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Braxton-Hicks-Kontraktionen: Was Sie über die Übungswehen wissen sollten

Braxton-Hicks-Kontraktionen sind unregelmässige Wehen und können schon in der sechsten Schwangerschaftswochen auftreten. Schwangere spüren die Übungswehen aber meist erst im zweiten und dritten Trimester. Braxton-Hicks-Kontraktionen sind keine echten Wehen und nicht mit Senkwehen zu verwechseln, sie bereiten den Körper lediglich auf die Geburt vor. Wenn Sie aber mehr als zehnmal am Tag Übungswehen spüren, sollten Sie sich an Ihre Frauenärztin wenden. Was Bald-Mamas sonst noch wissen müssen.

Braxton Hicks Kontraktionen tun nicht weh und bereiten den Körper auf die Geburt vor.

Braxton-Hicks-Kontraktionen tun nicht weh und bereiten den Körper auf die Geburt vor. Bild: Pexels, Pavel Danilyuk

Braxton-Hicks-Kontraktionen: Das Wichtigste in Kürze

  • Braxton Hicks sind falsche Wehen, die den Körper auf die Geburt vorbereiten. Der körperliche Vorgang ähnelt echten Kontraktionen. Mehr dazu.
  • Die Übungswehen treten meist zwischen der 20. und der 25. Schwangerschaftswoche auf. Normalerweise sind sie nicht schmerzhaft. Mehr.
  • Ungewöhnlich ist es, wenn die Übungswehe mehr als zehnmal täglich auftaucht. In diesem Fall sollten Sie sich an einen Arzt oder an eine Ärztin wenden. Mehr Infos.
  • Im Gegensatz zu echten Wehen werden Braxton Hicks nicht stärker und tauchen auch nicht in immer kürzerem Intervall auf. Die Unterschiede.

Der Bauch wird hart und der Unterleib zieht sich zusammen: Wenn Sie schwanger sind, bereitet sich ihr Körper mit «Braxton-Hicks-Kontraktionen» auf die Geburt vor. Braxton Hicks Kontraktionen sind Übungswehen, die zur Durchblutung des Uterus führen und in der Regel nicht schmerzhaft sind. Wie sich das anfühlt, wie viele falsche Wehen normal sind und wann Sie ärztlichen Rat konsultieren sollten, erfahren Sie im Artikel.

Was sind Braxton Hicks Kontraktionen?

«Braxton-Hicks-Kontraktionen» sind Übungswehen, die nicht weh tun. Im Volksmund bezeichnet man sie auch als «Übungswehen» oder «falsche Wehen». Das Phänomen ist nach dem Arzt Braxton Hicks benannt, der Sie als Erster identifizierte. Braxton-Hicks-Kontraktionen sind keine echten Wehen.

Symptome der Übungswehen

Braxton-Hicks-Kontraktionen entstehen durch das Zusammenziehen und entspannen der Gebärmuttermuskeln. Dadurch wird der Uterus gut durchblutet. Bis zu zwei Minuten kann der Vorgang dauern. Das bereitet die Organe auf die Geburt vor, denn der körperliche Vorgang ähnelt echten Wehen.

Übrigens: Wenn Sie keine Braxton-Hicks bekommen, ist das kein Grund zur Sorge. Viele Frauen haben keine Übungswehen oder spüren sie nicht.

Wann treten Braxton-Hicks-Kontraktionen auf?

Die Übungswehen treten zwischen der 20. und der 25. Schwangerschaftswoche auf. Frauen, die bereits Kinder zur Welt gebracht haben, können schon vorher Braxton-Hicks-Kontraktionen haben. Ab der 35. SSW bekommen werdende Mütter Senkwehen. Hierbei rutscht das Baby tiefer ins Becken, also in die richtige Position für die Geburt. Die Senkwehen sind schmerzhafter und so von den Braxton Hicks zu unterscheiden. Vorwehen treten drei bis vier Tage vor der Geburt auf und sind nochmals deutlich schmerzintensiver als Übungswehen und Senkwehen.

Wie fühlen sich Übungswehen an?

Die Übungswehen fühlen sich an, wie ein enges Zusammenziehen des Unterleibs. Das ist eigentlich nicht schmerzhaft. Die Braxton-Hicks-Kontraktionen können bis zu zwei Minuten anhalten, hierbei wird der Bauch hart. Sie könnten ein leichtes Spannungsgefühl merken, vielleicht fühlen Sie aber auch nichts. Beides ist normal.

Können Braxton Hicks auch schmerzhaft sein?

In der Regel sind Braxton Hicks nicht schmerzhaft. Die Übungswehen können an Menstruationskrämpfe erinnern. Je nach Empfindsamkeit kann auch die falsche Wehe etwas schmerzen. Sollten Sie jedoch starke Bauchschmerzen haben, holen Sie sich ärztlichen Rat.

Wie oft bekommt man Übungswehen?

Übungswehen treten gelegentlich während der Schwangerschaft auf. Allzu oft sollte das aber nicht der Fall sein. Ungewöhnlich ist es, wenn die Wehe öfter als dreimal die Stunde auftaucht oder insgesamt mehr als zehnmal am Tag. In diesen Fällen sollten Sie eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Wie soll man bei Braxton Hicks reagieren?

Wenn Sie Braxton-Hicks-Kontraktionen bekommen, können Sie entspannt bleiben. Ein Spaziergang, ein warmes Bad oder ein paar Entspannungsübungen bewirken, dass die falschen Wehen von selbst verschwinden.

Übungswehen oder echte Wehen: Wo liegt der Unterschied?

Übungswehen treten im Gegensatz zu echten Geburtswehen unregelmässig auf. So kann der Abstand dazwischen mal zehn, mal zwei, dann wieder 20 Minuten betragen. Die Braxton-Hicks-Kontraktionen hören dann aber auch wieder auf. Der Bauch wird bei Braxton-Hicks-Kontraktionen hart. Entspannt sich die Schwangere, so entspannt sich auch der Körper und der Bauch wird wieder weich. Der grösste Unterschied zu Wehen: Braxton-Hicks-Kontraktionen werden nicht in kurzer Zeit stärker. Bei echten Wehen verkürzt sich der Abstand zwischen den Kontraktionen. Wenn der Geburtstermin näher rückt, werden auch die Übungswehen etwas intensiver.

Echte oder falsche Wehe – Sie sind unsicher?

Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um echte Wehen oder Braxton-Hicks-Kontraktionen handelt, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin fragen. Lassen Sie sich auch beraten, wenn Sie merken, dass die Kontraktionen bei Bewegung anhalten. Treten die Kontraktionen in regelmässigem Abstand und kürzerem Intervall auf, könnte es sich um echte Wehen handeln. Wenn Fruchtwasser oder blutiger Schleim austritt, sollten Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Ihre Ärztin kontaktieren.