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Stubenwagen oder Beistellbett? Worauf Sie beim Babybett achten sollten

Das Babybett gehört zur Grundausstattung des Kinderzimmers. Die Auswahl ist riesig: Neben dem klassischen Gitterbett gibt es auch den Stubenwagen, die Babywiege und das Bestellbett. Worauf kommt es beim Kauf vom Babybett wirklich an? Wir haben die wichtigsten Informationen zum Babybett für Sie zusammengestellt.

Im Babybett wird Ihr Baby viele Stunden verbringen.

Im eigenen Bettchen erwarten den Nachwuchs süsse Träume. Bild: Getty Images, Andrey Sayfutdinov

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Wichtigste am Babybett ist die Sicherheit. Bei Betten mit Sprossen gilt: sechs bis sieben Zentimeter Abstand zwischen den Sprossen sind optimal. Mehr dazu.
  • Auch die Ausstattung im Babybett spielt eine wichtige Rolle. Experten und Expertinnen raten wegen niedriger Erstickungsgefahr zum Schlafsack. Mehr Infos.
  • Stubenwagen kann ins Nebenzimmer gerollt werden, die Babywiege wiegt Kinder in den Schlaf und das Beistellbett spart Platz. Welche Vor- und Nachteile der alternativen Schlafplätze Sie kennen müssen. Mehr.
  • Viele Eltern lassen das Baby bei sich im Bett schlafen, weil so das Kind direkt beruhigt werden kann. Doch Experten und Expertinnen raten davon ab. Was Sie darüber wissen sollten.

Das Babybett ist ein wichtiger Bestandteil der Erstausstattung im Kinderzimmer. Schliesslich wird Ihr Säugling während der ersten Lebensmonate den überwiegenden Teil des Tages schlafend verbringen. Ein paar Fragen sollten Sie vor dem Kauf klären. Soll es zum Beispiel ein neues Bett sein oder eher Secondhand? Ein Bett, dass sich später noch zum Kinderbett umbauen lässt? Klassisch verspielt oder lieber schlicht und funktional? Egal, wofür Sie sich entscheiden, wir verraten worauf es sonst noch beim Babybett ankommt.

Gut gebettet: Wie das Babybett sicher wird

Am wichtigsten bei der Wahl Ihres Babybetts ist die Sicherheit. Worauf Sie dabei achten können und wie das Babybett zum sicheren Ort für Ihren Nachwuchs wird.

1 Auf den Sprossenabstand achten

Achten Sie auf den Sprossenabstand beim Babybett. Mehr als sechs bis sieben Zentimeter sollten die Sprossen nicht voneinander entfernt sein, da sonst die Gefahr besteht, dass das Babyköpfchen zwischen den Gitterstäben stecken bleibt. Zu gering darf der Abstand allerdings auch nicht sein, denn sonst besteht Verletzungsgefahr, wenn ein Arm oder Bein zwischen die Stäbe gerät.

2 Zertifiziert: Ist das Babybett auf Sicherheit geprüft?

Viele sichere Babybetten sind zertifiziert und geprüft. Achten Sie beim Kauf eines Babybetts auf das DIN- beziehungsweise TÜV-Zeichen oder ein GS-Zertifikat für geprüfte Sicherheit. Bei diesen Betten können Sie davon ausgehen, dass Ihr Baby sicher darin aufgehoben ist.

3 Babybett prüfen: Schrauben nachziehen

Für die Sicherheit im Babybett ist es wichtig, dass alle Schrauben festgezogen sind und der Lattenrost stabil ist, sodass sich Ihr Baby nicht verletzen kann. Wiederholen Sie den Vorgang alle paar Monate, damit Ihr Baby sicher ist.

4 Höhenverstellbare Babybetten sicher machen

Bei manchen Babybetten kann man die Höhe des Bodens verstellen. Das Praktische daran: Sie müssen sich mit Ihrem Baby auf diese Weise nicht so weit nach unten beugen. In der höchsten Stellung sollten aber immer noch 30 Zentimeter zwischen Boden und oberem Ende des Bettes sein, damit sich Ihr Baby nicht herausrollen kann. Sobald sich Ihr Kleines selbst hochziehen kann, muss der Boden nach unten gestellt werden, sodass Ihr Kind nicht herausfällt.

Ausstattung im Babybett: Babymatratze & Co.

Zum Babybett gehört mehr als das Gestell dazu. Damit das Kind gut gebettet ist, brauchen Sie ein Babynestchen oder eine Matratze. Was dabei wichtig zu beachten ist.

Die richtige Babymatratze für das Babybett

Wichtig für einen sicheren und guten Schlaf ist nicht nur das Babybett selbst, sondern auch, was sich darin befindet. Die Matratze sollte ganz genau in das Bettchen passen. Zwischen Bettrahmen und Babymatratze darf es keine Lücke geben. Schon wenn Sie zwei Finger zwischen Rahmen und Matratze stecken können, ist der Abstand zu gross, da die Matratze so nicht sicher befestigt ist.

