Schattenspiele: Geschichten auf die Leinwand zaubern

Schattenspiele gehören zu den kreativsten Spielideen, denn sie erfordern mit zunehmender Schwierigkeit ein hohes Mass an Konzentration, Geschicklichkeit und Kombinationsvermögen. Die Anfänge sind einfach. Kompliziert wird es bei Details, die alle mit dem eigenen Körper dargestellt werden.

Schattenspiele: Grundlagen und Tricks

Schattenspiele erfordern viel Kreativität und körperliches Geschick. Foto: iStock, Thinkstock

Die Grundlagen

Benötigt wird etwas Platz, eine Lichtquelle und eine freie Wand. Eine Taschenlampe oder ein Projektor richtet gezieltes Licht auf die Wand. Die Zuschauer sitzen normalerweise im Schatten. Statt der Wand kann auch ein grosses Leintuch verwendet werden. Wird es mitten im Raum aufgehängt (beziehungsweise eine Dialeinwand aufgestellt), können die Zuschauer auch getrennt vom Spieler sitzen und sehen den Schattenspielen quasi von gegenüber aus zu.

Der Spieler agiert stets zwischen Leinwand und Lichtquelle. Sein Abstand zur beleuchteten Fläche ist für die Bildschärfe relevant. Mit etwas Übung lässt sich auf diese Weise beispielsweise das Fortgehen einer Figur aus der Szene und ihr Wiederkommen imitieren.

Einfache Handfiguren bilden

Die einfachsten und gleichzeitig schwierigsten Schattenspiele sind Figuren, die mit den Händen geformt werden. Bekannt ist der Fuchs oder Hase: Mittelfinger und Ringfinger werden mit den Fingerspitzen auf die Daumenspitze gelegt, sie ergeben Kopf und Auge. Zeigefinger und kleiner Finger werden als Ohren abgespreizt. Mit diesen kann der Fuchs lebhaft wackeln oder Nachdenklichkeit ausdrücken. Werden sie eingeknickt und die Finger des Kopfes rundlicher gebogen, wird aus dem Fuchs beispielsweise ein riesiger Ameisenkopf - oder was immer sich Spieler und Zuschauer darunter vorstellen.

Ein anderes, recht einfach zu gestaltendes Tier ist der Greifvogel: Beide Handflächen zeigen zum Spieler und werden an den Handgelenken übereinandergelegt. So treffen die Daumen aufeinander und werden parallel nach oben gestreckt. Mit den Fingern beider Hände lässt sich der Flügelschlag imitieren.

Für viele Handfiguren gibt es Anleitungsbücher oder Internetseiten. Die hohe Kunst der Schattenspiele wird natürlich erst mit viel Übung erzielt.

Mit mehreren Spielern arbeiten

Wenn zwei Spieler zusammenkommen, können Sie Fabeln, Tiermärchen oder eigene Tiergeschichten in Schattenspielen erzählen. Bei genügend Platz können die Spieler auf andere Weise mit vollem Körpereinsatz agieren: Sie zeigen Tänze oder Ring- und Boxkämpfe, erzählen die Geschichte von guten und schlechten Noten, die zu Hause gebeichtet werden müssen, von der ersten Liebe oder der Angst vor dem Zahnarzt. Ein Streit, ein Trunkenbold, das Wäscheaufhängen - Alltagssituationen sind einfach auszudenken, sehr gut nachzuspielen und für die Zuschauer rasch zu erkennen. Ausserdem machen gerade sie allen Beteiligten besonders viel Vergnügen. Schauergeschichten, Horrorkomödien, mörderische Einlagen oder witzige Episoden sind die besten Voraussetzungen für ausgezeichnete Unterhaltung.

Figuren erstellen

Schattenspiele können alternativ mit gebastelten Figuren stattfinden. Dazu werden beliebige Vorlagen auf starkem Karton ausgeschnitten. So entstehen das Hexenhaus samt Hexe, Hänsel und Gretel und das Mädchen mit den vielen Sterntalern. Natürlich sind Comic- oder Mangafiguren ebenfalls denkbar - gerade Schattenspiele bieten viel Raum für Fantasie. Die Pappkameraden werden an Schaschlikspiessen oder einer anderen Art von langen, dünnen Hölzchen befestigt. Jetzt können die Spieler sich klein machen, auf dem Boden robben oder kriechen, während ihre Figuren über ihnen vor der beleuchteten Fläche scheinbar ein Eigenleben führen. Das erfordert einiges Können.

Geschickte Hände basteln zusätzlich Gelenke: Die Gliedmaßen werden an Schultern, Ellbogen, Hüfte und Knie geteilt. Jedes Gelenk wird mit einer Briefklammer (Rundkopf- oder Flachkopfklammer) locker fixiert. Wird das Stäbchen an Ellbogen oder Knie befestigt, kann sich der Arm oder das Bein beugen. Dadurch sieht die Bewegung viel echter aus. Allerdings braucht man mehrere Stäbchen und einige Übung.

Ratespiele

Spannend wird es bei Schattenspielen, bei denen die Zuschauer raten dürfen. Es kann sich um Stars oder Prominente, um Literatur- oder Filmfiguren handeln, natürlich auch um Tiere, den Weihnachtsmann oder um Gegenstände sowie abstrakte Begriffe: eine Art «Wer oder was bin ich?» mithilfe von Licht und Schatten, geeignet für jedes Alter.

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