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Die Entwicklung von Babys fördern: Meilensteine und Spielideen

Die kleine Marie tapst schon sicher auf ihren kleinen Beinchen durch die Welt, während sich der gleichaltrige Philipp krabbelnd fortbewegt. Die Entwicklung von Kindern verläuft unterschiedlich, dennoch kannst du dein Kind mit Spiel und Spass beim Krabbeln, Sprechen und Laufenlernen unterstützen. Hier findest du für jede Altersstufe die typischen Schritte, passende Spielideen – und die Zeitfenster, in denen ein Kind sie erreicht.

Entwicklung beim Baby fördern
Mit einem halben Jahr erkunden Babys ihr Spielzeug, indem sie es in den Mund stecken. Foto: iStock, Thinkstock

«Ermuntern Sie Ihren Liebling dabei, sein Können zu vervollständigen, aber vermeiden Sie Übungsprogramme, die Ihr Kind überfordern. Ihr Kind weiss am besten, was in der jeweiligen Entwicklungsphase dran ist», raten die Autorinnen Marianne Austermann und Gesa Wohlleben in ihrem Buch «Zehn kleine Krabbelfinger auf Entdeckungsreise – Mein erstes Jahr auf dieser Welt». Die hier angegebenen Entwicklungsschritte sind Anhaltspunkte. Wenn dein Kind noch nicht so weit ist, lass ihm die nötige Zeit.

Meilensteine sind Zeitfenster, keine Termine

Wie stark sich gesunde Kinder unterscheiden, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer internationalen Studie ausgemessen. Zwischen dem 1. und dem 99. Perzentil – also bei 98 von 100 gesunden Kindern – liegen diese Zeitfenster [1]:

  • Frei sitzen: 3,8 bis 9,2 Monate (Mittelwert 6,0 Monate)
  • Auf Händen und Knien krabbeln: 5,2 bis 13,5 Monate
  • Frei laufen: 8,2 bis 17,6 Monate

Ein Kind, das mit einem Jahr noch nicht läuft, ist also nicht spät dran. Damit trotzdem niemand etwas übersieht, sind in der Schweiz Vorsorgeuntersuchungen in der 1. Woche und im 1., 2., 4., 6., 9., 12., 18. und 24. Lebensmonat vorgesehen [2]. Nimm diese Termine auch dann wahr, wenn sich dein Kind prächtig entwickelt – und geh dazwischen zur Kinderärztin, wenn du dir Sorgen machst. Deine Beobachtung ist der wichtigste Hinweis, den eine Fachperson bekommt.

Entwicklung des Babys im Alter von 6 Monaten

  • Das Baby nimmt Spielzeug von einer Hand in die andere [2].
  • Es interessiert sich für Spielzeug und greift danach.
  • Sein Interesse am Umfeld wächst, es wendet den Kopf, wenn es Geräusche hört [2].
  • Das Baby entdeckt seinen eigenen Körper als Spielzeug und spielt mit grosser Freude mit den Füssen.
  • Es erkennt bekannte Gesichter.
  • Gegenstände werden in den Mund gesteckt und so erkundet.
  • Es bildet erste Lalllaute mit Konsonanten [2].

Alles wandert jetzt in den Mund: Erstickungsgefahr

Sobald dein Baby greift und alles zum Mund führt, gilt die Faustregel der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU: Weg mit allem, was kleiner ist als ein Pingpongball oder als der Durchmesser einer WC-Rolle. Auch Spielzeug soll keine verschluckbaren Kleinteile enthalten [3]. Das ist besonders wichtig, wenn dein Kind später den Pinzettengriff entwickelt und selbst kleinste Krümel vom Boden aufliest.

So förderst du dein Baby mit 6 Monaten

Das Kuckuck-Spiel: Leg deinem Baby ein Tuch oder eine Stoffwindel über den Kopf, zieh das Tuch weg und ruf im gleichen Augenblick «Kuckuck». Dieses Spiel ist wegen des Überraschungsmomentes, der Spannung und natürlich, weil die geliebte Mami oder der geliebte Papi wieder auftaucht, so angesagt. Verlass den Raum und streck plötzlich den Kopf durch die Tür. Dein Kind wird dich glucksend vor Lachen empfangen.

