Schwangerschaft > GeburtGeburt einleiten: Gründe, Methoden, Dauer und was Hausmittel bringenDer errechnete Termin ist vorbei, und dein Baby lässt sich Zeit. Oder deine Ärztin möchte die Geburt einleiten, statt länger abzuwarten. Wann eine Geburt eingeleitet wird, wie das im Spital abläuft und wie lange es dauern kann, erfährst du hier. Ausserdem liest du, was eine Einleitung für dich und dein Kind bedeutet und was Hausmittel wie Datteln oder Rizinusöl tatsächlich bringen. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Wenn eine Schwangerschaft zu lange dauert, kann eine Einleitung nötig werden. © Getty Images, Fly View Productions Geburt einleiten: Das Wichtigste in Kürze In der Schweiz wird etwa jede dritte Geburt ohne geplanten Kaiserschnitt eingeleitet, meist aus medizinischen Gründen oder weil der Termin deutlich überschritten ist. Zu den Gründen Ab 41+0 Wochen kann dir das Spital eine Einleitung anbieten, ab 41+3 wird sie in der Regel empfohlen, ab 42+0 dringend. Auf Wunsch ist sie frühestens ab 39+0 möglich. Zum Zeitpunkt Welche Methode passt, hängt davon ab, wie weit dein Muttermund schon vorbereitet ist: Eipollösung, Ballonkatheter, Tabletten, Blasensprengung oder Wehentropf. Zum Ablauf Bis zur Geburt können wenige Stunden, aber auch mehrere Tage vergehen. Zur Dauer Für Hausmittel wie Sex, Brustwarzenstimulation oder Datteln ist die Wirkung kaum belegt. Rizinusöl solltest du nicht zu Hause nehmen, weil es zu starke Wehen auslösen kann. Zu den Hausmitteln Wann wird eine Geburt eingeleitet? Eine Einleitung ist in der Schweiz alltäglich. 2023 wurde bei einem Drittel aller Entbindungen ohne geplanten Kaiserschnitt die Geburt künstlich ausgelöst, zehn Jahre zuvor bei einem Viertel. Wie oft das geschieht, hängt stark vom Spital ab: In Spitälern der Grundversorgung waren es 30 Prozent, in Universitätsspitälern 42 Prozent.[1] Eingeleitet wird, wenn das Abwarten für dich oder dein Kind riskanter wäre als eine Geburt jetzt. Die häufigsten Gründe: Blasensprung ohne Wehen: Platzt die Fruchtblase ab 37+0 Wochen, ohne dass Wehen einsetzen, wird eine Einleitung spätestens nach 24 Stunden empfohlen. Wie du einen Blasensprung erkennst und wann du ins Spital solltest, liest du in einem eigenen Artikel. Präeklampsie und Bluthochdruck: Bei einer Präeklampsie wird spätestens ab 37+0 Wochen empfohlen, die Schwangerschaft zu beenden. Bei einem Bluthochdruck, der erst in der Schwangerschaft entstanden ist, wird meist ab 37+0 Wochen dazu geraten, bei einem schon vorher bekannten ab 38+0 Wochen. Schwangerschaftsdiabetes: Braucht dein Diabetes Insulin, soll dir ab 40+0 Wochen eine Einleitung angeboten werden. Vor 39+0 Wochen wird wegen der Risiken für das Neugeborene möglichst nicht eingeleitet. Ein Kind, das nicht mehr richtig wächst, oder auffällige Herztöne im CTG: Wann eingeleitet wird, hängt dann vom Befund ab. Zu wenig Fruchtwasser allein ist dagegen kein Grund für eine routinemässige Einleitung, solange sonst alles unauffällig ist. Sehr grosses Kind: Liegt das geschätzte Gewicht über der 95. Perzentile, sollte dir ab 39+0 Wochen eine Einleitung angeboten werden. Sie senkt das Risiko, dass die Schultern des Kindes bei der Geburt stecken bleiben oder es sich einen Knochen bricht. Zwillinge: Verläuft eine Zwillingsschwangerschaft mit zwei getrennten Mutterkuchen normal, kann sie ab 37+0 Wochen beendet werden, ab 38+0 Wochen wird das empfohlen. Teilen sich die Kinder einen Mutterkuchen, haben aber je eine eigene Fruchtblase, liegen beide Schwellen eine Woche früher.