Wie Sie in einem dunklen Raum ein schönes Kinderzimmer einrichten

Die Kinderzimmer in Prospekten sind stets hübsch eingerichtet und versprühen viel Charme. Kein Wunder, denn die Räume sind stets hoch und lichtdurchflutet. Doch mit ein paar einfachen Tricks wird auch ein dunkles, kleines Kinderzimmer zum gemütlichen Wohlfühlort.

Wie Sie aus einem dunklen Raum ein schönes Kinderzimmer gestalten

Viel Licht und eine Linie bei den Deko-Objekten verfolgen: Das sind die Zutaten für ein gemütliches Kinderzimmer. (Bild: KatarzynaBialasiewicz/iStock, Thinkstock)

Ein Mädchen sitzt in ihrem Kinderzimmer und spielt. Das Kinderzimmer sieht ordentlich aus und es ist hübsch dekoriert. Das Bettchen steht so da, als wäre es eigens für dieses Kinderzimmer geschreinert worden, darüber baumelt eine Lichtergirlande, das Bücherregal schmiegt sich ans Bettchen an, ein Holzsessel steht dekorativ in einer Ecke und ein paar Pflanzen runden die Dekoration perfekt ab.

Das kleine Kinderzimmer soll eine Wohlfühloase werden

Kein Zweifel: Dieses Kinderzimmer wurde fürs Foto extra so hübsch hergerichtet. Doch viele Eltern kennen das Gefühl, dass die Kinderzimmer in den Katalogen und Hochglanz-Magazinen irgendwie immer gemütlicher aussehen als die im eigenen Haushalt. Und so sehr man sich auch mit hübschen Dekorationen bemüht, das Kinderzimmer ansprechend zu gestalten – das kleine Kinderzimmer will sich einfach nicht so recht in diese gemütliche Wohlfühloase verwandeln, die einem vorschwebt.

Das mag viele Ursachen haben, oft liegt es aber auch daran, dass die Räume der Prospekt-Fotos allesamt sehr hoch und lichtdurchflutet sind, während gerade bei älteren Häusern hier in der Schweiz die Räume oft knapp über zwei Meter Höhe aufweisen und die Wände häufig noch mit Holztäfer verkleidet sind.

Tipps vom Profi zum Kinderzimmer einrichten

Wie lässt sich also unter diesen Voraussetzungen ein schönes Jungen- oder Mädchenzimmer einrichten? Das sind die Tipps von Einrichtungsprofi David Zbinden:

 

Inneneinrichter David Zbinden

David Zbinden ist gelernter Innendekorateur und arbeitete danachunter anderem im 5-Sterne-Hotel Victoria Jungfrau in Interlaken als Inneneinrichter. 2011 schloss der 33-jährige Freiburger als Jahrgangsbester bei den eidgenössisch diplomierten Einrichtungsberater ab. Seit 2011 ist Zbinden selbständiger Einrichtungsberater.

1. Es werde Licht!

Licht ist in einem Raum ein wichtiger Wohlfühlfaktor. Achten Sie im Kinderzimmer darauf, dass das Licht weder zu grell, noch zu dunkel ist. Oft gewinnen niedrige Räume optisch an Tiefe, wenn man mit indirekten Lichtquellen arbeitet, etwa einer Stehleuchte (diese lassen sich auch gut an geschaltete Steckdosen anschliessen). Ein Problem ist vielfach, dass sich der Lampenanschluss in vielen Schweizer Wohnungen in der Raummitte befindet. Doch dort steht oft nichts, also ist die Lichtquelle am falschen Ort. Gerade, wenn das Kind einen Schreibtisch im Zimmer hat, macht es sich so selbst Schatten. Ziehen Sie deshalb die Lampe mit einem Kabel über den Schreibtisch.

2. Farben bringen Stimmung ins Kinderzimmer

Eine farbige Wand wirkt gleich viel lebendiger als eine rein weisse Fläche. Gut eignen sich fürs Kinderzimmer ruhige Farben in Pastelltönen. In der Regel sollte man nur eine Wand farbig streichen, nicht das komplette Kinderzimmer und nur in einer Farbe (maximal zwei, wenn es zwei sehr dezente Farben sind). Meist wirkt es am besten, wenn die Wand gegenüber der Fensterfront farbig ist. Extrem bunte Wand-Tattoos wirken oft sehr wild und unruhig. Ist ein Zimmer mit Täfer besetzt, sollte man dieses nach Möglichkeit entfernen und durch Gipsplatten ersetzen. Ist dies nicht möglich, empfiehlt es sich, das Täfer weiss anzustreichen.

3. Textilien strahlen Wärme aus

Obwohl Spannteppiche heute als unhygienisch und altmodisch verschrien sind, bringen sie optisch Wärme in einen Raum und es ist ein angenehmes Gefühl, auf ihnen zu gehen oder zu spielen. Wer Spannteppiche nicht mag, kann auch mit einem losen Teppich arbeiten. Dabei sollte der Teppich so gross sein, dass das Kind gut darauf spielen kann, ohne gleich am Teppichrand zu sein. Auch Kissen oder ein Baldachin aus Stoff wirken heimelig. Aber Achtung: Ein Baldachin oder ein Tipizelt verkleinern den Raum optisch. Sie sind in kleinen, niedrigen Räumen nicht empfehlenswert.

4. Ordnung ist die halbe Miete

Ein Raum, an dem alle Gegenstände ihren fixen Platz haben, wirkt viel gemütlicher, als wenn überall kleine Dinge rumstehen. Dies macht den Raum optisch unruhig und man hält sich weniger gern darin auf. Aus diesem Grund sind in Kinderzimmern Regale das A und O, am besten mit Boxen versehen, in denen man das Spielzeug ohne viel Aufwand verstauen kann.

5. Verfolgen Sie eine Linie

Damit aus dem Kinderzimmer optisch eine Einheit wird, ist ein roter Faden wichtig, der sich durch alles durchzieht. Falls möglich, sollte man aufeinander abgestimmte Möbel kaufen. Zudem sollte die Dekoration farblich zum Gesamtkonzept passen. Zu viele verschiedene Stile und viele grossflächige Deko-Elemente in unterschiedlichen Farben wirken rasch wild und ungemütlich.

Das Wichtigste beim Kinderzimmer einrichten ist für David Zbinden aber, dass man dem Kind das Gefühl gibt, dass dieser Raum ein Ort ist, wo es sich geborgen fühlen darf und wo es zu Hause ist.
 

HiPP

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