Babyschlafsack, Decke und Kissen oder Schaffell?

Im Schlafsack ist Ihr Baby am sichersten aufgehoben. Aus Angst vor Überwärmung oder Erstickung raten Experten udn Expertinnen heute von Schaffellen im Babybett ab. Das Gleiche gilt für Kopfkissen und Zudecke. Sie sollten unbedingt darauf achten, dass das Bettlaken sicher befestigt ist und nicht von Ihrem Baby herausgezogen werden kann. 

Sind Kinder im Babynest sicher?

Von Babynestern raten Experten und Expertinnen ab, weil sie im Babybett nicht immer sicher sind. Wenn der Kopf des Kindes zwischen das Nest und die Gitterstäbe gerät, besteht Erstickungsgefahr. Falls Sie sich doch für ein Nestchen im Babybett entscheiden, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass es an mehreren Stellen sicher und fest angebracht ist und sich Ihr Baby nicht darunter verfangen kann. 

Alternativen zum Babybett

Neben einem üblichen Babybett gibt es auch noch andere Alternativen für die erste Schlafstätte Ihres Babys. Gerade Neugeborene können in einem grossen Gitterbett verloren wirken und finden ein kleineres Bett angenehmer. Schliesslich sind sie die wohlige Enge aus dem Mutterleib noch gewöhnt. Stubenwagen, Babywiege oder auch das Beistellbett sind alles gute Alternativen für die ersten Wochen daheim.

In den Schlaf schaukeln: Babywiege

Es gibt zwei verschiedene Arten von Babywiegen. Die klassische Wiege und die Pendelwiege. Bei der klassischen Federwiege bewegt sich Ihr Kind auf den Kufen hin und her, bei der Pendelwiege bewegt sich nur der Schlafkasten. Die Babywiegen sind etwa 45-65 cm breit, 85-102 cm lang und 76-82 cm hoch.

Vorteile der Babywiege: Ihr Kind lässt sich in den Schlaf schaukeln. Pendlerwiegen haben oft Rollen an den Beinen und lassen sich so herumschieben.

Nachteile der Babywiege: Je nach Entwicklung kann die Babywiege schon nach vier Monaten herauswachsen. Stosst das Baby nachts an die Seitenwände, kann das den Schlaf negativ beeinflussen. Ausserdem können die Anschaffungskosten hoch sein. Sie können den Wagen etwa sechs Monate nutzen, bis das Kind selbstständig sitzen kann.

Retro-chic: Der Stubenwagen

Der Stubenwagen feiert gerade sein Comeback. Schliesslich sorgt er nicht nur für ein hübsches Interieur, sondern ist gleichzeitig praktisch und bequem. Ein Stubenwagen ist ca 30-66 cm breit, 63-94 cm lang und 55-77 cm hoch.

Vorteile vom Stubenwagen: Die Rollen machen den Stubenwagen mobil und nehmen relativ wenig Platz in Anspruch.

Nachteile vom Stubenwagen: Die kurze Nutzungsdauer spricht gegen den Stubenwagen. Eltern sollten sich gut überlegen, ob sich die Investition in den Stubenwagen lohnt, wenn das Kind nur sechs Monate hinein passt.

Stets in der Nähe der Eltern: Das Beistellbett

Eine Variante des Babybettes ist das Beistellbett, das direkt neben dem Bett der Eltern steht und auf einer Seite offen ist. Das macht nächtliches Stillen einfacher, da Mamas nicht aufstehen müssen, wenn das Baby gefüttert werden möchte. Gerade für die ersten Monate sind Beistellbetten daher eine praktische Alternative zum klassischen Gitterbettchen. Je nach Hersteller sind Beistellbetten 43-48 cm breit, 85-99 cm lang und etwa 80 cm hoch.

Vorteile von Beistellbetten: Manche Beistellbetten können danach zum Babybett umgebaut werden. Beistellbetten nehmen wenig Platz in Anspruch, weil sie nicht frei im Raum stehen.

Nachteile von Beistellbetten: Ähnlich wie Stubenwagen, Babywiege und Babyhängematte sind die Beistellbetten nur für ein paar Monate gedacht. Denn sobald Babys sitzen können, besteht die Gefahr, dass sie aus dem Beistellbett herausfallen.

Elternbett statt Babybett?

Viele Eltern haben ihr Baby am Anfang lieber im Elternbett. Das macht das Stillen einfacher und lange Schreiattacken können vermieden werden. Dafür spricht also, dass es weniger unruhige Nächte gibt. Soll das Kind irgendwann alleine schlafen, ist eine mühsame Umgewöhnungsphase vorprogrammiert. Am sichersten ist es, wenn Ihr Baby in den ersten Monaten zwar im Elternschlafzimmer, aber in seinem eigenen Bett schläft.

Mehr zum Thema Kinderausstattung gibt es auch in diesem Dossier.