Die 8. Schwangerschaftswoche (8. SSW)

Jetzt zeigt sich bei Ihnen vielleicht schon ein kleiner Bauch. Doch auch eine Gewichtsabnahme ist zu dieser Zeit nicht ungewöhnlich. In der 8. Schwangerschaftswoche können auch erhöhter Harndrang oder Verstopfung auftreten. Dagegen hilft eine gesunde Ernährung mit viel Flüssigkeit.

Das Hormon Progesteron wirkt entspannend auf die Blasenmuskulatur.

Auch wenn Sie jetzt erhöhten Harndrang verspüren, sollten Sie nicht weniger trinken. Foto: iStock, Thinkstock

Entwicklung Baby: Finger und Zehen bereits vorhanden

Der Embryo ist mit ungefähr 1,5 Zentimetern Länge und einem Gewicht von 2 Gramm immer noch winzig klein und leicht. Trotzdem ist er schon eine Million Mal grösser als die befruchtete Eizelle vor sechs Wochen. Jetzt sind bereits die äusseren Teile der Ohren erkennbar. Auch die Finger und Zehen, die noch mit Schwimmhäuten verbunden sind, entstehen nun.

Das kleine Herz arbeitet hart und schlägt ungefähr doppelt so schnell wie das der Mutter. Zwischen dem sich entwickelnden Nervensystem und den Muskeln besteht bereits eine Verbindung. Das heisst, würden Sie Ihr Kleines jetzt anstupsen, würde es zucken.

Veränderungen in der Schwangerschaft:
Schmierblutungen können auftreten

In dieser Woche kann es eventuell zu Schmierblutungen kommen. Meist sind diese harmlos und kein Grund zur Sorge, aber um sicherzugehen, sollten Sie dies trotzdem von einem Arzt abklären lassen.

Vielleicht können Sie nun schon einen kleinen Bauch bei sich ausmachen. Gewebe und Muskeln werden in der Schwangerschaft dehnbarer und weicher. Schliesslich benötigt das wachsende Baby Platz. Besonders wenn es sich nicht um Ihre erste Schwangerschaft handelt, ist es möglich, dass sich schon zeitig eine Wölbung zeigt. Dazu kommt eine veränderte Darmtätigkeit, die oft Verstopfungen oder vermehrte Gasbildung verursachen. Auch dies kann einen kleinen Bauch begünstigen.

Es ist aber auch möglich, dass Sie zunächst eine Gewichtsabnahme bei sich feststellen. Die mit der Schwangerschaft verbundene Übelkeit kann dafür sorgen, dass Sie weniger Nahrung zu sich nehmen und vielleicht unter Appetitlosigkeit leiden. Eine vorübergehende Gewichtsabnahme ist jedoch kein Grund zur Sorge. Ihr Baby nimmt sich die Nährstoffe, die es benötigt. Es ist jedoch ein guter Anlass, sich gesund und hochwertig zu ernähren.

Tipps für die werdende Mutter:
Bei Harndrang und Verstopfung

Kommt es Ihnen in diesen Tagen so vor, als müssten Sie ständig auf das WC? Wo auch immer Sie hingehen, als Erstes halten Sie nach der Toilette Ausschau? Verursacht wird der erhöhte Harndrang in der Frühschwangerschaft durch das Hormon Progesteron, das nicht nur die Gebärmutterschleimhaut beruhigt, sondern auch entspannend auf die Blasenmuskulatur wirkt. Die gesteigerte Durchblutung regt ausserdem die Nierentätigkeit an und die Gebärmutter, die am Beginn der Schwangerschaft noch weit unten sitzt, drückt auf die Blase. All das sorgt dafür, dass Sie vielleicht sogar nachts mehrere Male aufstehen müssen. Sie sollten jedoch nun nicht weniger trinken, um dem erhöhten Harndrang entgegenzuwirken. Im Gegenteil: Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist von grosser Bedeutung in der Schwangerschaft. Es hilft gegen Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit und schützt vor Blasenentzündungen, für die Sie in der Schwangerschaft besonders anfällig sind.

Ausreichend trinken ist auch hilfreich bei Verstopfung, unter der Sie vielleicht jetzt leiden. Auch daran ist unter anderem das Hormon Progesteron schuld, denn es wirkt ebenfalls entspannend auf die Darmtätigkeit. Neben viel Flüssigkeit helfen auch eine ballaststoffreiche und zuckerarme Ernährung sowie Bewegung, wie zum Beispiel ein Spaziergang, um den trägen Darm anzukurbeln.

Text: Julia Wohlgemuth

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