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Hat mein Kind Heuschnupfen? Häufige Symptome und die richtige Behandlung

Laufende Nase, Niesen oder sogar Husten: In der Schweiz zeigen laut dem Schweizer Allergiezentrum rund 20 Prozent der Gesamtbevölkerung allergische Reaktionen auf Pollen. Am stärksten betroffen sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 17 und 25 Jahren. Heuschnupfen kann aber schon ab dem dritten Lebensjahr auftreten. Eine Pollenallergie bei Kindern sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Was du über eine allergische Reaktion gegen Pollen wissen musst, wie sie sich bei Kindern zeigt und welche Hausmittel und Medikamente helfen.

Kleiner Junge hält sich Blumenstrauss vors Gesicht
Hat dein Kind im Frühling ständig eine Schnudernase? Vielleicht ist eine Pollenallergie der Grund. © GettyImages Plus, portishead1

Heuschnupfen bei Kindern: Das Wichtigste in Kürze

Heuschnupfen ist die häufigste Allergie in der Schweiz. Je nachdem, auf welche Pollen eine allergische Reaktion gezeigt wird, können sich schon ab Februar erste Symptome bemerkbar machen. Auch Kinder können ab dem dritten Lebensjahr Heuschnupfen haben, in dem Alter ist eine Pollenallergie aber eher selten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder allergisch auf Pollen reagieren, steigt mit zunehmendem Alter und erreicht bei den 17- bis 25-Jährigen den Höchstwert.

Du bist nicht sicher, ob dein Kind an Heuschnupfen leidet? Wenn es Symptome zeigt, sollte dies immer ärztlich abgeklärt werden. So kann auch eine passende Therapie gefunden werden, um die Symptome nachhaltig zu lindern - ob Heuschnupfen oder nicht.

Heuschnupfen bei Kindern: Die Symptome

Vom Frühjahr bis in den Herbst blühen hierzulande verschiedene Pflanzen. Die Pollen dieser Pflanzen können auch schon bei Kindern Allergien auslösen. Kinder zeigen bei Heuschnupfen dieselben Symptome wie Erwachsene. Die Symptome sind mit denjenigen einer Grippe zu vergleichen.

An diese Symptomen erkennst du, ob dein Kind Heuschnupfen hat

Muss dein Kind häufig niesen, hat eine laufende oder verstopfte Nase oder schläft nachts nur schlecht ein? Dann besteht die Möglichkeit, dass es unter einer Pollenallergie leidet.

  • Tränende und juckende Augen: Eine Pollenallergie kann die Augenlider anschwellen lassen und zudem für tränende und juckende Augen sorgen.
  • Niesreiz: Hatschi! Heuschnupfen sorgt auch bei Kindern häufig für ein lästiges Kitzeln in der Nase.
  • Laufende und verstopfte Nase: Von Heuschnupfen betroffene Kinder haben oft eine laufende und verstopfte Nase. Dies, weil die Nasenschleimhaut geschwollenen ist.
  • Atemnot: Die geschwollene Nasenschleimhaut erschwert auch das Atmen. Bis zu 32 Prozent, der von Heuschnupfen betroffenen Kindern, leidet zudem an Asthma.
  • Kratziger Hals: Halsweh oder trockener Hals? Ein Kratzen im Hals ist oft ein Symptom für Heuschnupfen.
  • Husten: Es kann sogar ein allergischer Husten auftreten: Durch das Kratzen und Schleim im Hals müssen betroffene Kinder auch häufig husten.
  • Müdigkeit: Wie bei einer Grippe sind Kinder, die an Heuschnupfen leiden, von Müdigkeit und Abgeschlagenheit geplagt.
  • Schlafstörungen: Durch Symptome wie Husten, laufende Nase und Atemnot haben Kinder mit Pollenallergie oft Mühe mit dem Einschlafen.

Heuschnupfen: Wann blüht was?

Einen Überblick für die aktuelle Pollenbelastung mit den häufigsten Verursachern von Heuschnupfen findest du bei SRF Meteo oder auf pollenallergie.ch.

Ab welchem Alter können Kinder Heuschnupfen haben?

Das Risiko, eine allergische Reaktion gegen Blütenstaub zu zeigen, steigt mit dem Heranwachsen der Kinder. Im Vorschulalter ist Heuschnupfen sehr selten, vom 7. bis zum 15. Lebensjahr sind Allergien dann schon weiter verbreitet.

Können schon Kleinkinder eine Pollenallergie haben?

Ganz selten reagieren auch schon Kleinkinder allergisch auf Pollen. Dies ist dann jedoch meist auf genetische Vererbung zurückzuführen. Normalerweise tritt Heuschnupfen bei Kindern erst ab einem Alter von etwa drei Jahren auf und ist auch dann noch eher selten. Auch im Vorschulalter zeigen Kinder eher selten Symptome einer Pollenallergie.

