Drehen: So kommt Ihr Baby vom Rücken auf den Bauch

Für Ihr Baby ist es ein grosser Moment, wenn es damit anfängt, sich vom Bauch auf den Rücken zu drehen. Schliesslich ist das Herumdrehen der erste Schritt in Richtung eigene Mobilität. Als Eltern müssen Sie nun ganz besonders darauf achten, dass Ihr Kind immer sicher liegt.

Kann sich Ihr Baby erst drehen, ist bald nichts mehr vor ihm sicher.

Kann sich Ihr Baby erst drehen, müssen Sie es immer im Auge behalten, denn ab jetzt ist es mobil. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Wenn Ihr Baby gerade geboren ist, benötigt es Ihre Hilfe bei allen Dingen. Jeder kleinere und grössere Entwicklungsschritt führt es jedoch immer mehr in die Selbstständigkeit, bis Ihr Kind eines Tages nicht mehr auf Sie angewiesen ist. Schon im ersten Lebensjahr macht Ihr Baby eine riesige Verwandlung vom hilflosen Neugeborenen zum willensstarken Kleinkind durch.

Das selbstständige Drehen ist einer dieser Entwicklungsschritte, die Ihr Baby im ersten Lebensjahr machen wird und die Ihrem Kind die Erfahrung von mehr Unabhängigkeit schenkt. Denn mit dem Herumdrehen kann sich Ihr Baby zum ersten Mal in seinem Leben allein fortbewegen. Und auch wenn es mit dem blossen Drehen zunächst noch nicht weit kommt, ist es ein wichtiges Zwischenstadium zum Rollen, Robben, Krabbeln und später Laufen.

So klappt das Drehen

Voraussetzung für das Drehen ist es, dass Ihr Baby den Kopf selbst halten kann. Es ist leichter, sich vom Bauch auf den Rücken zu drehen. Deshalb schaffen es die meisten Babys zunächst, sich aus der Bauchlage auf den Rücken zu rollen. Wahrscheinlich übt Ihr Baby das Drehen zunächst, indem es sich in die Seitenlage begibt. Irgendwann wird es dann eine ganze Drehung vom Bauch auf den Rücken schaffen. Oder auch vom Rücken auf den Bauch, denn manche Babys können dies zuerst. In welche Richtung auch immer: Oft passiert die erste Drehung eher zufällig, weil sich Ihr Baby beispielsweise besonders angestrengt nach einem Spielzeug streckt.

Nicht selten jagt die ungeplante Bewegung dem Kind zunächst einen gehörigen Schrecken ein. Auch die Eltern sind oft nicht darauf vorbereitet, dass sich das Baby von einem Moment auf den anderen um sich selbst dreht.  Schliesslich waren Sie es in den ersten Lebensmonaten gewöhnt, dass Sie Ihr Baby an einen Ort legen konnten und genau wussten, dass es dort bleibt. Wenn sich Ihr Kleines erst herumdrehen kann, ist dies nun nicht mehr der Fall und Sie müssen jetzt darauf achten, dass es nicht zu Unfällen kommt, indem sich Ihr Baby beispielsweise vom Wickeltisch rollt.

Ab wann sich Babys drehen

Da das Drehen vom Bauch auf den Rücken weniger Muskeln benötigt, schaffen dies manche Babys schon mit drei bis vier Monaten. Die meisten Babys sind zwischen fünf und sieben Monaten in der Lage, sich entweder vom Bauch auf den Rücken oder vom Rücken auf den Bauch (oder natürlich in beide Richtungen) zu drehen.

Zunächst wird sich Ihr Baby wahrscheinlich nur in eine Richtung drehen und dann Probleme haben, sich wieder in die Ausgangslage zu drehen. Mit ein bisschen Übung klappt es allerdings bald immer besser in beide Richtungen. Manche Babys werden sogar richtige Meister darin, sich durchs ganze Zimmer zu rollen und genau dahin zu gelangen, wo sie möchten.

Manche Kinder drehen sich übrigens nie wirklich, sondern beginnen gleich mit dem Sitzen oder Krabbeln. Sorgen müssen Sie sich deshalb keine machen. Ist Ihr Baby allerdings mit rund sechs Monaten noch nicht in der Lage, seinen Kopf in Bauchlage selbst zu halten, dann sollten Sie das bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Kinderarzt ansprechen.

Kann man das Drehen üben?

Nein, Sie müssen mit Ihrem Baby das Drehen nicht üben, indem Sie sich beispielsweise selbst auf dem Boden rollen, aber Sie können es durchaus beim Erlernen dieses wichtigen Entwicklungsschrittes unterstützen. Geben Sie Ihrem Kleinen genügend Gelegenheit, das Drehen selbst üben zu können, indem es oft auf einer Krabbeldecke liegt. Besonders die Bauchlage trainiert die Muskeln, die Ihr Kind für das Herumrollen benötigt.

Sehr motivierend kann es auch sein, wenn Sie Ihrem Baby Spielsachen so hinhalten, dass es diese nur erreichen kann, wenn es sich dreht. Ausserdem ist es wichtig, dass Sie Ihr Baby ausgiebig loben, wenn es sich denn tatsächlich gedreht hat. Dies gilt ganz besonders, wenn sich Ihr Kleines über das Rollen erschreckt hat. Wenn es Ihre Freude merkt, wird es nicht lange dauern, bis es sich ganz bewusst wieder drehen möchte.

Es ist für Eltern mitunter mühevoll mitanzusehen, wie sich ihr Kind müht und anstrengt, um sich umzudrehen, aber auch wenn es schwer fällt: Nehmen Sie Ihrem Baby das Erfolgserlebnis, sich selbst gedreht zu haben, nicht, indem Sie Ihrem Kleinen einen kleinen Schubs geben. Wie bei allen Entwicklungsphasen wird es Ihr Baby selbst schaffen, wenn es soweit ist. Zu viel Hilfe von Ihrer Seite kann einen gegenteiligen Effekt bewirken.

Was ist, wenn sich das Baby im Schlaf dreht?

Als Vorbeugungsmassnahme gegen den plötzlichen Kindstod wird immer wieder gemahnt, dass Babys auf dem Rücken schlafen sollen. Wenn sich das Baby zu drehen beginnt, machen sich viele Eltern Sorgen, dass sich das Baby auch in der Nacht dreht und somit ein erhöhtes Erstickungsrisiko besteht. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. rät deshalb, dass Eltern mit ihrem Kind schon ab dem dritten Monat im Wachzustand die Bauchlage trainieren sollen, damit das Baby später auch im Schlaf stark genug ist, die Atemwege in der Bauchlage geöffnet zu halten.

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