[2] Termin überschritten: ab wann eingeleitet wird Nur wenige Kinder kommen genau am errechneten Tag zur Welt. Ob du wirklich «drüber» bist, hängt davon ab, wie genau dein Geburtstermin bestimmt wurde. In der Schweiz wird er korrigiert, wenn die Ultraschallmessung im ersten Drittel der Schwangerschaft um fünf Tage oder mehr von der Berechnung nach der letzten Periode abweicht. Von 40+1 bis 41+6 Wochen spricht man von einer Terminüberschreitung, ab 42+0 Wochen von einer Übertragung. Ab 40+0 Wochen wirst du engmaschiger kontrolliert, etwa alle drei bis fünf Tage, meist mit CTG und Ultraschall. Ab 41+0 Wochen kann dir das Spital eine Einleitung anbieten, ab 41+3 Wochen wird sie in der Regel empfohlen. Ab 42+0 Wochen wird sie dringend empfohlen. Das Risiko für das Kind ist zwar auch dann absolut gesehen niedrig, es nimmt aber mit jeder Woche zu. Möchtest du auch nach 41+3 Wochen noch abwarten, entscheidest du das gemeinsam mit deiner Ärztin oder deiner Hebamme, und die Kontrollen gehen weiter.[2] Was bei einer übertragenen Schwangerschaft mit dem Mutterkuchen und dem Fruchtwasser geschieht, erklärt ein eigener Artikel. Geburt auf Wunsch einleiten: geht das? Manche Frauen möchten nicht warten, bis die Wehen von selbst kommen. Vielleicht ist die Hebamme bald in den Ferien, vielleicht fällt dir das Warten mit Beschwerden immer schwerer. Eine Einleitung ohne medizinischen Grund sollte nicht vor 39+0 Wochen stattfinden. Kinder, die früher geholt werden, bekommen häufiger eine Neugeborenengelbsucht. Lange galt eine Einleitung als Weg in den Kaiserschnitt. Diese Sorge beruhte aber vor allem auf älteren Studien, die eingeleitete Geburten mit spontan begonnenen verglichen haben. Frauen, bei denen die Wehen von allein einsetzen, bringen jedoch schon bessere Voraussetzungen mit. Fair ist nur der Vergleich mit dem Abwarten, denn das ist die eigentliche Alternative. Neuere Studien zeigen: Wird bei Frauen ohne Risikofaktoren ab 39+0 Wochen eingeleitet, steigt das Risiko für einen Kaiserschnitt im Vergleich zum Abwarten nicht.[2] Trotzdem ist eine Einleitung ein medizinischer Eingriff. Vorher klären Ärztin oder Arzt mit dir, warum sie sinnvoll ist, welche Methode infrage kommt und was dagegen spricht. Entschieden wird gemeinsam.[2] Ob dein Spital eine Einleitung auf Wunsch überhaupt anbietet, fragst du am besten schon bei der Geburtsanmeldung. So läuft eine Geburtseinleitung im Spital ab Meist trittst du über den Gebärsaal ein. Dort wird ein CTG geschrieben, das die Herztöne deines Kindes und allfällige Wehen aufzeichnet. Ein Ultraschall zeigt, wie dein Kind liegt und wie viel Fruchtwasser da ist. Vor dem Start unterschreibst du eine Einverständniserklärung.[3] Entscheidend für die Wahl der Methode ist die vaginale Untersuchung. Dabei beurteilt die Ärztin oder die Hebamme, wie weich und wie kurz der Gebärmutterhals schon ist und ob sich der Muttermund bereits öffnet. Das Ergebnis wird im sogenannten Bishop-Score festgehalten. Er gehört zu den wichtigsten Hinweisen darauf, ob eine Einleitung gelingt. Besonders zählt, wie weit der Muttermund schon offen ist. Ist der Muttermund noch unreif, wird er zuerst vorbereitet, mechanisch oder mit Medikamenten. Ist er schon reif, genügen oft die Blasensprengung und der Wehentropf.[2] Eipollösung: ein Anstoss beim Kontrolltermin Die Eipollösung, manchmal auch Muttermunddehnung genannt, ist der einfachste Anstoss und kann dir schon bei einer Kontrolle am Termin angeboten werden. Die Ärztin oder die Hebamme geht dabei mit einem oder zwei Fingern in den Gebärmutterhals. Mit einer kreisenden Bewegung löst sie den unteren Pol der Fruchtblase von der Gebärmutterwand. Das setzt körpereigene Botenstoffe frei. Die Eipollösung kann unangenehm bis schmerzhaft sein. Danach sind leichte Blutungen häufig, meist aber harmlos. In Studien setzten die Wehen danach etwas häufiger von selbst ein, und es mussten weniger Frauen eingeleitet werden. Die Studien sind allerdings von geringer Qualität. Wie oft und ab welcher Woche die Eipollösung am besten wirkt, ist noch offen.