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Fünf Kindermenüs, die Appetit auf gesundes Essen machen

Gesund kochen für Kinder kann eine Herausforderung sein. Doch mit fantasievollen Kindermenüs wie Bären-Püree, Grünen Waffeln oder Sonnensuppe bekommen auch die Kleinsten Hunger auf Gesundes.

Krative Kindermenü-Ideen: So macht Kochen für Kinder Spass!

Waffeln lassen sich auch herzhaft zubereiten. Bild: iStock

Beim Kochen für Kinder ist eine grosse Rezeptdatenbank überflüssig. Wichtig sind fünf bis zehn Kindermenü-Rezepte, die Kinder wirklich fein finden und die sich je nach Saison und Anlass einfach variieren lassen.

Und am besten enthalten diese Kindermenüs, alles was für eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig ist. Gemüse oder Früchte, Kohlenhydrate, Proteine und Fette.

Allerdings, die Inhaltstoffe von Kindermenüs, die Eltern in der Regel recht wichtig sind, sind Kindern meist relativ egal. Sie wollen vor allem, dass es schmeckt. Am besten fein würzig, aber auch ein bisschen süss. Auf scharfes Essen reagieren Kinder dagegen eher empfindlich.

The Big Four: Was zu einem gesunden Kindermenü gehört

1 Ein hoher Gemüseanteil macht Kindergerichte besonders wertvoll. Mit seinen vielen Vitaminen und Mineralstoffen, Nahrungsfasern und sekundären Pflanzenstoffen gehört es neben Früchten zu den wichtigsten Bestandteilen einer gehaltvollen Ernährung.

2 Reis und Nudeln, Hülsenfrüchte und Kartoffeln liefern dagegen wichtige Kohlenhydrate.

3 Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Tofu, Käse oder Quark enthalten darüber hinaus wichtige Proteine.

4 Hochwertige Fette wie Rapsöl und Nüsse und Kerne runden gehaltvolle Kindermenüs ab.

5 gesunde Kindermenü-Rezepte, die so fein sind wie sie aussehen

Und auch das Auge isst mit. Kinder lieben es, wenn ihre Gerichte bunt und fröhlich aussehen. Fantasievoll gestaltete Kindergerichte mit lustigen Namen kommen oft besonders gut an. Deshalb stellen wir in unseren fünf Kindermenü-Rezepten kreative Hingucker vor, mit einigen typischen und einigen überraschenden Zutaten vor.

Zum Beispiel gibt es das Spiegelei statt mit Rahmspinat auf Spinatwaffeln. Kartoffelpüree oder Gemüsereis schmecken noch besser, wenn sie zu Bären und Enten verziert werden.

Und wenn das Kind trotzdem kein Gemüse mag? In pürierten Suppen und Saucen lassen sich so manche Vitamine verstecken, wie in unserem Rezept für eine Sonnensuppe. Oder mag das Kind statt gekochtem Gemüse lieber Rohkost? Dann wäre vielleicht Sushi eine Versuchung wert.

Sushi für Kinder

 Sushi ist nur was für Erwachsene? Von wegen! Auch Kinder lieben die bunten Häppchen, bei deren Zubereitung sie oft schon mithelfen können.

Sushi selber rollen macht Kindern Freude und schmeckt nachher umso feiner.

Bild: iStock

Zutaten

für ca. 40 Sushi-Happen

  • 500 g Sushi-Reis
  • 1 Paprika
  • 2 Rüebli
  • 1 Gurken
  • 1 Avocado
  • 1 Packung Räucherlachs
  • ca. 7 Nori-Blätter
  • Soja-Sauce
  • Bambusmatten zum Sushi-Rollen

Zubereitung

Zuerst wird der Reis vorsichtig in einer Schüssel gewaschen. Lassen Sie Wasser über Ihre Hand in die Schüssel fliessen, so bricht der Reis nicht. Nun können Sie mit der Hand den Reis waschen. Sobald das Wasser milchig ist, giessen Sie das Wasser ab und wiederholen den Vorgang drei Mal, bis das Wasser klar bleibt. Giessen Sie den Reis über ein Sieb ab und kochen Sie ihn nach Anleitung. In einer Schüssel gut abkühlen lassen, damit der Reis am Ende nicht das Noriblatt aufweicht!

