Warum Fitness wichtig für Kinder ist

Für den menschlichen Körper ist stetes Sitzen nicht gesund. Kindern sollte man das dauernde Stillsitzen am besten erst gar nicht angewöhnen. Fitness, Sport und Bewegung sind für viele Kinder in der Schweiz ein Fremdwort. Das zeigen über zwei Millionen Erkrankungen pro Jahr, unter denen Erwachsene in der Schweiz infolge von Bewegungsmangel leiden.

Kinder brauchen Sport und Bewegung.

Kinder haben oft einen natürlichen Bewegungsdrang und viel Spass dabei. Foto: iStock, Nagy-Bagoly Ilona, Thinkstock

«Wie geht's?» lautet die Standardfrage nach dem Befindlichkeitszustand eines lieben Menschen, eines Nachbarn, eines Arbeitskollegen. Jeden Tag von neuem wird diese Frage ganz selbstverständlich gestellt. An das Gehen denkt dabei kaum jemand. Das liegt an unserer modernen Welt, die so eingerichtet ist, dass wir uns kaum mehr bewegen müssen. Die Alltagswege legt das Auto zurück, der Zug, der Lift. Die 650 menschlichen Muskeln, die in der Vergangenheit wichtig waren, um zu jagen und zu sammeln, zu kämpfen und zu fliehen, haben heute weitgehend Pause.

Bewegung gehört zum Körper

Auch wenn Sie jetzt denken, dass Sie sich genug bewegen, so gut wie die Steinzeitmenschen bewegen Sie sich wahrscheinlich nicht. Unsere Vorfahren legten früher bis zu 25 Kilometern täglich zu Fuss zurück. Warum das eine Rolle spielt? Der menschliche Körper hat sich seit der Steinzeit nicht mehr verändert. Er hat sich unseren modernen Lebensgewohnheiten und Alltagsbequemlichkeiten nicht angepasst. Er ist immer noch auf Bewegung eingestellt. Fehlt sie, produziert er Probleme. Herz-Kreislaufprobleme, Rückenprobleme, Verdauungsprobleme, Atemprobleme. Und auch das Immunsystem funktioniert besser mit ausreichend Bewegung.

Als das Schweizer Fernsehen im Sommer 2007 das Leben von Pfahlbauern nachstellte, wurde die Pfahlbauer-Familie mit Bewegungsmessern ausgerüstet. Das Resultat: Die Pfahlbauern haben sich eindeutig mehr bewegt als die Menschen heute. Die Pfahlbauer erfüllten samt und sonders die Bewegungsempfehlungen der Bundesämter für Gesundheit und für Sport. Das Fehlen von Annehmlichkeiten scheint sich positiv auf die Gesundheit auszuwirken.

Dass Bewegung ursprünglich zu unserem Körper gehört, zeigen uns vor allem die Kinder. Ihnen ist oft ein natürlicher Bewegungsdrang angeboren. Gut tut, wer ihn dem Kind nicht aberzieht, sondern es schafft, ihn in gesunde Bahnen zu lenken und das Kind zum Sport zu motivieren. Mit der Mitgliedschaft in einem Sportverein, mit Spielen im Freien, mit Ausflügen. Wer zulässt, dass sich das Kind dauernd von den Fernseher setzt oder an das Computerspiel, begünstigt vielfältige Erkrankungen, die aufgrund von Bewegungsarmut entstehen können. Dass heute jedes fünfte Kind übergewichtig ist, liegt nicht nur an der Ernährung, sondern vor allem auch am Bewegungsmangel.

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