Verschiedene Finger- und Reimspiele unterstützen die Eltern-Kind-Bindung und fördern die Sprachentwicklung: Sehr beliebt ist das Reimspiel «Häschen in der Grube». Setz dein Kind auf den Schoss, nimm es in den Arm, als ob du es wiegen würdest. Streich ihm mehrmals über den Kopf und lass das «Häschen» einige Male auf dem Schoss hopsen.

Häschen in der Grube
sass und schlief, sass und schlief,
armes Häschen, bist du krank,
dass du nicht mehr hüpfen kannst,
Häschen hüpf, Häschen hüpf,
Häschen hüpf.

Das Sitzen lernen die meisten Babys mit 9 Monaten.

Die meisten Babys sitzen mit etwa 6 Monaten frei, manche gesunde Kinder erst mit 9. Foto: ©iStockphoto.com/isabelle Limbach

Entwicklung mit 9 Monaten: Sitzen, Krabbeln, erste Silben

  • Bei der 9-Monats-Kontrolle schaut die Kinderärztin unter anderem, ob dein Kind mit gutem Gleichgewicht sitzt und sich irgendwie fortbewegen kann [2]. Frei sitzen lernen gesunde Kinder zwischen 3,8 und 9,2 Monaten [1] – wie das aussieht, beschreiben wir im Beitrag Sitzen lernen.
  • Das Baby hat nun intensive Vorarbeit geleistet. Diese separat erlernten Fähigkeiten spielen nun zusammen – es kann loslegen mit Krabbeln. Das Baby kann seine Umwelt auf eigene Faust erkunden, sein Aktionsradius erweitert sich enorm.
  • Auch das Krabbeln verläuft individuell: Manche Kinder robben, rollen oder rutschen auf dem Po durch die Wohnung, andere überspringen diesen Schritt ganz. Das Zeitfenster fürs Krabbeln auf Händen und Knien ist mit 5,2 bis 13,5 Monaten das breiteste überhaupt [1].
  • Es entwickelt den Pinzettengriff, bei dem Zeigefinger und Daumen zusammengehen, und kann kleine Dinge vom Boden oder aus Gefässen fassen. In der Schweizer Vorsorge-Checkliste steht dieser Punkt bei der 12-Monats-Kontrolle [2] – etwas später ist also völlig normal.
  • Auch in der Sprachentwicklung tut sich was: Vielleicht kann es schon zwei gleiche Silben sprechen? Mama oder Papa? Solche Lallketten gehören zu den Punkten, die bei der 9-Monats-Untersuchung beurteilt werden [2].

Wenn dein Baby auffällig still ist

Manche Babys plappern von morgens bis abends vor sich hin, andere sind zurückhaltender – die Bandbreite ist gross. Ein Kind, das insgesamt sehr wenig Laute von sich gibt, gehört aber angeschaut: Eine geringe Anzahl an Vokalisationen in der Lallphase zählt zu den Risikofaktoren für eine spätere Sprachentwicklungsstörung, die Fachleute des Universitäts-Kinderspitals Zürich für die kinderärztliche Praxis zusammengestellt haben [4]. Sprich es bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung an. Geprüft wird dann zuerst das Gehör – Ohren und Gehör stehen bei jeder dieser Kontrollen ohnehin auf der Liste [2].

So förderst du dein Baby mit 9 Monaten

Der innigste Wunsch des Kindes ist das Vorwärtskommen, um seine Hilflosigkeit abzuschütteln. Wenn es mit der Fortbewegung noch nicht wie gewünscht klappen mag, mach ihm Mut. Setz dich vor die Babydecke und fordere dein Kind auf herzukommen. Halt ihm sein Lieblingsspielzeug hin. Als Motivationsschub eignet sich ein tolles Spiel: Setz dich auf den Boden und klopf mit einem Kochlöffel auf einen Kochtopf. Natürlich möchte dein Kind sofort zu dir, um auch Radau zu machen.

Eine wichtige Unterstützung sind Lob und Zuspruch. Das kann ein aufmunterndes Lachen, in die Hände klatschen, ein Kuss oder ein «toll gemacht» sein.

Besonders schön ist es für das Kind, wenn du nicht immer nur von oben herab mit ihm sprichst, sondern dich auf den Boden setzt, um gemeinsam zu spielen. Spiele, die das Krabbeln fördern, sind:

  • Versteck das Lieblingstier deines Kindes in Sichtweite und fordere es auf zu suchen.
  • Krabbelt gemeinsam um die Wette.
  • Bau einen Parcours auf: Das Kind kann unter einem Stuhl durchkriechen, über das dicke Kissen robben oder über raschelnde Zeitungen krabbeln.