Während der Reis abkühlt, kann das Kind bereits das Gemüse waschen, das anschliessend – wie auch der Räucherlachs – in dünne lange Streifen geschnitten wird.

Nun legen Sie ein Nori-Blatt auf eine Bambusmatte, mit der glänzenden Seite nach unten, mit der rauen Seite nach oben. Hat Ihr Kind Lust, eine halbe bis einen Zentimeter dicke Schicht Reis auf dem Noriblatt zu verteilen bzw. zu verkleben? Dabei ist es wichtig, ab der oberen Kante etwa zwei bis drei Zentimeter frei zu lassen, damit sich das Blatt nachher leichter rollen lässt. Eine Schüssel Wasser auf dem Tisch ist nützlich, weil zuvor die Hände benässt werden, damit der Reis möglichst wenig an den Fingern klebt. Anschliessend legt ihr Kind einige Gemüse und Lachsstreifen quer auf den Reis. Danach langsam, aber fest mit Hilfe der Bambusmatte die Alge mit dem Reis, dem Gemüse und dem Lachs einrollen. Dabei wird die Matte selbst aber nicht mit eingerollt.

Nun können Sie mit einem scharfen Messer, das Sie zuvor ins Wasser tauchen, die Rolle in zwei bis drei Zentimeter dicke Stücke schneiden. Den Anfang und das Ende der Rolle können Sie direkt essen.

Alle anderen Häppchen quer auf einer grossen Platte, die Soja-Sosse in einem kleinen Schälchen servieren. Lässt sich prima mit den Fingern essen!

Variationen: Wer keinen Fisch mag, isst die Sushi-Häppchen nur mit Gemüse seines Geschmacks.

Grüne Spinat-Waffeln mit Spiegelei

Waffeln müssen nicht immer beige sein. Heute gibt es sie in sattem Grün-Ton.

Gemüsewaffeln mit Spiegelei finden viele Kinder fein.

Bild: iStock

Zutaten

für ca. 6 Waffeln

  • 60 g weiche Butter
  • 50 g TK-Rahmspinat, aufgetaut
  • 2 Eier
  • 125 g Mehl
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss, frisch gemahlen
  • Fett fürs Waffeleisen

Belag nach Belieben

  • 4 Speigeleier
  • 4 Scheiben Aufschnitt
  • evtl Salat zum Garnieren

Zubereitung

Zuerst rühren Sie die Butter schaumig, dann geben Sie den Spinat, die Eier und die Hälfte des Mehls hinzu, die Sie ebenfalls verrühren. Die restlichen 50 Gramm Mehl mischen Sie mit dem Backpulver in einer separaten Schüssel. Erst danach fügen Sie das Mehl nach und nach abwechselnd mit 100 Milliliter Wasser hinzu. Salz, Pfeffer und Muskatnuss geben dem Teig dann die richtige Würze.

Im vorgeheizten und eingefetteten Waffeleisen können Sie nun die Waffeln backen. Die Waffeln auf Teller geben, jeweils mit einem Spiegelei und einer Scheibe Wurst belegen und mit etwas Rohkost garnieren.

Sonnen-Suppe

Hat das Kind Lust, die Sonne selbst auf die Suppe zu träufeln? Anschliessend macht es Spass, die Sonnenstrahlen mit dem Löffel wegzuessen.

Brokkolisuppe schmeckt mit Rahmverzierung noch feiner.

Bild: iStock

Zutaten

für 4 Portionen

  • 300 g Brokkoli
  • 500 ml Gemüsebuillon
  • 2 EL Creme fraîche
  • etwas Rahm

Zubereitung

Waschen Sie den Brokkoli und trennen Sie ihn in Röschen, die Sie nun schonend in Wasser mit etwas Brühe garen. Sobald der Brokkoli weich ist, giessen Sie so viel Wasser ab, dass das Gemüse nur noch knapp mit Wasser bedeckt wird, damit die Suppe nicht zu flüssig wird. Mit dem Pürierstab die Suppe pürieren, samt Creme fraiche. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nachdem Sie die Suppe auf die Teller gegeben haben, können die Kinder kreativ werden. Dazu ein bisschen Sahne in einen Gefrierbeutel geben, in deren untere Ecke ein kleines Loch geschnitten wird. So können die Kinder die Sahne vorsichtig herausdrücken und auf der Suppe malen.

