Katzen haben 7 Leben – Alles nur ein Mythos?

Katzen haben 7 Leben, heisst es im Volksmund. Tatsächlich bewegen sich die robusten kleinen Jäger geschickt über alle Hindernisse. Erfahren Sie hier, was an dem alten Sprichwort Mythos und was Wahrheit ist!

Die 7 Leben der Katzen - Was liegt dahinter?

Die wagemutigen Katzen überleben fast jeden Sprung unverletzt. (Foto: Erlobrow/Thinkstock, iStock)

Um die Katze ranken sich zahlreiche Sprichwörter. Dass sie angeblich 7 Leben hat, ist eines der bekanntesten, denn nicht selten verblüffen die samtpfotigen Hausgenossen mit ihrer schier unglaublichen Fähigkeit, Stürze zu überleben. Forscher vermuten deshalb, dass die Redensart entstanden ist, weil Katzen auch Unfälle heil überstehen, die für Menschen alles andere als glimpflich ausgehen würden. Doch auch alte magische Vorstellungen scheinen bei dem Glauben an die 7 Leben der Katze mitzuspielen.

Katzen haben 7 Leben – oder sind es sogar 9?

Die Ursprünge des Sprichworts liegen im Dunkeln der Geschichte. In früheren Jahrhunderten wussten sich die Menschen nicht zu erklären, warum Katzen immer auf den Pfoten landen. Ausserdem wirkten sie durch ihre geräuschlose Fortbewegung und ihre in der Nacht leuchtenden Augen manchmal fast wie übernatürliche Wesen. Der Gedanke, dass die Samtpfoten anders als Menschen mehr als nur ein einziges Leben haben, lag deshalb nahe.

Es ist auch kein Zufall, dass es ausgerechnet 7 Leben sind, die Katzen zugesprochen werden. Schon in frühchristlichen Zeiten war die 7 eine besondere Zahl, wie sich auch an den 7 Sakramenten, den 7 Todsünden und den 7 Tugenden ersehen lässt. Eine magische Bedeutung erhält die diese Zahl vor allem deshalb, weil sie in der mittelalterlichen Zahlensymbolik als Kombination der Erde mit ihren 4 Himmelsrichtungen angesehen wurde. Aber auch für die alten Germanen war die 7 eine Glückszahl, weshalb sie in vielen traditionellen Märchen auftaucht.

Nur im englischsprachigen Raum sieht es etwas anders aus. Katzen haben dort nicht 7 Leben, sondern 9. Vermutlich ist das auf die besondere Geschichte der Britischen Inseln zurückzuführen. Schon den Kelten war die Zahl 9 heilig, denn diese symbolisierte für sie das Universum. Und auch in der Mythologie der Wikinger, die später grosse Teile Englands besiedelten, spielte die 9 eine wichtige Rolle. Leider reichten den Katzen im Mittelalter weder 7 noch 9 Leben aus, als sie als angebliche Vertraute des Teufels unbarmherzig verfolgt wurden.

Katzen sind Überlebenskünstler

Bereits in früheren Jahrhunderten konnten die Menschen natürlich beobachten, dass Katzen aussergewöhnliche Herausforderungen meistern können. Besonders beeindruckend ist natürlich, dass selbst das unscheinbarste Büsi aus grossen Höhen fallen und trotzdem unverletzt bleiben kann. Erst vor wenigen Jahren haben Wissenschaftler herausgefunden, warum Katzen auf ihren Pfoten landen können und auch nach Verletzungen schnell wieder gesund werden.

Hochgeschwindigkeitsaufnahmen verraten es: Wenn eine Katze fällt, dreht sie sich ganz automatisch. Dabei sorgt der sogenannte Stellreflex durch entgegengesetzte Bewegungen des vorderen und hinteren Körperbereichs dafür, dass sie problemlos mit den Pfoten aufkommen kann. Ihre geschmeidigen Gelenke können zudem den Aufprall gut abfedern. Das heisst aber nicht, dass Ihr Büsi in jedem Fall unverletzt bleibt. Gerade, wenn nicht genug Zeit zum Drehen bleibt oder der Untergrund nicht frei ist, können auch Katzen schwere Verletzungen davontragen.

Ein wenig geheimnisvoll sind aber Katzen auch heute noch. Selbst dann, wenn sie sich verletzen, sind sie meist sehr viel schneller wieder gesund als ein Mensch. Die dafür notwendige Heilungskraft tragen sie in sich. Ihr einzigartiges Schnurren verbreitet nicht nur eine wohlige Stimmung, sondern sorgt durch seine Frequenz dafür, dass Knochenbrüche und andere Verletzungen rasch heilen. Sogar bei Menschen tritt diese Wirkung auf, wenn eine schnurrende Katze in ihrer Nähe ist. Schmusen Sie also wieder einmal mit Ihrem Büsi – es ist gut für Ihre Gesundheit!

Mehr Informationen zu: Wie alt Katzen werden.

(Erstellt von Red.)

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