Harmonisches Miteinander – Kaninchenhaltung in der Wohnung

Kaninchen sind keine Einzelgänger und brauchen Auslauf. Beachten Sie dies bei der Kaninchenhaltung in der Wohnung. Nur so ist gewährleistet, dass sich die Kleintiere wohlfühlen und kein aggressives Verhalten entwickeln. 

Kaninchen in der Wohnung artgerecht halten

Weil Kaninchen beim Freigang nicht immer stubenrein sind, hilft eine alte Decke. (Foto: Maja Dumat/pixelio.de)

Ein Freigehege für Kaninchen ist nicht immer möglich. In so einem Fall entscheiden sich Menschen dafür, die Kleintiere in der Wohnung zu halten. Um so wichtiger ist es dann, den Kaninchen genügend Platz und Beschäftigung zu bieten. Werden einige Tipps und Anregungen beachtet, sind eine artgerechte Haltung und ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Tier möglich.

Grosse Gehege für die Kaninchen

Im Handel werden die unterschiedlichsten Gehege angeboten. Leider werden noch immer viele Käfige für Kaninchen verkauft, die für eine artgerechte Haltung zu klein sind. Kaninchen brauchen viel Platz. Kaufen Sie so ein grosses Kaninchengehege, damit Sie für mindestens sechs Quadratmeter unverstellte Grundfläche ab zwei Kaninchen sorgen können. Achten Sie bei der Beschaffung von Futter- und Trinkschalen sowie Klettergerüsten darauf, das Gehege damit nicht vollzustellen. In einem geräumigen Kaninchengehege können Sie auch in den Zeiten, wo Sie nicht in der Wohnung sind, den Kaninchen genügend Auslauf ermöglichen.

Stellen Sie das Gehege nicht an einen Platz, wo es zu laut ist und ein ständiges Geläufe gibt, damit die Kaninchen ihre Ruhe haben. Zudem ist ein sonniger Platz ungeeignet, am besten stellen Sie den Käfig in eine Ecke gegenüber dem Fenster oder in ein separates Zimmer.

Worauf achten bei der Kaninchenhaltung in der Wohnung

Schauen Sie in erster Linie, dass Sie mindestens zwei Kaninchen halten, weil sie Artgenossen um sich herum brauchen. Zweitens müssen Sie achtgeben bei Elektrokabel, Tapeten, Zimmerpflanzen und andere Einrichtungsgegenstände, weil Kaninchen mit Leidenschaft daran knabbern. Wichtig ist, dass Pflanzen, vor allem giftige Zimmerpflanzen und Elektrokabel für die Kaninchen unerreichbar sind. Auch spitze oder scharfkantige Gegenstände gehören nicht in die Nähe der Tiere.

Wenn die Kaninchen ihren täglichen Auslauf bekommen, lassen Sie die Kleintiere am besten nicht unbeaufsichtigt. So können sie auch nicht unter den Möbeln verschwinden. Sind einige Bereiche der Wohnung tabu für die Tiere, können diese Bereiche mit einem handelsüblichen Freilaufgehege begrenzt werden.

Am einfachsten ist es, wenn die Kaninchen selbst entscheiden können, ob und wie lange sie das Gehege verlassen und die Wohnung erkunden. Am besten steht das Gehege auf dem Boden oder ist durch eine flache Rampe mit dem Auslauf verbunden. Meistens sind Kaninchen nicht völlig stubenrein, deshalb ist es sinnvoll, den Boden mit alten Decken oder Bettlaken abzudecken.

Trotz Auslauf ist eine sinnvolle Beschäftigung notwendig

Kaninchen wollen beschäftigt werden und haben grossen Spass dabei. Die kleinen Mitbewohner freuen sich über jede Abwechslung. Aus Kartons lassen sich kleine Abenteuerpaläste bauen, auch eine Buddelkiste sollte bei der Kaninchenhaltung in der Wohnung nicht fehlen. Der Behälter kann mit verschiedenen Materialien, wie beispielsweise Sand, Blättern, Erde oder Rindenmulch befüllt werden. Die Kaninchen werden es lieben.

Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit für das Kaninchen ist ein Snackball. Einfach den Ball mit Leckereien befüllen und schon ist es ein Riesenspass für Mensch und Tier. Allein mit einfachen Gegenständen, die in jedem Haushalt vorhanden sind, können lustige Parcours gebaut werden. Stühle, Steine und Kartons sind schnell aufgestellt und bereiten den Kaninchen Freude.

Erstellt im August 2017 / (red)

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