Wildpflanzen auf der Spur: Rezepte mit Gänseblümchen und Brennesseln

Im Supermarkt wachsen Obst, Pflanzen und Kräuter nicht. Wer mit seinem Kind durch Wald und Wiesen streift, kann viele Delikatessen sammeln. Wir stellen Ihnen dazu passende Wildpflanzen und Wildkräuter-Rezepte vor.

Leckere Rezepte mit Wildpflanzen

Aus Wildpflanzen wie Gänseblümchen lassen sich ganz leicht leckere Rezepte herstellen. Foto: stereostok/iStock, Thinkstock

Aus Gänseblümchen Salat machen

Kinder lieben Gänseblümchen, diese zarten Farbtupfer auf vielen Wiesen. Doch nur die wenigsten Kinder wissen, dass die Wildpflanzen auch gut schmecken. Wenig bekannt sind auch die wertvollen Inhaltsstoffe der Gänseblümchen. In der Naturheilkunde werden diese Korbblütler als Schmerz- und Wundheilmittel eingesetzt. Darüber hinaus regen sie den Stoffwechsel an.

Das brauchen Sie

  • Eine Handvoll Gänseblümchen-Blüten und Gänseblümchen-Blätter
  • Drei Hände voll Blattsalat
  • 50 g Käse
  • 2 Esslöffel Balsamico-Essig
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

So geht es

Diesen Salat können Kinder schon fast ohne Hilfe anrichten.

Zuerst wäscht Ihr Kind Gänseblümchen und Blattsalat und schüttelt sie trocken. Dann kann es mit Ihrer Hilfe den Käse in Würfel schneiden. Aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer lässt sich eine Salatsosse mixen, die über Käse, Gänseblümchen und Blattsalat gegossen wird.

«Das Gänseblümchen» heisst das Märchen nach Hans Christian Andersen:

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Aus Brennnesseln Pesto machen

Wildkräuter wie Brennnesseln wachsen einfach überall – wie Kinder oft aus leidvoller Erfahrung wissen. Wohl jedes Kind hat bereits einmal schmerzhafte rote Flecken bekommen, weil es die Brennhaare der Brennnessel berührt hat. Das sollten Kinder der Pflanze nicht übel nehmen. Die Brennhaare dienen den Brennnesseln der Verteidigung. Mit den Brennhaaren schützt sie sich davor, gefressen zu werden.

Wir aber können die Brennnessel essen, wenn wir sie kurz blanchieren. Dabei werden die Nesseln zerstört. Wildpflanzen wie Brennnesseln sind übrigens sehr gesund: Sie strotzen geradezu vor Calcium, Eisen und Vitamin C.

Zuerst aber heisst es: Handschuhe anziehen, damit die Nesseln fröhlich gepflückt werden können. Für ein Pesto reicht ein dicker, grosser Bund. Verwenden sollten Sie nur die hellgrünen, frischen Triebe – sie schmecken nussig und leicht herb. Die dunklen Triebe sind dagegen recht bitter.

Das brauchen Sie

  • 100 g junge Brennnesseln
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 30 g Pecorino-Käse
  • 30 g Pinienkerne

So geht es

Tauchen Sie zuerst die Stiele kopfüber, mit den Triebspitzen voran in sprudelnd kochendes Wasser, nehmen Sie die Stiele sofort wieder heraus, um sie in eiskaltem Wasser zu waschen. Trockenschütteln und grob hacken. Den Knoblauch abziehen und alles zusammen mit den restlichen Zutaten für das Pesto im Mixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Weitere Informationen zur Brennnessel gibt es in diesem Video

Video hochgeladen auf YouTube von HopeChannelDeutsch

Aus Brombeeren Gelee machen

Im August und September ist Brombeer-Zeit! Brombeeren schmecken lecker süss, wenn sie richtig reif sind. Doch Vorsicht: Beim Sammeln kann man sich leicht an den spitzen Dornen der Wildpflanze verletzen. Deshalb sollten Kinder und Erwachsene dabei feste Schuhe, lange Hosen und Handschuhe tragen.

Nicht immer lassen sich alle Früchte direkt verspeisen. Wer sehr viele Beeren gesammelt hat, kann Brombeer-Gelee machen, das viele Monate haltbar ist.

Das brauchen Sie

  • 1 – 1,2 kg Brombeeren
  • Gelierzucker
  • Saft einer halben Zitrone

So geht es

Zuerst gilt es, die Beeren gut zu waschen und abtropfen zu lassen. Dann muss der Saft aus den Beeren gepresst werden. Am einfachsten geht das mit einem Entsafter.

Wer keinen Entsafter hat, gibt alle Beeren in einen Topf und gibt etwas Wasser hinzu. Die Beeren sollten 8 bis 10 Minuten köcheln und dann etwas abkühlen. Stellen Sie in eine grosse Schüssel ein Sieb und legen in dieses Sieb ein Küchenhandtuch. Nun giessen Sie die Beeren mit dem Saft in das Handtuch. Haben Sie die Küchenzipfel zusammengelegt und das Handtuch angehoben, können Sie den Saft in der Schüssel auffangen. Damit der Saft klar bleibt, sollten Sie das Tuch mit den Beeren nicht zu sehr auswringen.

Der Saft wird nun in einem Topf mit Gelierzucker und dem Saft einer Zitrone gemischt. Die Menge des Gelierzuckers richtet sich nach der Menge des gewonnen Saftes und lässt sich auf der Verpackung des Gelierzuckers ablesen. Die Masse drei bis vier Minuten sprudelnd kochen lassen. Anschliessend das Gelee in saubere, heiss ausgespülte Gläser randvoll füllen und fest verschliessen. Eine halbe Stunde auf den Kopf stellen, damit sich ein Vakuum bildet.

Aus Holunder Mus machen

Ab Ende Juli sind die Holunderbeeren reif. Aus der Wildpflanze lässt sich ein leckeres Mus machen, das auf Broten, Waffeln, Quark, Pudding und Vanille-Galcé fein schmeckt. Holundermus enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe, zum Beispiel Zink und Vitamin C. Wer sie zusammen mit Kindern sammelt, sollte wissen, dass Holunder roh giftig ist und nicht gegessen werden darf. Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen können die Folge sein. Holunder wird erst durch Erhitzen geniessbar.

Das brauchen Sie

  • 1 kg reife Holunderbeeren
  • 1 Tasse Wasser
  • 500 g Zucker
  • 1 Messerspitze Bourbon-Vanille
  • 1 Bio-Zitrone bzw. ihre abgeriebene Schale

So geht es

Zuerst gilt es, die Beeren gut zu waschen, trocken zu schütteln und zu entstielen. Werden sie in einem Topf mit Wasser gekocht, platzen sie. Wenn Sie die Beeren nun in ein feines Sieb giessen, können Sie den Saft in einem zweiten Topf auffangen. Der Topf kommt nun wieder auf den Herd, wo der Saft zusammen mit dem Zucker, der Vanille und der Zitrone aufgekocht wird. Dabei immer wieder umrühren. Die Masse fünf bis zehn Minuten köcheln lassen. Anschliessend das Gelee in saubere, heiss ausgespülte Gläser randvoll füllen und luftdicht verschliessen.

Weitere Tipps zu essbaren Wildpflanzen gibt es unter www.oeko-forum.ch

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