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Überlebenstipps für das Wochenbett

In den Medien scheinen Models und Schauspielerinnen oft ein paar Tage nach der Geburt wieder topfit zu sein. Lassen Sie sich jedoch nicht täuschen: Nach der Geburt muss sich Ihr Körper erholen. Wir haben ein paar Überlebenstipps für das Wochenbett zusammengestellt.

Im Wochenbett können Sie Ihr Baby besser kennenlernen.

Im Wochenbett ist es wichtig, dass Sie sich von den Anstrengungen der Geburt erholen und viel Zeit für sich und das Baby nehmen. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt, in denen sich die Mutter von der Geburt und Schwangerschaft erholt, werden auch als Wochenbett bezeichnet. In diesen Wochen heilen die Geburtswunden, wie die Wunde nach der Ablösung der Plazenta oder ein eventueller Dammschnitt. Ausserdem bildet sich die Gebärmutter zurück. Hinzu kommen hormonelle Veränderungen, da sich der Körper von Schwangerschaft auf Stillzeit umstellt.

Früher verliess die Mutter nach der Geburt zunächst gar nicht das Bett. Heute weiss man, dass auch Bewegung Wöchnerinnen gut tut. Trotzdem bedeuten die ersten Wochen nach der Geburt eine besondere Zeit, in denen Sie sich erholen sollten und sicher Ihr Kind kennenlernen wollen. Unsere Tipps für das Wochenbett sollen Ihnen helfen, gut durch die erste Zeit zu kommen.

Zeit zu dritt

Natürlich wollen Sie alle Welt von der guten Nachricht in Kenntnis setzen. Aber das heisst nicht, dass gleich die ganze Verwandtschaft im Spital erscheinen oder zum Abendessen eingeladen werden muss, wenn Sie wieder daheim sind. Sie dürfen jetzt ruhig einmal unhöflich sein und Besuche von Freunden und Verwandten in der ersten Zeit ablehnen. Vielleicht kann der Vater gleich bei der Bekanntgabe der Geburt mit anklingen lassen, dass Sie jetzt lieber erst einmal Zeit zu dritt verbringen möchten. Wenn das Baby etwas grösser ist und Sie sich erholt haben, ist noch ausreichend Gelegenheit, den Neuzugang der Familie und im Freundeskreis vorzustellen. Schliesslich möchten Sie sicher selbst Ihr Baby kennenlernen, mit ihm schmusen und Ihren eigenen Rhythmus mit ihm finden.

Wenn Sie sich so fühlen, spricht natürlich nichts gegen Besuche. Manche Mütter fühlen sich in den Tagen nach der Geburt sehr euphorisch und möchten ihr Baby am liebsten der ganzen Welt zeigen. Besonders wenn Ihr Partner keinen oder wenig Vaterschaftsurlaub hat, kann es hilfreich sein, wenn Ihnen eine gute Freundin oder Ihre Mutter oder Schwiegermutter zur Seite stehen. Sollten Sie sich allerdings von Besuch unter Druck gesetzt fühlen, dann dürfen Sie jetzt so egoistisch sein und sich zurückziehen, um sich ganz auf Ihre junge Familie zu konzentrieren. Auch Ihr Baby muss sich erst einmal an das Leben ausserhalb Ihres Bauches gewöhnen. Zu viel Trubel kann da schnell zu viel werden.

Nehmen Sie Hilfe an

Die Nachbarin bringt einen Kuchen vorbei? Die Schwiegermutter will mit dem älteren Kind auf den Spielplatz gehen? Prima. Nehmen Sie ruhig die angebotene Hilfe an oder fragen Sie sogar danach, wenn man Sie Ihnen nicht direkt anbietet. Die allermeisten Menschen, ganz besonders andere Mütter, die das Wochenbett selbst schon erlebt haben, helfen gern. Und das heisst nicht, dass Sie die Nachbarin auch gleich zu Kaffee und Kuchen einladen müssen. Sicher haben Sie später einmal Gelegenheit, sich zu revanchieren.

Das bisschen Haushalt

Der Küchenfussboden müsste mal wieder geschrubbt werden. Der Wäscheberg quillt über. Auf dem Bücherregal sammelt sich der Staub. Machen Sie sich jetzt keine Gedanken darüber. Im Wochenbett geht es um Erholung und Zeit mit Ihrem neuen Baby. Verschwenden Sie nicht die wertvollen ersten Wochen, in denen Sie lieber mit Ihrem Neugeborenen schmusen könnten, mit Haushaltsdingen. Schlafen Sie lieber ein Stündchen, wenn Ihr Baby am Tag ein Nickerchen macht.

Denken Sie auch an sich

Die ersten Wochen mit einem Baby können für junge Mütter sehr verwirrend sein und unheimlich anstrengend. Meist kreisen alle Gedanken um das Neugeborene und seine Bedürfnisse. Doch vergessen Sie bei alledem sich selbst nicht. Ernähren Sie sich gut und gesund, so dass Sie bei Kräften bleiben. Das kommt schliesslich auch Ihrem Kind zugute, denn eine ausgeglichenere Mutter wirkt sich positiv auf das Baby aus.

Setzen Sie sich im Wochenbett nicht selbst unnötig unter Druck. Natürlich machen schlafarme Nächte nicht wirklich schön. Dafür gibt es schliesslich Make-up, wenn es Sie wirklich stört. Der Schwangerschaftsbauch ist immer noch deutlich zu sehen? Jetzt ist wirklich nicht der richtige Zeitpunkt für eine Diät. In ein paar Monaten geht der ganz von allein weg, allerspätestens, wenn Sie einem mobilen Kleinkind nachlaufen. Und trösten Sie sich, wenn Sie nachmittags um 2 Uhr immer noch im Schlafanzug sind und die letzte Dusche ein paar Tage zurückliegt: Den meisten Müttern geht es in den ersten Wochen ebenso.

Fragen Sie ruhig

Ist es normal, dass das Baby so ein Geräusch macht? Wie oft soll ich stillen? Beim ersten Baby haben Sie viele Fragen. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Hebamme um Ratschläge zu bitten. Auch wenn es scheinbar ganz offensichtliche Fragen sind, wie zum Beispiel nach dem besten Weg, eine Windel zu wechseln.

Zu viel und zu schnell: die Gefahren im Wochenbett

Wenn Sie sich zu schnell nach der Geburt zu viel zumuten, dann besteht ein erhöhtes Risiko, dass Sie die Belastung auf Dauer nicht aushalten. Zu den Gefahren zählen:

  • Milchstau und Brustentzündungen
  • Grössere Anfälligkeit für Krankheiten
  • Übermüdungs- und Erschöpfungszustände
  • Wochenbettdepression
  • Wochenflussstau

Genügend gute Gründe also, es in den Wochen nach der Geburt so ruhig wie möglich anzugehen.

Wie war Ihre Zeit im Wochenbett? Schreiben Sie uns. Hier geht es zum Kommentarbereich.

«Als Mami und Hebamme kann ich SWICA nur empfehlen»

Swica

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