Ausbildung: Wie schreibe ich die perfekte Bewerbung für meine Lehrstelle?

Schriftliche Bewerbungen haben bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oberste Priorität. Sie müssen so gut sein, dass der Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Hier erfahren Sie, wie eine perfekte Bewerbung aussehen sollte.

Eine junge Frau arbeitet mit ihrer Mutter am Computer.

Eine Bewerbung sollte am Computer geschrieben werden. Foto: ©iStockphoto.com/AVAVA

Bewerben ist echte Schwerstarbeit, aber auch Übungssache. Mit zunehmender Erfahrung geht vieles, wie formulieren und strukturieren, leichter von der Hand. Schülerinnen und Schüler sollten sich spätestens anderthalb Jahre vor ihrem Schulabschluss mit der Berufswahl beschäftigen. Dies ist ein Prozess, der Zeit benötigt und reifen muss. Es gilt herauszufinden:

Was macht mir Spass?
Was kann ich?
Wo liegen meine Stärken und Schwächen?
Erfülle ich die Grundvoraussetzungen für meinen Traumberuf?

In einer ruhigen Stunde am Schreibtisch lassen sich solche Basisinformationen gut sammeln. Weitere Anhaltspunkte zur Konkretisierung sind:

  • Bin ich gerne mit Menschen zusammen? Bin ich kommunikativ?
  • Bin ich begeisterungsfähig? Habe ich kreatives Potenzial?
  • Behalte ich bei Stress die Nerven und kann strukturiert arbeiten?
  • Sitze ich gerne am Schreibtisch?
  • Habe ich Kraft und Ausdauer? Kann ich harte körperliche Arbeit verrichten?

Auch die Eltern, Grosseltern, Geschwister und Freunde sind gute Ansprechpartner, um ein Persönlichkeitspotenzial zu erstellen.

Ein weiterer Schritt zur Verdeutlichung des Berufsbildes ist herauszufinden, wofür das Herz schlägt: Was treibt dich an? Wo vergisst du die Zeit? Um welche Talente beneiden dich andere?

Ein kleines Beispiel dazu: Mario ist der Technikfreak in der Familie. Wenn der DVD-Player streikt, das Fahrrad eiert, dann ist Mario gefragt. In der Schulband ist er für die Wartung und Instandhaltung der Musikinstrumente zuständig. Diese Tätigkeiten sind sein liebster Zeitvertreib. Es ist also naheliegend, wenn er sich für eine Ausbildung in der Technikbranche interessiert.

Stehen diese Grundpfeiler fest, geben die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) respektive der Berufsberater Auskunft über Berufe in diesem Gebiet. Nun ist es an der Zeit zu recherchieren: Wie sieht die genaue Ausbildung aus? Was sind die Inhalte? Wo wird ausgebildet? In welchen Branchen kann man später arbeiten? Gespräche mit Erwachsenen, die in diesem Beruf arbeiten, erweisen sich als sehr aufschlussreich. Ebenso informativ sind Praktika oder eine Firmenbesichtigung am Tag der offenen Tür. Diese Findungsphase kann ein Jahr lang dauern. Dann sollte mit gezieltem Bewerben begonnen werden. Firmen inserieren in Zeitungen, in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren und in Onlineportalen. Aber auch gezielte Nachfragen in der Personalabteilung sind erfolgsversprechend.

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