Variationen: Es muss nicht immer Brokkoli sein. Die Suppe funktioniert mit jedem Gemüse der Saison.

Reis-Ente auf Gemüsewiese

Diese Ente bringt die gute Laune mit auf den Mittagstisch. Sieht sie nicht aus, als hätte sie sich gemütlich auf die Wiese gelegt?

So schmeckt der Gemüsereis Kindern gleich viel besser.

Bild: iStock

Zutaten

für 4 Portionen

  • 1 Paprika
  • 2 Rüebli
  • 1 Brokkoli-Strunk
  • 1 Gurke
  • Jasmin-Reis
  • ½ Tasse TK-Erbsen
  • Butterschmalz
  • Salz

ausserdem:

  • 1 Ziselierer
  • grosse Entenform

Zubereitung

Waschen Sie die Paprika, die Möhren und den Brokkoli. Kerben Sie mit einem Ziselierer die Möhre rund herum der Länge nach ein. Wenn Sie nun die Rüebli in Zentimeter dicke Stücke schneiden, ergibt sich die Blütenform von selbst. Ähnlich gehen Sie mit der Gurke vor, in die Sie längs fünf Ecken schneiden. deren Stücke eine Sternenform bekommen. Den Brokkoli in kleine Röschen schneiden, die Paprika in Stückchen.

Kochen Sie gleichzeitig den Jasmin-Reis nach Anleitung. Während der Garzeit sollte das Wasser auf keinen Falls kochen, allenfalls köcheln, damit der Reis das Wasser aufsaugen und langsam quellen kann. Währenddessen können Sie die Paprika, die Rüebli und den Brokkoli und die Erbsen in einem Esslöffel Butterschmalz wenige Minuten dünsten. Leicht salzen.

Eine gekühlte Entenform auf dem Teller legen, den Reis hineinfüllen, gut andrücken. Nur wenn der Reis fest verdichtet ist, kann er nach einer Weile vorsichtig herausgedrückt werden und hält zusammen. Das Pfannengemüse und die Gurken-Sterne drum herum drapieren.

Bären-Püree mit Hacktätschli

Dieses bärenstarke Menü ist bei Kindern besonders beliebt.

Klassisches Kindermenü: Hacktätschli mit Kartoffelpüree.

Bild: iStock

Zutaten

für 4 Portionen

  • 8 mittelgrosse, mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 TL Salz
  • 300 ml Milch
  • 1 EL Butter
  • evtl. 1 Prise ger. Muskatnuss

Zubereitung

Schälen Sie die Kartoffeln, die Sie dann waschen und in Stücke schneiden. In kochendem Salzwasser garen. Wasser abgiessen und mit Milch und Butter pürieren. Eventuell mit geriebener Muskatnuss abschmecken.

Beim Servieren häufen Sie mit einem Löffel Püree auf, das sie dann platt drücken, so dass ein Kreis entsteht, den Sie am Rand mit einem Messer noch etwas nachbessern können. Mit Hilfe von Tomaten, Oliven, Paprika und Petersilie ein Bärengesicht gestalten.

Variationen: Feines Püree lässt sich auch aus Topinambur, Süsskartoffeln und Pastinaken machen.

Dazu passen Hacktätschli

Zutaten

für 4 grosse Hacktätschli

  • 1 Brötchen
  • ½ Zwiebel
  • 1 TL Butter oder Margarine
  • 200 g Hackfleisch
  • 1 Rüebli
  • 1 Ei
  • Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Paprika
  • Paniermehl
  • Fett zum Braten

Zubereitung

Weichen Sie das Brötchen in Milch oder Wasser ein und drücken Sie es aus. Anschliessend schälen Sie die Zwiebel, die Sie in feine Würfel schneiden. Rüebli in winzig feine Würfeli schneiden.

Nun können Sie die Zwiebel mit dem Brötchen, dem Fleisch, dem Ei und den Gewürzen vermengen. Wer einen hat presst, alles durch den Fleischwolf. Vier gleichmässige Tätschli formen, die Sie auf einer bemehlten Arbeitsfläche flach drücken. Die Ränder lassen sich mit einem Messer glätten. Wer mag, wendet die Hacktätschli vor dem Braten in Paniermehl.

Das Fett in einer Pfanne erhitzen und Frikadellen braten, zwischendurch wenden.

Dazu passen auch ein Gurkensalat und Kirschtomaten.