[2] Ballonkatheter: sanft und manchmal ambulant Beim Ballonkatheter wird ein dünner Schlauch durch den Muttermund geschoben. Ein kleiner Ballon am Ende wird mit Kochsalzlösung gefüllt und drückt von innen auf den Gebärmutterhals. Dieser Druck regt die Freisetzung körpereigener Prostaglandine an, der Muttermund wird weich und beginnt sich zu öffnen. Das Einlegen ist etwas unangenehm. Ein Ballonkatheter wirkt ähnlich gut wie Medikamente, löst aber deutlich seltener zu starke Wehen aus.[2] Je nach Spital bleibt der Katheter 12 bis 24 Stunden liegen. Nur bei einem Teil der Frauen beginnt die Geburt damit allein. Oft wird die Einleitung danach mit Tabletten oder dem Wehentropf fortgesetzt.[2] Bei unkomplizierten Einleitungen darfst du in manchen Spitälern mit dem Ballon nach Hause. Du kommst zurück, sobald regelmässige Wehen einsetzen, die Fruchtblase platzt, der Ballon herausfällt oder spätestens nach 24 Stunden.[3] Tabletten mit Misoprostol (Angusta) oder ein Vaginalband Ist der Muttermund noch unreif, kann er auch mit Prostaglandinen vorbereitet werden. Das sind Botenstoffe, die den Gebärmutterhals weich machen und Wehen auslösen. Oft wird dafür der Wirkstoff Misoprostol eingesetzt, in der Schweiz als Tablette Angusta. Du schluckst sie in festen Abständen, zum Beispiel alle vier Stunden, höchstens vier Mal in 24 Stunden. Ein solcher Durchgang dauert damit 16 Stunden. Die Einleitung mit Tabletten findet im Spital statt, und das CTG wird regelmässig kontrolliert. In bestimmten Situationen, etwa nach einem Blasensprung, bei Zwillingen oder bei einem Kind, das zu wenig wächst, wird eher Dinoproston eingesetzt. Es steckt in einem Vaginalband (Propess), das in die Scheide eingelegt wird und sich bei Bedarf wieder herausziehen lässt.[3] Blasensprengung (Amniotomie) Bei der Blasensprengung ritzt die Hebamme oder die Ärztin die Fruchtblase mit einem kleinen Häkchen an, das sie durch den Muttermund führt. Dafür muss der Muttermund nicht vollständig geöffnet sein, er muss aber schon reif und etwas geöffnet sein. Der Eingriff setzt körpereigene Prostaglandine frei, die die Wehen anregen. Als alleinige Einleitung genügt die Blasensprengung nicht, sie wird meist mit dem Wehentropf kombiniert. Selten kann dabei die Nabelschnur vor den Kopf des Kindes rutschen. Dieser Nabelschnurvorfall ist ein Notfall, weil die Sauerstoffversorgung des Kindes unterbrochen werden kann. Ausserdem steigt mit offener Fruchtblase das Risiko für eine Infektion.[2] Deshalb wird dein Kind danach mit dem CTG überwacht. Wehentropf (Oxytocin) Ist der Muttermund schon gut vorbereitet, wird meist direkt mit dem Wehentropf eingeleitet. Er enthält Oxytocin, das Hormon, das auch bei einer spontanen Geburt die Wehen auslöst. Es fliesst über eine Infusion in die Vene, und die Menge lässt sich fein steuern. Nach Tabletten mit Misoprostol wird mit dem Wehentropf frühestens vier Stunden nach der letzten Einnahme begonnen.[3] Wie lange dauert es von der Einleitung bis zur Geburt? Das lässt sich im Voraus kaum sagen. Bei einem reifen Muttermund kann dein Kind nach Blasensprengung und Wehentropf innerhalb weniger Stunden da sein. Ist der Muttermund noch fest und geschlossen, dauert allein die Vorbereitung oft einen Tag. Ein Ballonkatheter liegt bis zu 24 Stunden, ein Durchgang mit Angusta-Tabletten dauert 16 Stunden. Oft folgt danach noch ein weiterer Schritt, etwa Tabletten nach dem Ballon oder der Wehentropf.