Hebamme hilft Mutter und Kind beim Start in ein neues Leben

Die Tätigkeit einer Hebamme ist als einer der ältesten Frauenberufe in der Geschichte der Menschheit bis heute von unschätzbarer Bedeutung für eine schwangere Frau. Sie trägt Sorge für Mutter und Kind und hilft beiden beim Start in ein neues gemeinsames Leben.

Eine Hebamme ist für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett wichtig.

Eine Hebamme ist nicht nur während Schwangerschaft und Geburt wichtig, sondern hilft auch in den ersten Wochen mit Baby. Foto: monkeybusinessimages, iStock, Thinkstock

Die Hebamme ist zuständig für die Betreuung einer werdenden Mutter bis über den Geburtszeitraum hinaus. Bei unkomplizierten und risikofreien Schwangerschaftsverläufen kann sie die gesamte Geburtsvorbereitung inklusive der Schwangerschaftskontrollen übernehmen. «Hebammen sind so ausgebildet, dass sie Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett eigenständig begleiten können», sagte Marianne Haueter, Präsidentin der Berner Sektion des Schweizerischen Hebammenverbands im Interview mit der Berner Zeitung.

Hebamme: Hilfe während der Schwangerschaft und Geburt

Die Hebamme bietet Kurse zur Geburtsvorbereitung an. Diese Kurse werden entweder für Gruppen von mehreren Schwangeren mit oder ohne Partner oder auch für nur ein Paar beziehungsweise eine einzelne schwangere Frau angeboten. Auf Wunsch der Mutter begleitet die Hebamme die eigentliche Geburt in Eigenregie. Hierzu stehen wahlweise Spitäler oder Geburtshäuser zur Verfügung. Darüber hinaus steht sie bei Hausgeburten der Mutter zur Seite. Die Geburtshelferin hat die Befugnis, eine Schwangere jederzeit nach ihrer Einschätzung in ein Spital einzuweisen. Gleichfalls obliegt ihr die Beurteilung, ob ein neugeborenes Baby eine Spitaleinweisung benötigt.

Wochenbettbetreuung nach der Geburt

Unmittelbar nach der Geburt ist die Hebamme für die Wochenbettbetreuung zuständig. Sie steht während der Stillzeit der Mutter ebenso zur Verfügung wie bei allen Fragen der Rückbildungsgymnastik. Etwa sechs Wochen nach der Geburt führt die Geburtshelferin eine Nachkontrolle durch. Darüber hinaus vermittelt sie Knowhow zur Babypflege.

Freie Hebamme: mindestens zwei Jahre Berufserfahrung

Für eine freiberufliche Tätigkeit in eigener Hebammenpraxis ist grundsätzlich vorab eine mindestens zweijährige Tätigkeit in einem Spital erforderlich. Zur Ausübung des Berufes muss eine Bewilligung des Kantons vorliegen, sowie eine Abrechnungsnummer (Zahlstellennummer) und eine Berufshaftpflichtversicherung.

Leistungen der Krankenkasse für die Hebamme

Die Grundversicherung übernimmt den überwiegenden Teil der Leistungen der Hebamme. Die Kostenübernahme ist auf drei Bereiche verteilt: vorgeburtliche Leistungen, Leistungen während der Geburt und nachgeburtliche Leistungen. Vor der Geburt finanziert die Grundversorgung die Kosten der sieben Kontrolluntersuchungen, weiterhin die Zuzahlung von 150 Franken für einen Geburtsvorbereitungskurs. Sollte eine Risikoschwangerschaft vorliegen, übernimmt sie auch die Kosten der entsprechenden zusätzlichen Betreuung, die in Zusammenarbeit mit einem Facharzt stattfindet.

Während der Geburt sind die Kosten für die Entbindung inklusive der Materialgebühren gedeckt. Auch die Kosten für eine assistierende Person beim Geburtsverlauf werden übernommen.

Nach der Geburt zahlt die Krankenkasse bis zu zehn Hebammenbesuche während den ersten 56 Tagen nach der Geburt. Bei Erstgebärenden, nach einem Kaiserschnitt oder wenn die Frau Mehrlinge oder ein behindertes Kind zur Welt gebracht hat, zahlt die Versicherung sogar bis zu 16 Besuchen. Darüber hinaus übernimmt die Kasse die Kosten für drei Stillberatungen und die Nachkontrolluntersuchung sechs Wochen nach der Geburt.

Hebamme ab wann sinnvoll

Der richtige Zeitpunkt, eine Hebamme zu wählen, hängt davon ab, wie viel Betreuung und Unterstützung sich eine werdende Mutter wünscht. Als ratsam gilt der Zeitraum zwischen dem zweiten und dritten Schwangerschaftsmonat für eine erste Kontrolluntersuchung. Alle weiteren Termine sprechen Schwangere und Hebamme gemeinsam ab. Sie hängen auch von Art und Verlauf der Schwangerschaft ab.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen über alle Hebammen-Leistungen sowie eine umfangreiche Adressliste mit in der Schweiz tätigen Geburtshelferinnen bietet der in Bern ansässige Schweizerische Hebammenverband SHV. www.hebamme.ch.

(red), erstellt im Juni 2015, aktualisiert im August 2017

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