Haare färben in der Schwangerschaft: Wie gefährlich ist das fürs Kind?

Werdende Mütter wollen auch während der Schwangerschaft hübsch aussehen und sich zum Beispiel die Haare machen. Doch oft sind sie verunsichert: Darf ich meine Haare färben in der Schwangerschaft? Wie ist es mit einer Dauerwelle und Blondierung? Lesen Sie, was Experten zum diesem Thema raten.

Auf das Haare färben in der Schwangerschaft sollte man zumindest im ersten Drittel besser verzichten.

Haare färben in der Schwangerschaft - ja oder nein? Diese Frage stellen sich viele schwangere Frauen. Foto: Voyagerix, iStock, Thinkstock

Viele Dinge, welche im Alltag jeder Frau unproblematisch waren, werden während der Schwangerschaft oder der Stillzeit plötzlich angezweifelt. Nicht selten sind Schwangere sehr verunsichert, speziell in Bezug auf das Färben der Haare oder eine überfällige Blondierung.

Zum Thema Haare färben in der Schwangerschaft sagte Dr. Wolfgang Paulus, Facharzt für Frauenheilkunde in Ravensburg der Zeitschrift Brigitte Mom: «Bei lokaler Anwendung sind ausser Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut keine Komplikationen bekannt. Für Bleichmittel wie Ammoniumhydroxid und Wasserstoffperoxid liegen bei äusserlicher Anwendung ebenfalls keine Hinweise auf eine mögliche embryonale Schädigung vor.» Sofern keine Aufnahme der Inhaltsstoffe in grossem Umfang (z. B. oral) stattfinde, sei eine kindliche Schädigung durch Haarfärbemittel in der Schwangerschaft nicht zu befürchten.

Da es aber für die Wirkstoffe der Haarfärbemittel bislang noch nicht viele Studien gibt, rät der Experte besonders im ersten Drittel der Schwangerschaft zu Vorsicht. Denn das erste Trimester wird als kritische Phase gesehen, in welcher der Embryo seine Organe bildet. Häufig kommt es in den ersten zwölf Wochen zu einer Fehlgeburt. Wer warten kann, sollte den Termin beim Coiffeur verschieben, um die Entwicklung des Babys nicht zu gefährden.

Haare tönen in der Schwangerschaft

Haartönungen sind in der Regel hautschonender als Färbemittel, so dass auch in diesem Punkt wenig Gefahr für das ungeborene Kind besteht. Wer sich in der Schwangerschaft Haare färben oder Haare tönen möchte, sollte überlegen, ob auch Strähnchen genügen. Denn dadurch gelangen weniger chemische Substanzen auf Haare und Kopfhaut. Naturhaarfarben wie Henna können eine gute Alternative sein, sie enthalten aber manchmal chemische Zusätze. Schauen Sie deshalb genau auf die Verpackung.

Alternativ bieten sich natürliche Haarfärbemittel wie Kamille oder Walnuss an. Wie Sie eine Mischung mit Kamillenblüten oder mit Walnuss selbst herstellen können, lesen Sie auf unserem Partnerportal nachhaltigleben.ch

Haare färben in der Stillzeit

Bedenken Sie, dass der Körper diverse Substanzen über die Haut aufnehmen kann, welche sich dann auf den Organismus der Mutter und die Muttermilch beim Stillen auswirken können. In diesem Punkt kommt es allerdings auf die aufgenommene Menge dieser Substanzen an. Konkret bedeutet dies, dass der Kontakt mit der Kopfhaut möglichst so gering wie möglich gehalten werden sollte.

Haarstylisten und Ärzte sind sich einig, dass auf die Verwendung von ammoniakhaltigen Substanzen möglichst verzichtet werden sollte, da viele Substanzen noch nicht hinreichend für die Stillzeit untersucht wurden. Die stillende Mutter kann sich für ammoniakfreie Haarfarben während der Stillzeit entscheiden, welche nur leicht auf die Kopfhaut aufgetragen, aber dafür mehr in die Längen eingearbeitet werden.

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