Die 10. Schwangerschaftswoche (10. SSW)

Eventuell verspüren Sie in der zehnten Schwangerschaftswoche Heisshunger auf bestimmte Nahrungsmittel. Das ist verständlich, da zum Beispiel eine grössere Gebärmutter auch mehr Energie kostet. Denken Sie ausserdem daran, Ihren Arbeitgeber bald von der Schwangerschaft zu informieren.

SSW10: Verzichten Sie während der Schwangerschaft auf eine Diät.

Ihr Körper leistet während der Schwangerschaft mehr Arbeit und braucht dafür viel Enerige. Foto: Hemera, Thinkstock

Entwicklung Baby:
Von Zähnen, Haaren und Ohren

Langsam ähnelt Ihr Fötus (oder auch Fetus) immer mehr einem kleinen Menschen. Die Schwimmhäute zwischen den Zehen und Fingern verlieren sich langsam. Auch die Ohren finden ihren endgültigen Platz an der Seite des Kopfes. Winzige Haare beginnen zu wachsen und das Milchzahngebiss ist im Ansatz erkennbar (als sogenannte Zahnknospen). Bis die ersten richtigen Zähnchen durchbrechen, dauert es natürlich noch einige Monate bis nach der Geburt.

Das Baby ist nun schon ungefähr 3 Zentimeter lang (Scheitel-Steiss-Länge).

Veränderungen in der Schwangerschaft:
Heisshunger und Ernährung

Vielleicht sind Sie jetzt hungriger als normal, verspüren vielleicht sogar Heisshunger auf bestimmte Nahrungsmittel oder Essen im Allgemeinen. Hören Sie in diesem Fall auf Ihren Körper. Auf keinen Fall sollten Sie in der Schwangerschaft eine Diät durchführen. Eine gesunde Ernährung tut Ihnen und Ihrem Baby gut. Schliesslich leistet Ihr Körper nun schwere Arbeit und dafür benötigt er viel Energie. Ihre Gebärmutter zum Beispiel hat im Moment die Grösse einer Orange und wird ständig grösser. Auch Ihr Herz beginnt nun, mehr Blut durch Ihre Adern zu bewegen. Dies steigert sich im Laufe der Schwangerschaft: In der 32. Woche wird 40 bis 50 Prozent mehr Blut durch die Adern gepumpt als vor der Schwangerschaft. Kein Wunder also, wenn Sie ab und zu schneller ausser Atem kommen.

Tipps für die werdende Mutter:
Arbeitgeber und Schwangerschaft

Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, wann Sie Ihren Arbeitgeber von der Schwangerschaft unterrichten wollen? Viele Frauen warten bis nach der 12. Woche, da dann das Risiko einer Fehlgeburt deutlich sinkt. Eine gesetzliche Frist, wann Sie Ihren Arbeitgeber informieren müssen, gibt es nicht. Wenn Sie jedoch von den Schutzbestimmungen für Schwangere am Arbeitsplatz, insbesondere dem Kündigungsschutz, profitieren möchten, sollten Sie ein Gespräch nicht zu lange hinauszögern. Besonders gilt dies natürlich, wenn Sie am Arbeitsplatz mit gefährlichen Substanzen arbeiten oder Ihre Arbeit in sonstiger Weise für Ihre Schwangerschaft oder Ihr ungeborenes Leben ungünstig ist. Ausführliche Informationen über Ihre Mutterschaftsrechte finden sich in der Broschüre «Mutterschaft – Schutz der Arbeitnehmerinnen» des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco).

Text: Julia Wohlgemuth

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