«Knall uf Fall» - das neue Album der Kinderliederband Silberbüx ist da!

80 Kinder haben Silberbüx bei ihrem neuen Album unterstützt. Sie haben bei den Texten der Lieder mitgeschrieben, die Songs einstudiert und im Studio eingesungen. Steffi von Silberbüx hat uns im Interview verraten, was die grösste Herausforderung war und warum Abenteuer für Kinder wichtig sind. 

Silberbüx ist mit einem neuen Album am Start

Silberbüx ist bereit für neue Songs und Abenteuer. Foto: Silberbüx

Steffi, was ist neu am Album «Knall uf Fall»?

Steffi: Neu ist, dass die Kinder viel mehr auf der CD zu hören sind, als bei den anderen Alben. Sie haben aber nicht nur gesungen, sondern uns auch bei den Songtexten geholfen. So sind neue Themen dazu gekommen.

Wie habt ihr die Kinder gefunden?

Wir haben von circa 20 Klassen aus dem Kanton Zürich vier ausgewählt. Es sind eine dritte, zwei vierte und eine fünfte Klasse. Von Januar bis März haben wir regelmässig mit den Kindern gearbeitet. Phasenweise haben wir wieder nur als Band an den Liedern gefeilt und die ganzen Instrumentalparts im Studio aufgenommen. Daraus ist dann dieses Gesamtkunstwerk entstanden.

Wie sah die Arbeit mit den Kindern aus?

Wir hatten zu Beginn einen Fragekatalog für die Kinder mit ganz allgemeinen Themen, zum Beispiel Familie, Freunde, Haustiere, Freizeit, Schule, Sport und so weiter. Jeder von uns arbeitete mit einer Klasse. In meiner ersten Lektion kam über das allgemeine Thema Tiere die Idee mit der «Üüle mit dä Büüle». Da wusste ich sofort: Daraus wird ein Song. Die Kinder waren bei dieser Arbeit extrem kreativ und frei. Unsere Aufgabe als erfahrene Liedermacher war es, zu bündeln, die richtigen Fragen zu stellen und bei den Reimen zu helfen.

Werden die Kinder auch bei euren Konzerten dabei sein?

Im Moment üben wir für die drei Auftritte im Schauspielhaus Zürich. Dort werden alle Kinder auf der Bühne stehen. Auch auf der CD werden sie zu hören sein. Bei unserer nachfolgenden Tour sind wir aber wie immer zu viert unterwegs. Wir werden sicher wieder als Geheimbande auftreten und die neuen Lieder spielen, sprich eine Menge neuer Geheimnisse zu erzählen haben.

In euren Liedern singt ihr in einer Kindersprache mit Kinderwörtern. Warum klingt das bei euch nicht gekünstelt?

Unser Anspruch ist es, Lieder aus der Perspektive der Kinder zu schreiben. Also nicht als Erwachsene so zu tun, als wären wir Kinder. Wir entdecken entweder in den Erlebnissen unserer eigenen Kindheit Fundstücke oder speziell bei diesem Album fragen wir die Kinder selber, wie sie es erzählen oder schreiben würden. Dazu kommt noch unser künstlerischer Anspruch: Wir formulieren auch gerne auf einer Erwachsenenebene. Das ergibt eine Zweispurigkeit oder auch eine Tiefe, die den Effekt hat, dass es sich für uns nicht fremd anfühlt.

Ein Lied auf dem neuen Album heisst «Ällei dihei». Könnt ihr über Themen singen, über die Bands für Erwachsene nicht singen können?

Ja und nein. Ich würde eher sagen: Nicht andere Themen bringen, aber Themen anders bringen. Das Lied zum Beispiel ist aus einer Diskussion mit den Kindern über Einsamkeit entstanden. Aber ehrlich gesagt: Wer von uns Erwachsenen kennt die Einsamkeit nicht? Sie ist ein Teil des Lebens. Neben der Ernsthaftigkeit des Themas ist das Humorvolle daran, dass sich das Kind am Schluss des Liedes wünscht, doch alleine zu Hause zu sein, weil es jetzt, wo die Mutter da ist, seine Hausaufgaben machen muss...

Im Lied «Spielplatz im Wald» singt ihr über Kinder, die alleine im Wald spielen. Gibt es das überhaupt noch, oder ist das eher eine idealisierte Kindheit?