[3] Zwei Tage oder mehr im Spital sind deshalb möglich. Bleibt die Einleitung trotz allem erfolglos, spricht man von einer frustranen Einleitung. In manchen Spitälern gilt das, wenn die Geburt nach mindestens acht Stunden Wehentropf und geöffneter Fruchtblase nicht in Gang kommt. Dann wird die Einleitung pausiert, oder es wird ein Kaiserschnitt besprochen.[3] Frag ruhig nach, wie der Plan aussieht und was als Nächstes kommt. Das macht die Wartezeit leichter. Welche Risiken hat eine Einleitung? Eine typische Nebenwirkung ist eine Überstimulation. Die Wehen kommen dann zu stark, zu häufig und mit zu kurzen Pausen, man spricht auch von einem Wehensturm. Für dich ist das anstrengend und schmerzhaft. Für dein Kind kann es heissen, dass es zwischen den Wehen zu wenig Sauerstoff bekommt, was sich im CTG zeigt. Eine Überstimulation führt aber nicht zwangsläufig zu auffälligen Herztönen oder einem Kaiserschnitt. Tritt sie auf, lassen sich die Wehen mit einem wehenhemmenden Mittel rasch bremsen.[2] Nach einer Einleitung wird häufiger eine PDA gelegt: 2023 bekamen in der Schweiz zwei Drittel der Frauen mit Einleitung eine PDA, ohne Einleitung waren es 43 Prozent. Ohne Einleitung kamen 71 Prozent der Kinder vaginal und ohne Saugglocke oder Zange zur Welt, mit Einleitung 62 Prozent.[1] Das liegt allerdings nicht nur an der Einleitung selbst. Eingeleitet wird oft gerade dann, wenn schon ein Risiko besteht, und Frauen mit spontanem Wehenbeginn bringen bessere Voraussetzungen mit. Geburt einleiten nach einem Kaiserschnitt Hattest du schon einen Kaiserschnitt, ist eine Einleitung trotzdem möglich. Sie braucht aber eine besonders sorgfältige Aufklärung, vor allem über das Risiko, dass die Gebärmutter an der Narbe reisst. Ohne Einleitung liegt es bei einer vaginalen Geburt nach Kaiserschnitt bei etwa 0,5 bis 1 Prozent, mit Einleitung bei etwa 1 bis 1,5 Prozent. Diese Aufklärung gehört in die schriftliche Einwilligung, die du vor der Einleitung gibst. Ist der Muttermund schon reif, gelten Wehentropf und Blasensprengung als risikoarm.[2] Tabletten mit Misoprostol werden nach einem Kaiserschnitt nicht eingesetzt. Ein Vaginalband mit Dinoproston gilt zwar als risikoarm, führt aber häufiger zu einem Riss an der Narbe als mechanische Methoden wie der Ballonkatheter.[2] Manche Spitäler verzichten deshalb ganz auf Prostaglandine. Sie beginnen mit dem Ballonkatheter und setzen danach Wehentropf und Blasensprengung ein. Die ganze Einleitung findet in diesem Fall im Spital statt.[3] Geburt natürlich einleiten: Was bringen Hausmittel? Viele Schwangere möchten die Wehen erst einmal selbst anregen, bevor sie ins Spital gehen. Die Liste der Tipps ist lang. Belegt ist bei den wenigsten etwas. Sex, Brustwarzenstimulation, Akupunktur, Nelkenöl und Homöopathie sind als Einleitungsmethoden nicht ausreichend untersucht und werden dafür nicht empfohlen.[2] Die Idee hinter dem Sex am Ende der Schwangerschaft ist, dass Sperma Prostaglandine enthält und ein Orgasmus die Gebärmutter zusammenziehen lässt. Ob das die Geburt in Gang bringt, ist nicht erwiesen. Wenn du Lust hast, musst du in einer unkomplizierten Schwangerschaft aber auch nicht darauf verzichten. Ist die Fruchtblase schon geplatzt, verzichtest du auf Sex und meldest dich im Spital. Hattest du Blutungen, sprich vorher mit deiner Hebamme. Rizinusöl ist der Hauptbestandteil der meisten Wehencocktails. Es wirkt auf den Darm, kann aber auch die Gebärmutter reizen und zu starke, zu dichte Wehen auslösen. Dass Rizinusöl die Geburt zuverlässig in Gang bringt, ist nicht belegt, dafür wird vielen Frauen davon übel, und es verursacht Durchfall. Weil zu Hause ohne CTG niemand bemerkt, wenn die Wehen zu stark werden, soll es dort nicht zur Einleitung verwendet werden. Auch im Spital sollte es nur im Rahmen von Studien zum Einsatz kommen.