10 Tipps, wie Sie das Kinderzimmer stilvoll einrichten

Wenn sich der erste Nachwuchs ankündigt, mutieren viele werdenden Eltern zu regelrechten Nestbauern. Doch oft wirken Schweizer Kinderzimmer zusammengewürfelt. Ein Einrichtungsexperte gibt Tipps, die Stil und Gemütlichkeit in den Raum bringen.

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Bringen Sie Farbe ins Kinderzimmer

Es muss nicht immer rosa und himmelblau sein: Auch andere Farben haben im Kinderzimmer eine schöne Wirkung. Kombiniert mit Farbakzenten – hier etwa in Form dieser hübschen Motiv-Kissen von OYOY – spricht auch nichts gegen eine graue Wand. (Bild: zVg/Stadtlandkind)

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Das Kinderzimmer streichen, Babymöbel kaufen, rasch noch ein Mobile basteln und zwischendurch noch den Namen des Kindes irgendwo im Zimmer verewigen, damit sich das Baby wohl fühlen wird, wenn es zu Hause ankommt: Doch ist die Einkaufsliste abgearbeitet und das Werk vollbracht, will sich das heimelige Gefühl oft nicht so recht einstellen.

Das Kinderzimmer als Sammelsurium vergangener Tage

Hier steht der schöne antike Stubenwagen, in dem schon die Grossmutter geschlummert hat, dort ein Windeleimer, der so viel Charme ausstrahlt, wie es ein Plastikkübel eben kann, und in einer weiteren Ecke ein offenes Büchergestell, das ein Elternteil aus der WG-Zeit in den Hausstand rüber gerettet hat. An der Wand ein süsses Wandposter, dessen Disneyfigur die Eltern an die eigene Kindheit erinnert und auf dem Wickeltisch wird eine Eulenspieluhr über das Baby wachen. Einrichtungsberater David Zbinden weiss, woran es liegt: «Viele Eltern wollen Gegenstände im Kinderzimmer unterbringen, an denen sie hängen», so der 33-Jährige.  Dabei verlieren sie oft das Gesamtbild. «Die Gegenstände sind für sich alleine oft sehr schön, doch der rote Faden fehlt und die Einrichtung wirkt wie ein Sammelsurium verschiedener Stile.»

Gerade mit schmalem Portemonnaie sei es nicht immer einfach, ein Kinderzimmer so einzurichten, dass es zugleich praktisch ist aber auch ein Ort, wo das Kind später gerne spielen wird. Damit Sie sich im Dschungel von Ausstattungs- und Deko-Artikeln nicht verlieren, hat David Zbinden zehn Tipps zusammengestellt, auf was man beim Kinderzimmer einrichten achten sollte:

Kinderzimmer einrichten: 5 Dos und Don’ts

  • Bevor Sie die Möbel im Kinderzimmer platzieren, sollten Sie sich über die Funktionen das Kinderzimmers im Klaren sein. Möchten Sie, dass das Kind hauptsächlich in seinem Zimmer spielt oder räumen sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter in der Stube eine Ecke frei? Soll der Nachwuchs die Möglichkeit haben, an einem Tischchen oder an einer Papierrolle an der Wand zu zeichnen? Braucht es eine Sitzecke, wo das Kind in aller Ruhe ein Büchlein anschauen kann? David Zbinden empfiehlt, diese Wunschliste zu Papier zu bringen. Später verteilt man den einzelnen Stichworten Prioritäten, die einem beim Einrichten und der Budgeteinteilung Orientierung bieten. Prüfen Sie auch, ob bereits vorhandenes Mobiliar diesen Funktions-Anforderungen standhält. Vielleicht merkt man, dass es sinnvoller ist, den oben erwähnten Stubenwagen ins Wohnzimmer statt ins Kinderzimmer zu stellen. Oder dass er zwar schön und mit vielen Erinnerungen verbunden ist, aber nicht von Nutzen, da das Kind im Beistellbettchen im Elternschlafzimmer schläft.
     
  • In der Einrichtung soll ein klarer «roter Faden» erkennbar sein. Dies erreicht man laut Zbinden, indem man die Möbel alle von der gleichen Serie kauft oder dass sich eine Farbe in kleinen Details immer widerspiegelt.
     
  • Die Beleuchtung spielt eine entscheidende Rolle, ob man sich in einem Raum wohl fühlt oder nicht. Im Kinderzimmer braucht es unter Umständen mehrere Lichtquellen: über dem Schreibtisch ein heller Spot und in der Kuschelecke ein warmes, gedämpftes Licht. In vielen Schweizer Wohnungen gibt es in den Schlafzimmern einen einzelnen Lampenanschluss in der Raummitte – dort, wo meist nichts darunter steht. Gerade wenn das Kind seine Hausaufgaben im Zimmer erledigen soll, ist dies ungünstig. Denn wie man den Schreibtisch auch stellt, macht sich das Kind so immer selbst Schatten. Zbindens Tipp: verteilen Sie das Licht! Ziehen Sie die Hauptlampe nach Möglichkeit mit einem Kabel über den Schreibtisch. Dunkle Ecken lassen sich mit einer Ständerlampe optisch freundlicher gestalten. Hier ist es praktisch, wenn das Zimmer über geschaltete Steckdosen verfügt.
     
  • Bringen Sie Farbe ins Zimmer! Eine farbige Wand hat laut David Zbinden einen grossen Einfluss auf die Raumwirkung. Laut Zbinden ist dies mit kleinem Budget die beste Möglichkeit, das Babyzimmer individuell zu gestalten. Aber Achtung, setzen Sie die Farben mit Bedacht ein: Einrichtungsprofis arbeiten in der Regel mit vier Farben pro Raum. Der Boden bildet eine Farbe, weisse Wände bereits eine zweite. Streicht man eine Wand mit einer Buntfarbe an, bildet sie die sogenannte Begleitfarbe. Die vierte und letzte Farbe sind die Farbakzente. In einem Kinderzimmer bilden meist die bunten Spielzeuge diese erfrischenden Farbtupfer. Der Profi empfiehlt zudem, auf grossen Flächen knallige Farben wie etwa ein intensives Rot oder ein knalliges Grün zu vermeiden. Diese Töne wirken «aufkratzend», besser eignen sich weiche Pastellfarben.
     
  • Schaffen Sie Inseln: Stellen Sie die Möbel im Kinderzimmer nach ihrer Funktion zusammen. So kann eine Insel beispielsweise dem Ankleiden und der Hygiene gewidmet sein. Dies bedeutet, dass Sie den Wickeltisch am besten mit dem Schrank oder der Kommode gruppieren. Der Insel-Effekt lässt sich verstärken, indem man beispielsweise das Tischchen und die Stühle mit einem farbigen Teppich unterlegt.

 

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