Bei diesem Lied wollten wir auf die primär Fantasiewelt der Kinder eingehen. Unsere Frage an die Kinder war nicht: Was macht ihr in der Freizeit? Sondern: Wie sieht euer Wunschspielplatz im Wald ganz konkret aus?

Mag sein, dass die heutigen Kinder immer weniger draussen sind und ein Spielplatz im Wald eher nostalgisch gedacht ist. Unser Spielplatz im Lied ist jedoch nicht ein herkömmlicher Spielplatz, sondern eine Spiel-Fantasie-Fläche, auf welcher man mit dem Fuchs Fangis spielt, Trampolin auf dem Spinnennetz springt und es einen Bär am Honigmilch-Stand als Verkäufer gibt.

Als Band seid ihr ständig auf der Suche nach Abenteuern, warum ist das so wichtig für Kinder?

Wer an unsere Konzerte kommt, wird mitgenommen auf einen gemeinsamen Ausflug voller Abenteuer. Auf der Bühne sind wir vier Figurentypen: Benno «dä Gschitscht», Maurice «dä Gheimscht», Brigitt, «die Schnällst» und ich, Steffi «die Schtärchst». So können sich die Kinder mit einer oder jeder Figur von uns identifizieren. Auf diesem Fantasietrip mit uns teilen wir mit den Kindern unsere Geheimnisse und bieten ihnen einen Fantasienährboden für Abenteuer, die sie – natürlich auch über die Musik – mit Haut und Haar miterleben. Und bestandene Abenteuer machen selbstbewusst und stärken das Gemeinschaftsgefühl.

Wie unterscheidet sich die Welt in eurer Musik von der Erwachsenenwelt?

Das Wichtigste in der Kinder-Silberbüx-Welt sind sicher die Fantasie und die Spiel-Lust. Kinder sind extrem fantasievoll. Mit ihnen kann man in einer Stunde eine ganze Weltreise machen und zum Schluss stehen alle wieder auf und vor der Bühne. Die Kinder erleben das in ihrer Fantasie jeweils so real mit, dass es immer wieder vorkommt, dass Kinder nach den Konzerten zu uns kommen und uns ihre Geheimnisse verraten – wo ihr Geheimversteck ist zum Beispiel. Das sind wunderbare Momente.

Seid ihr aus diesem Grund Kindermusiker?

Ja, klar. Aber es kann auch anstrengend sein, wenn 80 Kinder reinkommen und etwas von einem wollen, man aber müde ist oder die Kinder nicht auf der richtigen Ebene abholen kann. Wenn das aber gelingt und alle zusammen in diese Welt abtauchen und die Musik miteinander teilen können, dann kommt gleich viel zurück, wie man gibt – wenn nicht mehr. (lacht)

Welche Musik hast du als Kind gehört?

«d Schlieremer Chind» habe ich geliebt und auch Pippi Langstrumpf. Pippi ist zwar mehr eine Geschichte, aber natürlich mit dem Lied am Anfang. Peter und der Wolf von Sergei Prokofjew und die Zauberflöte von Mozart – Ja, meine Eltern waren klassische Musiker – habe ich sehr oft gehört. Solche Bands wie heute hat es damals noch nicht so gegeben. Dafür durfte ich in die Oper, was auch cool war – nur dauerte es jeweils etwas zu lange...

Silberbüx stellt sich vor

Die neue CD von Silberbüx

Steffi, Brigitt, Benno und Maurice sind die Viererbande Silberbüx. An ihren Konzerten teilen sie ihre Musik mit den Kindern im Publikum und erleben spannende Räuberjagden. Parallel zu ihrer Kinderliederband sind sie als Schauspieler, Musiker und Theatermacher in der Schweizer Kunstszene unterwegs. Das merkt man auch bei ihren Auftritten, die voller Kreativität und Lebensfreude sind. Es gibt kleine szenische Einschübe und Solis von hoher Qualität. «Knall uf Fall» ist bereits das fünfte Album von Silberbüx und ihr grösster Wunsch ist, damit in die Charts zu kommen. 

Die neue CD können Sie auf der Webseite von Silberbüx bestellen. Wer ein Konzert besucht oder die CD kauft, wird in den Geheimbund aufgenommen und bekommt den Code zum Online-Tagebuch von Silberbüx. Was sich darin befindet ist streng geheim!

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