Weitere Ideen für diese Altersstufe findest du in unserer Sammlung einfacher Babyspiele von 7 bis 12 Monaten.

Jetzt die Wohnung sichern

Mit dem Bewegungsradius wachsen die Gefahren – Unfallverhütung ist bei der 9-Monats-Kontrolle ein eigener Beratungspunkt [2]. Die BFU empfiehlt konkret: bei Treppen unten und oben ein Treppenschutzgitter anbringen, Regale und Flachbildfernseher an der Wand festschrauben und keinen Babywalker («Gehfrei») verwenden – Kinder können damit stürzen oder gefährlichere Dinge aus grösserer Höhe erreichen, und sie lernen dadurch auch nicht schneller laufen [3]. Ein Wagen zum Schieben, den das Kind selbst in der Hand hat, ist etwas anderes als ein Gehfrei, in dem es sitzt.

Das Laufen lernen Babys meist mit 1 Jahr.

Rund um den ersten Geburtstag lernen viele Babys das Laufen – das Zeitfenster ist aber weit. Foto: ©iStockphoto.com/isabelle Limbach

Entwicklung mit 12 Monaten: Forschen und erste Wörter

  • Das Baby lernt durch Ausprobieren seine Umwelt kennen: Wenn ich meine Tasse auf den Stuhlrand stelle, fällt sie hinunter. Wenn ich an der Tischdecke ziehe, fällt ganz viel auf den Boden. Wenn ich Cornflakes auf den Boden leere und darauf sitze, werden diese klein und machen lustige Geräusche.
  • Das Kind will forschen: Was verbirgt sich im Kleiderschrank? Wie viele Kuscheltiere passen in die Backform? Was ist unter dem Bett?
  • Die Verständigung zwischen euch wird von Tag zu Tag besser. Bei der 12-Monats-Kontrolle gehören einzelne Wörter, die Reaktion auf die Frage «Wo ist Mama?» und das Nachahmen von Mimik, Gesten und Sprachlauten zu den beurteilten Punkten [2].
  • Das Kind nimmt Gegenstände in die Hand und gibt sie dir weiter – oder nimmt etwas an. Auch wenn dieses Spiel für Erwachsene langweilig ist: Zeig ihm das nicht. Geben-Nehmen-Spiele sind für die Entwicklung sehr wichtig.
  • Wann Kinder laufen lernen, ist sehr unterschiedlich: Das Zeitfenster fürs freie Laufen reicht von 8,2 bis 17,6 Monaten [1]. Ein kleiner Puppenwagen oder ein anderes Gefährt zum Schieben kann dein Kind dabei unterstützen.

So förderst du dein Kind mit 12 Monaten

Dein Kind braucht keinen Erwachsenen, der alles an seiner Stelle erforscht – sondern Mama und Papa, die kurzerhand eingreifen, wenn es frustriert wird, weil der Turm aus Bauklötzen einfach nicht stehen bleiben will.

Beobachte sensibel, was der kleine Kerl so macht. Vielleicht bedeutet den Stuhl an den Tisch schieben: Ich habe Hunger.

Ausserdem ist es wichtig, so oft wie möglich alltägliche Handlungsabläufe zu erklären. So begreift das Kind die Welt – geistig und sprachlich: Ich giesse die Blumen, weil sie Durst haben. Ich backe einen Kuchen, weil später das Grossi kommt.

Bilderbücher sind nun sehr in. Das Kind kaut darauf herum, blättert, entdeckt etwas oder wirft sie durch die Gegend. In dieser Zeit kannst du damit beginnen, vor dem Zubettgehen ein Buch anzuschauen. Das beruhigt und ist ein schönes Ritual für die Zukunft.

Mit 18 Monaten entdecken Babys die Umwelt.