In diesem Alter tritt Heuschnupfen am häufigsten auf

In der Schweiz leiden rund 20 Prozent der Gesamtbevölkerung an Heuschnupfen. Am meisten betroffen sind Jugendliche und junge Erwachsene von 17 bis 25 Jahren. Bei Kindern steigt das Risiko vom siebten bis zum 15. Lebensjahr. Zudem sind im Kleinkindalter Kinder mit dem biologisch männlichen Geschlecht häufiger betroffen als biologisch weibliche Kinder. Im Jugendalter gleicht sich dies dann wieder aus.

Was hilft, wenn Kinder Heuschnupfen haben?

Heuschnupfen kann wie alle anderen Allergien nicht geheilt werden. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, die Symptome einzudämmen und das Leiden zu mindern. Von einfachen Hausmitteln und Nasensprays bis zu Antiallergika für Starkbetroffene. Je nach Symptom eignen sich andere Behandlungsmethoden.

Heuschnupfen bei Regen

Dass die Symptome von Heuschnupfen bei regnerischem Wetter generell milder sind, ist ein Mythos. Bei schwachem Regen stimmt dies zwar, da dadurch die Luft gereinigt wird. Starkregen kann die Symptome jedoch verschlimmern, weil die Pollen dadurch zu viel Flüssigkeit aufnehmen. Wenn der Blütenstaub dann zu Boden fällt, platzen die Körner und setzen so Allergene frei.

Hausmittel und Tipps gegen Heuschnupfen

Zeigen sich bei Kindern nur milde Symptome, können Eltern versuchen, diese mit einfachen Hausmitteln zu lindern. Von Honig bis Zwiebeln – diese Hausmittel können gegen Heuschnupfen helfen.

Wichtig: Hausmittel können in den meisten Fällen nicht alleine zur Bekämpfung von Heuschnupfen-Symptomen angewendet werden. Bitte informiere dich bei deinem Arzt über allfällige Nebenwirkungen von Hausmitteln und wann sie Sinn machen.

Honig: Ein Esslöffel Honig soll allergische Reaktionen von Pollen mildern. Das Immunsystem soll so durch den im Honig enthaltenen Blütenstaub vorbereitet und desensibilisiert werden, wodurch die Allergie gemildert werden soll.

Schwarzkümmel gegen Heuschnupfen: Unser Kinderarzt riet uns zu Schwarzkümmelöl. Dieses soll entzündungshemmend wirken, die Schleimhäute beruhigen und das Immunsystem stärken. Schwarzkümmelöl kann in Reinform eingenommen werden oder auch als Kapsel. Und am besten schon vor Beginn der Heuschnupfenzeit!

Ingwer: Ingwer wirkt entzündungshemmend und kann gegen das Kratzen im Hals angewendet werden.

Nasenspülungen: Selbst gemachte Nasenspülungen mit Salzwasser helfen allen mit blockierten Atemwegen endlich wieder frei zu amten.

Haare waschen: In den Haaren bleibt viel Blütenstaub hängen. Leidet dein Kind unter akutem Heuschnupfen, sollten die Haare möglichst täglich gewaschen werden.

Bergluft: In den Bergen ist die Pollenbelastung meist geringer als im Flachland. Ein Wochenendausflug ist also nicht nur spassig, sondern auch gut für betroffene Kinder, um endlich wieder tief durchzuatmen.

Bergluft kann Kindern mit Heuschnupfen helfen.
Bergluft kann Kindern mit Heuschnupfen helfen. © AleksandarNakic / E+

Nasenspray oder Antiallergikum, wenn das Kind Heuschnupfen hat?

Obwohl in der Apotheke viele Antiallergika rezeptfrei bezogen werden können, sollte Kindern nicht einfach so Antiallergika verabreicht werden. Ob dein Kind Heuschnupfen hat, sollte auf jeden Fall immer zuerst in der Hausarztpraxis abgeklärt werden, bevor Medikamente verabreicht werden. Ärztinnen und Ärzte können Medikamente verschreiben und genaue Angaben über mögliche Nebenwirkungen geben.

Es gibt Nasensprays in der Apotheke zu kaufen, die extra für Kinder sind. Nasenspray sollten jedoch nicht zu oft gegeben werden. Und: Auch hier empfiehlt es sich, ärztlichen Rat einzuholen.

Hilft Homöopathie, wenn Kinder Heuschnupfen haben?

Die Wirkung von Homöopathie konnte nie wissenschaftlich nachgewiesen werden. Wenn du trotzdem auf die Wirkung von Homöopathie setzen willst, kannst du deinem Kind beispielsweise mehrmals täglich «Klosterfrau allergin Globuli» verabreichen. Genauere Angaben können der Packungsbeilage entnommen werden.