Den richtigen Katzensitter aussuchen

Endlich steht die Ferienreise an. Ihre Katze muss leider zu Hause bleiben. Die vorübergehende Lösung ist ein Katzensitter. Tipps, worauf Sie bei der Wahl eines Betreuers achten sollten.

Ferienzeit? Wir haben Tipps, wie Sie den passenden Katzensitter finden

Bevor Sie Ihre Katze einem Sitter übergeben, sollte er gut instruiert werden. (Foto: cyano66/Thinkstock,iStock)

Wer soll die verantwortungsvolle Aufgabe, Ihre Katze zu betreuen, übernehmen? So überlegt man zuerst, ob als Ferienbetreuer Ihres Lieblings jemand aus Ihrem direkten Umfeld infrage käme oder ob Sie einen Dienstleister beauftragen. Freunde und Nachbarn besitzen den Vorteil, dass Sie Ihnen bekannt sind und bereits eine gewisse Vertrauensbasis besteht. Andererseits besteht aber auch das Risiko, dass nicht genug Expertenwissen vorhanden ist, um in Ausnahmesituationen die richtigen und eventuell lebensnotwendigen Entscheidungen zu treffen.

Professionelles Sitting mit Vertrag

So empfiehlt auch der Schweizer Tierschutzverband, die Tierpflege während einer längeren Abwesenheit einem professionellen Tiersitter anzuvertrauen. Eine Vielzahl von Angeboten dazu finden Sie im Internet. Im Interesse beider Seiten sollte ein Tiersittingvertrag abgeschlossen werden, aus dem hervorgeht, dass Ihre Katze nicht krank und gegen relevante ansteckende Krankheiten geimpft ist. Sollte dennoch einmal ein Tierarztbesuch notwendig sein, so geben Sie in dem Vertrag Ihre ausdrückliche Erlaubnis dafür und erklären die Kostenübernahme.

Auch wenn Ihr Tier zu Hause bleibt, so ist es sinnvoll für Ihren Stubentiger einen Schweizer Heimtierpass zu beantragen. Dieser dient auch zur Identifikation Ihres Vierbeiners beim Tierarzt, sodass der Katzenbetreuer im Notfall belegen kann, dass er genau das Tier betreut, welches im Pass angegeben ist. Ein Antragsformular bietet das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen.

Vertrauen zwischen Tier und Sitter schaffen

Katzen sind bekanntlich eigenwillig mit der Wahl ihres «Personals». So kann es vorkommen, dass der von Ihnen gewählte Ferienbetreuer Ihrer Katze nicht sympathisch ist und sie ihm nicht vertraut. Deshalb sollte es frühzeitig genug vor der Abreise ein Kennenlernen geben. Ihr Stellvertreter sollte der Samtpfote Futter geben, das Katzenklo reinigen und im Idealfall die Katze bürsten oder kämmen. So lernt das Tier den neuen Versorger während Ihrer Anwesenheit kennen und baut eventuelle Scheu ab.

Zusätzlich ermöglicht eine solche Eingewöhnung, dass der Tiersitter alle notwendigen Gegebenheiten in Ihrem Haushalt kennenlernt. Er erfährt, wo das Futter steht, welche Plätze Ihr Liebling bevorzugt und wohin er den Inhalt der Katzentoilette entsorgt. So entsteht auch bei ihm eine gewisse Sicherheit, da er sich so von Beginn an im Territorium seines temporären Schützlings auskennt. Ausserdem können Sie sich einen persönlichen Eindruck von Ihrem Ferienhelfer im Umgang mit Ihrem Tier bilden.

Was darf ein Katzensitter kosten?

Grundsätzlich handelt es sich nur um eine Dienstleistung und nicht um einen anerkannten Beruf. Insofern gibt es keine festen Tarife. Dennoch sind Empfehlungen zu finden, die zwischen 35 und 50 Franken pro Tag liegen. Hinzu kommen die Kosten für Futter, Katzenstreu und Fahrtkosten für den Auftragnehmer. Eventuell hinterlegen Sie vorsorglich auch eine Summe für einen womöglich erforderlichen Tierarztbesuch.

Worauf sollten Sie sonst noch achten?

Damit Ihr Haustier stressfreie Ferien zu Hause verbringen kann, sollten Sie dem Aufpasser eine Liste mit den zu erledigenden Aufgaben übergeben, damit er im Sinne Ihrer Katze nichts vergisst. Zudem sollte er Ihre Kontaktdaten vom Ferienort sowie die Adresse des Tierarztes vorliegen haben.

Der geplante tägliche Zeitaufwand des Betreuers sollte fest vereinbart werden. So ist gewährleistet, dass das Tier nicht zu kurz kommt. Wenn es feste Rituale gibt, sollten Sie diese dem Betreuer ebenso mitteilen wie eventuelle aussergewöhnliche Eigenarten des Tieres. Wohnungskatzen, die üblicherweise als Freigänger ausserhalb unterwegs sind, sollte dieses Privileg nicht verwehrt werden, da dadurch Verhaltensstörungen ausgelöst werden könnten.

Mit diesen Informationen dürften beiden Seiten entspannte und erholsame Ferien bevorstehen.

Tipps für den idealen Hundesitter finden Sie hier.

Erstellt im August 2017 / (red)

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