«Tabaluga berührt uns tief in unseren Herzen»

Peter Maffay verzaubert mit seinem Rock-Märchen «Tabaluga - Es lebe die Freundschaft» am 17. Dezember 2016 die Schweiz. Im Interview spricht er von seiner Zusammenarbeit mit Gölä und erklärt, warum Freundschaft heute wichtiger ist denn je.

Drachenpapa Peter Maffay und Tabaluga auf der Bühne.

Traumduo auf der Bühne: Tabaluga und sein Schöpfer Peter Maffay. Bild: ©Ralph Lahrmann.

Wir nehmen das Glück selbst in die Hand,
Die Hoffnung darauf kann uns keiner nehmen,
Denn Freunde wie wir sind seelenverwandt.

Singend zieht Drachenpapa Peter Maffay mit seiner Musical-Show «Tabaluga – Es lebe die Freundschaft!» am 17. Dezember 2016 ins Zürcher Hallenstadion ein. Das aktuelle Bühnenprogramm – eine Rückbesinnung – spricht Peter Maffay aus der Seele. Es bekennt sich zu den ureigenen Werten des Menschseins und Miteinanders: zum gegenseitigen Respekt, zur Hoffnung und zur Freundschaft. Elemente und Songs aus vorangegangenen Tabaluga-Abenteuern erhalten ein neues Gesicht. So kommt es, dass der kleine Drache Tabaluga und der Schneemann Arktos ihre langjährige Feindschaft beenden und mit vereinten Kräften ihre gemeinsame Welt retten – und (fast) zu Freunden werden. Die bekannte Tabaluga Hymne «Ich wollte nie erwachsen sein» klingt bereits in der Ouvertüre an und bildet gleichzeitig das Finale. Doch mit dem letzten Ton ist die Musik nicht zu Ende. Peter Maffay engagiert sich mit seiner Stiftung leidenschaftlich für traumatisierte Kinder und Jugendliche und vermittelt: Findet euren eigenen Weg und kämpft für eure Träume. 

Welche Träume am Ende des Tages bleiben, erzählt Peter Maffay im Interview.

Familienleben: Wie viel Tabaluga steckt in Peter Maffay?
Peter Maffay: Tabaluga begleitet mich seit vielen Jahren. Wir gehen gemeinsam durch dick und dünn. Natürlich ist er auch ein Sprachrohr für uns und unsere Visionen und Träume von einer besseren Welt.

Die Abenteuer des grünen Drachen begeistern Gross und Klein nun seit über dreissig Jahren. Was macht die Figur Tabaluga so faszinierend?
Natürlich ist Tabaluga ein Fabelwesen. Aber es steckt viel in ihm, das uns Menschen an uns selbst erinnert. Seine Abenteuer und seine Erkenntnisse haben so viel Tiefe, dass Fiktion und Realität sich treffen. Tabaluga berührt uns tief in unseren Herzen.

Worauf richten Sie bei Ihren Geschichten und Liedern für Kinder Ihr Augenmerk?
Ich denke in unserer turbulenten Zeit ist es wichtiger denn je, schon den jungen Menschen zu zeigen, worauf es wirklich ankommt. Kinder sehen die Welt aus einer ursprünglichen und unverfälschten Sicht. Das fasziniert mich.

Durch die Erzählungen rund um Tabaluga wollen Sie Werte vermitteln. Weshalb steht im neuen Musical besonders die Freundschaft im Mittelpunkt?
Freundschaft ist das was alles zusammenhält. Freundschaft heisst Verstehen, Vertrauen und Verlässlichkeit. Freundschaft verbindet Jung und Alt und ganze Nationen. Wenn wir auf das Weltgeschehen blicken, sehen wir so viele Zerwürfnisse und Konflikte, dass jeder sich nach einer besseren, heileren Welt sehnt.  Freundschaft und der richtige – respektvolle – Umgang miteinander ist für uns der Wert, der gerade jetzt wiederbelebt werden muss. Das versuchen wir mit der Geschichte «Es lebe die Freundschaft!» zu stützen, in der ehemalige Feinde zu Freunden werden.

Am 17. Dezember kommen Sie für das Abschlusskonzert Ihrer Tournee ins Zürcher Hallenstadion. Worauf darf sich das Publikum freuen?
Auf mehr als 180 Mitwirkende, darunter so tolle Darsteller wie Rufus Beck, Heinz Hoenig und Uwe Ochsenknecht, auf neue Songs und die grössten Hits aus früheren Tabaluga-Alben, auf atemberaubende Kostüme und faszinierende Lichteffekte.

Worauf freuen Sie sich?
Ich freue mich darauf, mit Gölä zu performen. Wir sind musikalisch auf einer Wellenlänge und mittlerweile Freunde geworden. Wir sind aus demselben Holz geschnitzt, zwei grosse Rockbuben. Ich freue mich aber auch auf Zürich, darauf, vielleicht am See spazieren zu gehen und in der Stadt vorweihnachtliche Atmosphäre zu schnuppern.

Sie haben in einem Interview erklärt, dass die Märchenwelt von Tabaluga zwar eine wunderschöne Seitenstrecke sei, Sie aber immer wieder gerne auf Ihre «Rock ’n’ Roll - Autobahn» zurückkehren. Wie sind Ihre Leidenschaften vereinbar?
Ich habe immer schon das Leben mit Musik in all seinen Facetten und mit all seinen Möglichkeiten gemocht. Wenn es zu einseitig ist, wird mir schnell langweilig. Das gilt im Alltag genauso wie auf der Bühne. Deshalb bin ich froh, dass ich Tabaluga und die Rock-Konzerte habe und dass es neben der Musik viele andere Betätigungsfelder gibt.

Die «Peter Maffay-Stiftung» bietet Schutzräume und Ferienhäuser für traumatisierte Kinder und Jugendliche. Was erzählen Sie einem Kind, das es im Leben nicht leicht hat? 
Einem Kind können wir nur eine Atempause vom Alltag gönnen, ein kleines Stückchen heile Welt ermöglichen und so ein Hoffnungsschimmer sein. Unsere Ferienfreizeiten sollen zeigen, dass es auch eine andere Welt gibt, die ihnen offen steht. Jugendlichen versuchen wir zu vermitteln, dass man im Leben – selbst, wenn es noch so beschissen ist – immer eine Wahl hat. Man kann aufgeben oder kämpfen. Man kann sich lösen und seinen eigenen Weg gehen oder bleiben, was man ist. «Hau rein, versuch so viel wie möglich zu lernen», das ist mein Rat. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Vieles was ich mal gelernt habe, kann ich heute gut gebrauchen. Wenig davon war vergebens oder unnütz.

Sie haben in ihrem Leben bereits vieles erreicht. Welche Träume haben Sie noch?
Was meinen Sie mit «noch»? Ich habe jede Menge Träume. Ich möchte die im Bau befindlichen Ferieneinrichtungen für traumatisierte, sozial benachteiligte und kranke Kinder in Siebenbürgen und in Bayern fertigstellen. Ich würde gerne einen LKW-Führerschein machen. Ich möchte öfter auf dem Land sein und mich mehr mit der Natur beschäftigen. Davon träume ich. Wer weiss, vielleicht steht dann eines Tages im Telefonbuch: Maffay, Peter; Landwirt und Musiker. Ich bleibe neugierig. Das Leben hält viele Überraschungen bereit.

Ich wollte nie erwachsen sein.
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