Erziehung: Kinder brauchen Grenzen und Regeln

Regeln und Grenzen geben Kindern Sicherheit. Sie lernen zu erkennen, was von ihnen erwartet wird. Doch Kinder halten sich nicht immer an Regeln, die Eltern aufgestellt haben. Das ist ganz normal. Wie Sie in solchen Situationen reagieren können, lesen Sie im Artikel.

Kinder brauchen Regeln und Grenzen, die sie von Eltern bekommen

Kinder brauchen Grenzen, um anderen Mitmenschen mit Respekt zu begegnen.

Weil Kinder Halt, Sicherheit und Schutz suchen, machen sie so lange auf sich aufmerksam, bis ihr Bedürfnis danach gestillt wird. Wenn wir angemessen auf ihre Aktionen reagieren, fühlen sie sich ernst genommen. Kindern Grenzen zu setzen bedeutet deshalb, sie zu achten und als Mitmenschen anzusehen. Grenzen bieten also Orientierung und zeigen Kindern, was von ihnen erwartet wird und wie sie sich verhalten sollen.

Klare Grenzen ermöglichen es Kindern, das Gefühl der sozialen Zugehörigkeit zu erfahren und ihre Rolle in einer Gruppe zu finden. Das heisst, dass sie einerseits lernen, sich in einer Gesellschaft zu bewegen. Andererseits werden sie ihren Mitmenschen aber auch mit Rücksicht und Respekt begegnen können.

Ebenso wie sie die Grenzen bei Erziehenden oder in der Gruppe austesten, spielen Kinder auch mit ihren eigenen Fähigkeiten. Sie suchen ihre Leistungsgrenzen und versuchen Herausforderungen zu bestehen. Dadurch können sie ihr Selbstwertgefühl stärken. Wenn sie Grenzen überschreiten, möchten sie neues Terrain erkunden und ihre Fertigkeiten austesten. Können sie dabei Grenzen erspüren und erfühlen, erhalten sie körperliche Erfahrung. Sie sind vielleicht bereit, künftig anders zu handeln. So lernen sie, für sich Verantwortung zu übernehmen.

Grenzerfahrungen und Grenzüberschreitungen gehören zur normalen Entwicklung. Wenn Kinder uns herausfordern, dann nicht, weil sie uns «eins auswischen» oder speziell ärgern wollen. Vielmehr drücken sie damit ihr Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit aus.

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