Baby auf Sendung: Babyfone im Vergleich

Ein Babyfon ist eine tolle Sache: Sie können ganz beruhigt im Wohnzimmer oder Garten sitzen in dem Wissen, dass sich der elektronische Babysitter melden wird, sobald Ihr Baby weint. Die Auswahl der verschiedenen Modelle von Babyfonen ist jedoch riesig. Wir geben Ihnen einen Überblick.

Mit Babyfon wissen Sie, dass Ihr Baby schläft, auch wenn Sie nicht im Zimmer sind.

Mit einem Babyfon können Sie immer hören, ob Ihr Baby noch schläft. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Stellen Sie sich einmal vor: Es ist ein lauer Sommerabend. Sie sitzen in Ihrem Garten und lassen bei einem Glas Wein den Tag ausklingen. Ihr Baby schläft in seinem Zimmer. Sie wissen das nicht etwa, weil Sie alle fünf Minuten aufspringen um nach Ihrem Baby zu schauen, sondern weil vor Ihnen ein Babyfon steht, das Ihnen verrät, wenn Ihr Baby weint. Schön, oder? Kein Wunder, dass sich viele Eltern heute für den Kauf eines Babyfons (auch Babyphon) entscheiden. Die Auswahl an verschiedenen Modellen ist jedoch riesig. Und wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual.

Verschiedene Babyfon-Modelle

Allen Babyfonen gemein ist, dass im Babyzimmer ein Sender steht, der Signale vom Baby an den Empfänger schickt, der sich bei den Eltern (oder Aufsichtspersonen) befindet. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf.

Grundsätzlich teilt man Babyfone in drei Gruppen: Bei analogen Babyfonen wird der Stromkreis des Hauses zur Übertragung benutzt. Heute sehr verbreitet sind Funkmodelle, welche eine grössere Reichweite haben. Eine weitere Möglichkeit sind Babyfone, die das Telefonfestnetz benutzen.

Daneben gibt es eine ganze Flut an Extrafunktionen. Manche Babyfone haben eine Videokamera, mit der Sie Ihr Baby nicht nur hören, sondern auch sehen können. Wieder andere enthalten eine Gegensprechfunktion, mit der Sie Ihr Kleines über das Babyfon beruhigen können. Bei vielen Geräten hören Sie am Empfangsgerät nicht nur, ob Ihr Baby weint, sondern es wird auch optisch dargestellt, so dass Sie das Gerät leise stellen können und trotzdem aufmerksam werden, wenn sich im Kinderzimmer etwas tut. Ist Ihnen extra Schutz vor dem plötzlichen Kindstod besonders wichtig, könnte eine Sensormatte Beruhigung schaffen, die misst, ob Ihr Baby noch atmet. Auch ein Temperatursensor, der Ihnen verrät, wenn es für Ihr Baby zu warm wird, kann hilfreich sein. Manche Babyfone zeigen Ihnen an, wenn Sie sich nicht mehr in Reichweite des  Senders befinden. Zu weiteren Extras bei manchen Modellen gehören ausserdem das Spielen von Schlafliedern, ein Rauchmelder oder ein Schlummerlicht im Babyzimmer.

Vor dem Kauf eines Babyfones sollten Sie sich deshalb darüber klar werden, was für Sie wichtig ist und worauf Sie eher verzichten können. Je mehr Extras Ihr Babyfon hat, umso teurer ist es natürlich in den meisten Fällen. Die Preise beginnen schon bei rund 30 Franken, besonders aufwendige Modelle können über 300 Franken kosten.

Achtung Strahlung: Babyfone im Test

Bei der Auswahl Ihres perfekten Babyfons sollten Sie neben Funktionalität und Bedienungsfreundlichkeit die Strahlenbelastung für Ihr Baby nicht ausser Acht lassen. 2011 haben in Deutschland sowohl die Stiftung Warentest als auch Ökotest verschieden Babyfone untersucht. Die Untersuchung von Ökotest, die besonders auf die Strahlenmessung achtete, bewertete fast die Hälfte der untersuchten Geräte mit ungenügend oder mangelhaft – aufgrund der zu hohen Strahlung. Es empfiehlt sich daher, die verschiedenen Testergebnisse vor dem Kauf des Babyfons zu lesen.

In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass das Babyfon mindestens 1,50 Meter von Ihrem Baby entfernt ist, sodass die Strahlung möglichst gering ist.

Das Smartphone als Babyfon

Neben dem klassischen Babyfon gibt es mittlerweile auch schon Babyfon-Apps sowohl für das iPhone als auch andere Android-Telefone. Dabei wird das Mobiltelefon mit der eingerichteten App ins Babyzimmer gelegt. Sobald es im Kinderzimmer laut wird, wird ein anderes Telefon angerufen. Theoretisch ist deshalb natürlich eine grosse Reichweite des Babyfons gegeben. Da eine Babyfon-App nur ein paar Franken kostet, ist es eine sehr preiswerte Alternative zum klassischen Babyfon.

Trügerische Sicherheit: Babyfone sind kein Babysitter

Babyfone gehören heute meist zur Erstausstattung eines Babys dazu. Doch bei aller Beruhigung, die sie verschaffen, sollte man nicht vergessen, dass Babyfone kein Babysitterersatz sind. Wie alle technischen Geräte sind sie nicht frei von Störungen und Fehlern. Auch wenn Sie theoretisch mit Ihrem Babyfon in der Kneipe um die Ecke sitzen könnten, sollten Sie das in der Praxis natürlich nicht wirklich tun.

Auf der anderen Seite kann ein übertriebener Einsatz von Babyfonen dazu führen, dass junge Eltern auf jedes Geräusch ihres Babys reagieren und damit dem Kind nicht die Gelegenheit geben zu lernen, sich selbst zu beruhigen – was für das Durchschlafen aber sehr wichtig ist. Also machen Sie sich nicht zu einem Sklaven Ihres Babyfons, sondern geniessen Sie lieber das Glas Rotwein im Garten!

Zum Weiterlesen: Babyfone im Test

Die Ergebnisse des Öko-Tests von 2011 finden sich hier.

Der Bericht der Stiftung Warentest zu Babfonen findet sich hier.

Mehr zum Test der Stiftung Warentest zum Babyfon-App können Sie hier lesen.

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