Mit 18 Monaten erobern Kinder die Welt. Foto: ©iStockphoto.com/isabelle Limbach

Entwicklung mit 18 Monaten: Nein sagen und Grenzen spüren

Die Basics sind nun geschafft: Sitzen, Krabbeln und Laufen. An das Erlernen von körperlichen Funktionen treten nun soziale Fähigkeiten, die verinnerlicht werden müssen. Den anderen Kindern im Sandkasten ein Förmchen abgeben. Begreifen, dass andere Menschen auch einen Willen haben: dass die Mutter partout nicht spielen will oder die Schokolade an der Supermarktkasse immer wieder zurücklegt. Das ist für das Kind teilweise schwer zu verstehen und wird prompt mit einem Wutanfall quittiert – der Beginn dessen, was viele Eltern als Trotzphase kennen. Auch du lernst in dieser Zeit dazu: Dein Baby ist nun kein Baby mehr, sondern ein eigenständiges Wesen, das nicht immer nach Herzenslust auf den Arm genommen werden kann.

Das Wort Nein ist sehr wichtig – für dich und für dein Kind. Mit einem Nein beginnt die Erziehung: Nein, du bekommst keine Schokolade! Nein, die Ordner von Mama dürfen nicht ausgeräumt werden! Aber auch das Kind sendet Signale, indem es das Gesicht verzieht oder sich auf dem Arm windet, wenn es etwas nicht möchte. Das solltest du akzeptieren.

Wichtig ist, dass dein Kind auch Bezugspersonen ausser den Eltern hat. So lernt es, anderen zu vertrauen, und wird eher ein kommunikatives, offenes Wesen. Besuche bei den Grosseltern oder eine Spielgruppe sind Möglichkeiten, das zu unterstützen.

Reg das Erinnerungsvermögen deines Kindes an: Hol der Mama ein Handtuch. Schau mal, ob die Katze im Körbchen liegt.

Das Kind kann nun alleine laufen, Treppen erklimmen, mit dem Löffel essen und aus einer Tasse trinken. Sprachlich rechnet die Schweizer Vorsorge-Checkliste bei 18 Monaten mit 10 bis 20 Wörtern, teilweise Lautmalereien [2].

So förderst du dein Kind mit 18 Monaten

Andere Kinder werden jetzt besonders interessant. Biete deinem Nachwuchs die Möglichkeit, mit anderen Kindern in Kontakt zu treten. Das kann im Park, auf dem Spielplatz oder im Babybecken des Hallenbades sein – oder in einem Baby- oder Kleinkinderkurs.

Der eigene Garten ist natürlich ein toller Platz zum Spielen. Aber wenn ein Kind immer nur die Rutsche, die Schaukel und den Sandkasten für sich alleine hat, wird es sich im Kindergarten schwertun, wenn die Spielsachen mit anderen geteilt werden müssen.

Die Spieldecke hat ausgedient, das Kind erobert nun seine Umwelt. An manchen Tagen wird es vor Energie überströmen; bevor du es zur Ruhe anhältst, sollte es sich austoben können. Spielt Fangen, tanzt gemeinsam zu Kindermusik oder schiesst einen Ball durch die Gegend. Dein Kind wird sich danach ausgepowert und glücklich auf deinen Schoss fallen lassen.

Ein Kind mit 18 Monaten möchte die Welt erobern. Wichtig sind dabei Eltern, die es dazu ermuntern und bestärken – die ihm zutrauen, allein über das Mäuerchen zu klettern oder mit dem Bobby Car den Hof auf und ab zu fahren. Mit Lob und Zuspruch legst du eine gute Basis für ein gesundes Selbstbewusstsein.

Kinder sind zum Spielen gern in der Natur.
Im Alter von 2 Jahren wird die Persönlichkeit deines Kindes immer deutlicher. Foto: ©iStockphoto.com/isabelle Limbach

Entwicklung mit 2 Jahren: Wortschatz und Wille

Das soziale Lernen geht weiter: dem anderen Kind helfen, einen Keks verteilen oder es auszuhalten, dass das Nachbarskind auf dem eigenen Bobby Car fährt. Die Persönlichkeit deines Kindes zeigt sich immer mehr – wird es offen, draufgängerisch oder sehr hilfsbereit?

Auch motorisch tut sich viel: Mit 24 Monaten gehört zu den beurteilten Punkten, dass ein Kind selbstständig vorwärts und rückwärts geht, rennt, die Treppe hinauf- und hinuntersteigt, einen Turm aus fünf Klötzchen baut und Tasse und Löffel selbstständig benutzt [2].

