo dr Chaschperli schnappe will.
(Mit der Hand nach dem Kasper schnappen.)
Dr Chaschper hüpft zum Gschpass
Is Versteck vom lääre Fass.
(Der Daumenkasper verschwindet in der Faust.)
S Krokodil luegt hin und här,
äs findet Chaschper sueche schwär.
Äs seit: «O wie! I gange wider hei!»
(Krokodilhand sucht nach Kasper und verschwindet hinter dem Rücken.)
Dr Chaschperli lachet s us.
(Der Daumen kommt wieder aus der Faust hervor und beendet als Kasper wackelnd den Vers.)
Verzauberet s ine Muus,
und jetzt isch s Gschichtli us.

Rössli

Rössli, Rössli, Rössli bschla,
Wi mengs Negeli muess i ha?
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8,
Jetz ischs gmacht.
(Beim Anziehen der Schuhe).

Föif Söili

Föif Söili chöme cho z läufe,
(Finger laufen als Schweinchen über den waagrecht gehaltenen Arm.)
dr Puur wott si go verchaufe;
s Schnüffelnäsli,
(Der Reihe nach die Fingerspitzen der einen Hand mit dem Zeigefinger der anderen Hand antippen, beim Daumen beginnen.)
s Waggelöhrli,
s Ringelschwänzli,
s Chugelränzli.
Und das Chlinschte, s Wädlibei,
seit: «Chumm, mir schpringed wider hei!»

(Stimme von Wädlibei nachahmen. Alle Finger laufen, begleitet durch
Grunzgeräusche, über den waagrecht gehaltenen Arm zurück. Noch lustiger wird es für die Kleinen, wenn auf jeder Fingerkuppe ein kleines Schweinchen aufgemalt ist.)

Mini Müli, dini Müli

Mini Müli goht,
Dini Müli stoht.
Mini malet Wissmähl,
Dini nume Sagmähl.

Mini Müli goht,
Dini Müli stoht.
Mini malet Zuckererbsli,
Dini nume Chatzedreckli.

(Handrücken aufeinanderlegen, die kleinen Finger ineinanderschlingen und abwechselnd Daumen und Zeigefinger der rechten und der linken Hand aufeinanderklappen.)

Das isch de Duume

Das isch de Duume,
(Beim Daumen beginnend Finger um Finger abzählen.)
dä schüttlet Pfluume,
dä list si uuf,
dä treit si hei,
und de Chli, de isst si alli ganz eläi.

Es chunnt e Bär

Es chunnt e Bär.
Wo chunnt er här?
Wo wott er us?
Er wott is [Name des Kindes]-Hus?

(Die Hand langsam gegen das Kind hin bewegen, dabei mit den Fingern das Bärentrappen nachmachen und das Kind am Kinn kitzeln.)

Joggeli, wotsch go ryte

Joggeli, wotsch go ryte?
Jo, jo, jo!
Hesch d Bei uf beide Syte?
Jo, jo, jo!
Hesch em Rössli z ässe gäh?
Jo, jo, jo!
Hesch em Rössli z trinke gäh?
Nei, nei, nei!
Denn ritet mir zum Brunne
Und ritet drümol ume,
Denn macht das Rössli trapp
Und rüert de Joggeli ab!

Fahrt es Schiffli über de See

Fahrt es Schiffli über de See,
Wagglet es hin und här,
Chunt en starche Sturm
Und wirft das Schiffli um, um, um!

Gi – gampfe

Gi – gampfe,
Wasser schtampfe,
goldige Ring,
Rössli spring!

Ryte, ryte, Rössli

Ryte, ryte, Rössli,
z Bade steit es Schlössli,
z Basel steit es goldigs Huus,
luege drei Mareie druus.
Di erschti, die spinnt Syde,
die zwöiti schnätzlet Chryde,
die dritti, die spinnt Haberstrou,
bhüet mer Gott mys Schatzeli ou.

Hotte, hotte, Reiter

Hotte, hotte, Reiter,
Fällt er hin, so schreit er.
Fallt er uf d’Stei,
So bricht er s’Bei,
Fallt er in Grabe,
So frässe ne d’Rabe.
Fallt er in Sumpf,
So git’s en Plumps.
(Kind auf den Knien reiten. Mit sanftem Reiten beginnen und immer stärker werden. Bei «plumps» Knie öffnen und das Kind mit den Armen auffangen.)

Rössli, lauf Galopp

Hopp, hopp, hopp,
Rössli, lauf Galopp.
Über Stock und über Steinli,
aber brich dir ja keis Beinli!
Immer im Galopp,
hopp, hopp, hopp, hopp, hopp.

Rössli, Rössli, schön im Schritt

Rössli, Rössli, schön im Schritt,
Nume nit gsprängt, i möchte au mit.
Trap, trap, trap, gaht’s gschwinder scho,
Gumpti ich aber im Galopp,
Denn gieng’s no gschwinder hop, hop, hop.

Ringel, Ringel, Reie

Ringel, Ringel, Reie,
d Chinde gönd i d Meie
d Buebe gönd i d Haselnuss
und mache alli husch, husch, husch.

Ringel, Ringel, Rose,
schöni Aprikose,
Veieli und Vergissmeinnicht,
alli Chinde dreied sich.

Ringel, Ringel, Reie,
d Chinder sy im Freie,
si tanze um e Holderstock
u mached alli Bodehock.

Ringel, Ringel, Reie,
im Garte staat e Chräie,
spaziert im schwarze Sunntigsfrack
und hät kein Rappe Gäld im Sack,
Ringel, Ringel, Reie

Ringel, Ringel, Reie,
bim Beck gits Öpfelwäie,
mer ässid zäme uuf,
de Beck chunnt mit em Stecke druuf,
Ringel, Ringel, Reie

Ri, ra, rutsch

Ri, ra, rutsch,
Mer fahre mit der Gutsch,
U we der Chünig z’fahre chunt,
So chere mer wider um.

Punkt, Punkt, Komma, Strich

Punkt, Punkt, Komma, Strich,
fertig ist das Angesicht.
Haare kommen oben dran,
Ohren, dass er hören kann,
Hals und Bauch
hat er auch,
hier die Arme, dort die Beine,
fix und fertig ist der Kleine.

Azelle, Bölle schele

Azelle,
Bölle schele,
d Chatz gaht uf Walliselle,
chunnt si wider hei,
het si chrummi Bei.
Biff, baff, buff,
und du bisch
Ehr- und redlich duss.

Ix, ax, ux

Ix, ax, ux,
der rote Fuchs,
die graue Maus,
und du bist raus!

Öpfel, Bire, Nuss

Öpfel, Bire, Nuss
und du bisch duss.

zusammengestellt von: Angela Zimmerling, Quellen: Mirgos Baby Club, Buchstart Schweiz