Die Namensbedeutung als roter Faden durchs Leben

Einen schönen Namen soll das Kind bekommen. Gut soll er klingen, möglichst selten, aber nicht zu ausgefallen sein und perfekt zum Nachnamen passen. Doch auch die Namensbedeutung ist wichtig. Schliesslich soll der Name auch gut zur Persönlichkeit des Kindes passen.

Namensbedeutung: Das steckt hinter dem Namen Ihres Kindes

Die Namensbedeutung begleitet Ihr Kind durchs ganze Leben. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Ein Name begleitet einen Menschen ein Leben lang, wohin er auch geht - ganz wie sein Schatten. Der Name steht in der Geburtsurkunde, im Kinderausweis, auf Schulzeugnissen, später im Führerschein und auf dem ersten Mietvertrag. Er gehört zu den ersten Worten, die ein Kind selbst sprechen will, und zu den Worten, die Eltern am liebevollsten über die Lippen kommen. Klar, dass er gut klingen und möglichst gut zum Nachnamen passen soll. Viele Eltern wünschen darüber hinaus, dass er selten ist. Neben all diesen Kriterien ist auch die Namensbedeutung wichtig. Sie beinhaltet die Botschaft hinter der reinen Buchstabenfolge.

Namensbedeutung hat meist lange Geschichte

Die meisten Namen sind nicht nur reine Buchstabenfolgen. Sie haben eine lange Geschichte, denn ihr Ursprung liegt oft im Hebräischen, im Lateinischen oder im Griechischen. Sinnvoll ist es, sich mit der alten Namensbedeutung auseinander zu setzen. Schliesslich soll das Kind die Botschaft mögen, die in dem Namen steckt, sie vielleicht sogar als Leitsatz für sein Leben annehmen.

Eltern können mit der Auswahl des Namens dem neuen Leben einen roten Faden geben. Wer seiner Tochter wünscht, dass sie ein offener und neugieriger Mensch wird, der könnte sie zum Beispiel «Emma» nennen, was im Althochdeutschen «allumfassend, gross» hiess. Wer seiner Tochter dagegen eine gute Übersicht über die Welt mit auf den Weg geben möchte, der kann den Namen «Sophia» wählen, was im Griechischen «Weisheit» bedeutet. Wer will seinem Kind nicht viel Glück mit auf den Weg geben? «Ben», aus dem Hebräischen, hat es! Er ist «der Sohn der rechten Hand» und «ein Glückskind».

Wer nach der Namensbedeutung forscht, erkennt schnell, welche Namen für ihn persönlich in Frage kommen – und welche er lieber ausschliessen möchte. Viele beliebte Namen enthalten weniger beliebte Bedeutungen. So stammt der Name «Lea» aus dem Hebräischen und steht für «Wildkuh» – schade! Und nicht alle Eltern wollen, dass ihr Sohn «Paul» und damit «der Kleine» auch dann heisst, wenn er längst gross ist.

Die Namensbedeutung beliebter Schweizer Vornamen

Beliebte Schweizer Vornamen stammen aus der ganzen Welt. «Leon», «Noah» und «Luca», «Mia», «Lena» und «Elena» sind die Namen, die Neugeboren besonders häufig gegeben werden. Hier erfahren Sie, was Sie bedeuten:

Leon

Wer sein Kind «Leon» nennt, wünscht ihm womöglich die Kraft eines Löwen, dazu einen Schuss Härte und Strenge. Denn genau diese Eigenschaften bilden die Namensbedeutung von «Leon», der sich aus dem germanischen Namen «Leonhard» ableitet.

Noah

«Noah» gilt als alter biblischer Name. Noah, nach bilblischer Geschichte der zehnte Urvater nach Adam, half durch den Bau der Arche, die Vielfalt der Arten zu retten und damit den Fortbestand der Menschen und Tiere auf der Erde zu sichern. Der hebräische Name steht für «Ruhe» oder «Trost».

Luca

Hier fliesst italienisches Blut! Denn der Name «Luca» stammt von «Lucas» ab, einem Namen, der im Italienischen verbreitet ist und aus dem Lateinischen kommt. Seiner Namensbedeutung dürfte kaum ein Schweizer Junge gerecht werden. Schliesslich heisst «Luca» «aus Lucania stammend», einer Landschaft im Süden Italiens.

Mia

Wer dem Namen «Mia» nur zwei Buchstaben hinzufügt, nämlich das «a» und das «r», errät schnell, von welchem Namen er abstammt. «Maria» leitet sich wiederum von «Mirjam» ab, wie die Mutter Gottes ursprünglich in der Bibel hiess. Die genaue Namensbedeutung ist bis heute nicht geklärt. Möglicherweise heisst «Maria» «Geschenk Gottes» oder aber auch «die Fruchtbare».

Lena und Elena

Beide Namen haben sich aus «Magdalena» und «Helena» entwickelt. Die Namensbedeutung des griechischen Namens «Helena» lautet «Die Helle, die Strahlende, die Leuchtende». Der hebräische Name «Magdalena» leitet sich dagegen vom Ort Magdala am See Genezareth ab – nach diesem Ort wurde die biblische Maria Magdalena benannt. Ihr begegnete als erste der auferstandene Jesus, der ihr die Botschaft auferlegte, die Auferstehung zu verkünden. Die Heilige gilt heute vor allem als Schutzpatronin der Frauen.

Namen als Vorbild

Nicht nur die Herkunft eines Namens bestimmt seine Botschaft. Auch Vorbilder prägen Namensbedeutungen. So heissen manche Mädchen nicht deshalb «Paula», weil der Name so glitzernd wie eine «Perle» ist, sondern weil schon die Grossmutter diesen Namen trug. Dann bedeutet die Botschaft dieser Namenswahl: «Du wächst in eine Familie heran, die Wert auf Tradition legt. Indem wir Dir den Namen Deiner Grossmutter geben, machen wir sie mit ihren besonderen Stärken unvergesslich.»

Auch berühmte Menschen und Filmfiguren geben Namen besondere Bedeutungen. Wer denkt bei «Robin» nicht an den wagemutigen und warmherzigen Robin Hood, den König aller Diebe? Wer assoziiert mit «Harry» nicht Harry Potter, couragiert und friedliebend, selbstlos und bescheiden? Wer sein Kind «Britta» nennt, denkt möglicherweise an das fröhliche Bullerbü-Kind der Autorin Astrid Lindgren. Und wer einem «Peter» die Windeln wechselt, der will vielleicht, dass sein Kind immer ein Stück weit Kind bleibt – wie sein Namensvetter Peter Pan.

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