[2] Warum der Wehencocktail alles andere als harmlos ist, liest du in einem eigenen Artikel. Datteln gelten als sanftes Hausmittel für die letzten Wochen. Eine grosse Auswertung von 48 Studien fand Hinweise, dass Frauen, die in der späten Schwangerschaft Datteln assen, seltener eingeleitet werden mussten, mit einem weiter geöffneten Muttermund ins Spital kamen und häufiger spontan vaginal gebaren. Die Qualität der Studien ist allerdings ungenügend, die meisten haben ein hohes Verzerrungsrisiko, und zur Sicherheit gibt es kaum Daten.[4] Datteln sind ausserdem sehr zuckerreich. Hast du einen Schwangerschaftsdiabetes, besprichst du sie besser vorher mit deiner Ärztin oder der Ernährungsberatung. Spazieren, Treppensteigen oder scharfes Essen gehören ebenfalls zu den bekannten Hausmitteln. Dass sie die Geburt auslösen, ist nicht belegt. Bewegung tut dir am Ende der Schwangerschaft trotzdem gut, und das Warten fällt draussen oft leichter als zu Hause. Auch Himbeerblättertee gehört zu den Klassikern. Was er kann und was nicht, liest du im Artikel zum Himbeerblättertee. Kosten, Hausgeburt und was du vorher klären kannst Für die Einleitung und die Geburt bezahlst du weder Franchise noch Selbstbehalt. Die Leistungen bei Mutterschaft übernimmt die Grundversicherung ohne Kostenbeteiligung. Ab der 13. Schwangerschaftswoche bis acht Wochen nach der Geburt gilt das auch für die übrigen medizinischen Leistungen.[5] Planst du eine Geburt zu Hause, ändert eine Einleitung meist den Plan. Muss die Geburt mit Medikamenten eingeleitet werden, wird eine geplante Geburt im Spital empfohlen. Dauert die Schwangerschaft länger als 41+6 Wochen, beurteilt deine Hebamme zusammen mit einer erfahrenen Hausgeburtshebamme oder einem Qualitätszirkel, ob die Geburt zu Hause noch infrage kommt.[6] Geburtshäuser haben eigene Kriterien. Frag dort früh nach, bis zu welcher Woche sie dich betreuen und wann sie dich ins Spital überweisen. Wie oft und wie früh eingeleitet wird, unterscheidet sich von Spital zu Spital deutlich. Frag deshalb schon bei der Geburtsanmeldung nach: Ab welcher Woche bietet ihr bei Terminüberschreitung eine Einleitung an? Welche Methode wählt ihr zuerst? Kann ich mit dem Ballonkatheter nach Hause? Und wie geht ihr mit dem Wunsch nach einer Einleitung ohne medizinischen Grund um? Wie sich eine Einleitung anfühlt, erzählen zwei Mütter in ihren Erfahrungsberichten. Quellen Bundesamt für Statistik (BFS): Unter der Woche täglich 30% mehr Geburten als am Wochenende. Geburten im Spital 2023. Medienmitteilung vom 12.05.2025. bfs.admin.ch (abgerufen am 24.09.2026) Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) und gynécologie suisse (SGGG): S2k-Leitlinie Geburtseinleitung, AWMF-Registernummer 015-088, Version 1.1 (Stand Dezember 2020, Addendum März 2021). Gültigkeit bis 01.12.2025, Überarbeitung angemeldet; eine Nachfolgefassung liegt noch nicht vor. register.awmf.org (abgerufen am 24.09.2026) Luzerner Kantonsspital, Frauenklinik: Fachliche Weisung Einleitungsmethoden. Obsgyn-Wiki. obsgyn-wiki.ch (abgerufen am 24.09.2026) Salajegheh Z et al.: Is oral consumption of dates (Phoenix dactylifera L. fruit) in the peripartum period effective and safe integrative care to facilitate childbirth and improve perinatal outcomes: a comprehensive revised systematic review and dose-response meta-analysis. BMC Pregnancy and Childbirth 2024; 24: 12. pmc.ncbi.nlm.nih.gov (abgerufen am 24.09.2026) Bundesamt für Gesundheit (BAG): Krankenversicherung: Leistungen bei Mutterschaft. bag.admin.ch (abgerufen am 24.09.2026) Schweizerischer Hebammenverband (SHV): Kriterienliste Hausgeburtshilfe, Fassung 1.0, gültig 15.05.2025 bis 15.05.2030. hebamme.ch (abgerufen am 24.09.2026)