Sprachlich rechnet dieselbe Checkliste mit 20 bis 50 Wörtern [2]. Kinder in diesem Alter kombinieren gerne zwei Wörter («Anna Keks» oder «Papa schläft»), um sich auszudrücken, und plappern viel. Bilderbücher solltest du ins tägliche Spiel integrieren; auch die Unterstützung der Feinmotorik, etwa beim Malen, ist wichtig.

Wann eine logopädische Abklärung sinnvoll ist

Beim Sprechen ist die Streuung besonders gross, und Abwarten ist zwischen 18 und 24 Monaten fachlich durchaus vorgesehen [4]. Ab spätestens zwei Jahren empfiehlt das Universitäts-Kinderspital Zürich aber eine Abklärung, wenn [5]:

  • die ersten Wörter ausbleiben,
  • der Wortschatz weniger als 50 Wörter umfasst,
  • das Kind keine Zweiwortäusserungen bildet
  • oder die Kommunikation insgesamt auffällig wirkt.

Ein Kind mit weniger als 50 Wörtern am zweiten Geburtstag trägt ein erhöhtes Risiko für weitere Verzögerungen – besonders, wenn es in den folgenden Monaten nur kleine Fortschritte macht [4]. Eine Abklärung ist keine Diagnose: Sie klärt, ob und welche Unterstützung sinnvoll ist. Sprich deine Kinderärztin darauf an, sie kann die Logopädie in die Wege leiten.

Ein grosser Meilenstein ist das Trockenwerden. Achte hier auf die Signale deines Kindes: Interessiert es sich für die Toilette, begleitet es Familienangehörige aufs WC, spielt es den Klogang nach? Es bietet sich an, einen Topf zu besorgen. Der kann ins Spiel eingebaut werden: Der Hase muss mal und setzt sich aufs Häfi. So verliert das Kind seine Scheu und akzeptiert den Gegenstand eher. Setz dein Kind auf keinen Fall mit Druck auf die Toilette – so entsteht ein unerwünschter Kampf ums Sauberwerden.

So förderst du dein Kind mit 2 Jahren

In diesem Alter ist es wichtig, die Konzentration des Kindes zu fördern. Dazu eignen sich Holzpuzzles und ein Memoryspiel (im Handel gibt es spezielle Memorys für diese Altersgruppe). So lernt das Kind, sich auf eine Tätigkeit zu konzentrieren und andere Einflüsse auszublenden. Auch Bauklötze, die zu hohen Türmen gestapelt werden, eignen sich hervorragend.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Kreativität anzuregen. Am gängigsten sind Holzstifte für erste Kritzeleien auf Papier. Zeig deinem Kind, wie Stifte gehalten werden, und benenne die Farben. Probiert hin und wieder auch anderes aus, denn mit Knete, Wasserfarben und Zeitungspapier lässt sich wunderbar experimentieren. Kinder lieben es, Hände und Füsse als Pinselersatz zu verwenden. Die Farben sollten unbedingt kindgerecht und nicht gesundheitsschädlich sein.

Bücher und Link-Tipps zur Entwicklung

  • Zehn kleine Krabbelfinger auf Entdeckungsreise von Marianne Austermann und Gesa Wohlleben
  • Babyjahre – Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren von Remo H. Largo
  • stiftungnetz.ch Die Entwicklung des Kindes von 1 bis 6 Jahren in der Übersicht
  • pekip.ch PEKiP-Gruppen
  • spielgruppe.ch Spielgruppenverzeichnis der IG Spielgruppen Schweiz

 

Quellen

  1. WHO Multicentre Growth Reference Study Group: Windows of achievement for six gross motor milestones (internationale Referenzwerte, Weltgesundheitsorganisation WHO). Abgerufen am 11.08.2026.
  2. pädiatrie schweiz / Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie: Checklisten für die Vorsorgeuntersuchungen (PDF, Fassung 2024). Abgerufen am 11.08.2026.
  3. Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU: Kindersicheres Zuhause – worauf ist zu achten? Abgerufen am 11.08.2026.
  4. Bühler D., Ernst B., Jenni O.: Sprachentwicklung des jungen Kindes. Checkliste für den Kinderarzt (PDF). Monatsschrift Kinderheilkunde 168 (2020), S. 208–214, Universitäts-Kinderspital Zürich. Abgerufen am 11.08.2026.
  5. Universitäts-Kinderspital Zürich: Logopädie – wann eine Abklärung empfohlen wird. Abgerufen am 11.08.2026.

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