Katzenernährung: Welches Futter braucht eine Katze?

Trotz der schier überwältigenden Auswahl an Katzenfutter ist es nicht so einfach das passende Essen zu finden, das auf die Ernährungsbedürfnisse der Katze abgestimmt ist. So sieht die richtige Katzenernährung aus.

Die richtige Ernährung für Katzen

Katzen sollen am besten kleine Portionen über den ganzen Tag verteilt fressen. (Foto: Valeriya/Thinkstock,iStock)

Katzen haben Mäuse zum Fressen gern. Die kleinen Nagetiere sind die optimale Katzenernährung: In perfekt portionierter Form enthalten sie alle Nährstoffe, die ein Büsi benötigt, und der Spass beim Fressen kommt auch nicht zu kurz. Da aber aus den kleinen Raubtieren inzwischen meist sanfte Stubentiger geworden sind, ist der Mensch dafür verantwortlich, dass das Futter für die Katze gesund und bekömmlich ist.

Im Idealfall ähnelt es in der Zusammensetzung einer Maus, denn anders als Hunde sind Katzen reine Fleischfresser, bei denen durch falsche Ernährung leicht Gesundheitsprobleme auftreten können.

Fertigfutter für Katzen

Auch in dem schmusigsten Büsi steckt noch immer ein wilder Jäger, der sich fast ausschliesslich von Fleisch ernährt. Natürlich kann den Katzen auch fertig gekauftes Futter durchaus schmecken, und so mancher Stubentiger würde für hochwertiges sogar eine echte Maus verschmähen. Leider enthalten viele Futtersorten Inhaltsstoffe, die Katzen zwar sättigen, aber für sie wenig bekömmlich sind. Dies gilt insbesondere für Trockenfutter, das oft viel zu viel Getreide enthält. Auch bei teuren Markenprodukten ist die Zusammensetzung nicht immer ideal.

Vor dem Kauf sollten Sie deshalb erst einmal gründlich das Etikett konsultieren. Da die Inhaltsstoffe entsprechend des jeweiligen Anteils aufgelistet sind, sollte Fleisch immer an erster Stelle stehen. Wichtig ist auch der Zusatz von verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen, die für die Gesundheit der Katze unerlässlich sind. Am wichtigsten ist Taurin, das die Katze nicht selbst produzieren kann und für einen gesunden Stoffwechsel ebenso wie für Nerven, Herz und Augen benötigt. Besonders hochwertiges Katzenfutter ist meist nicht im Supermarkt erhältlich, sondern muss über den Fachhandel bezogen werden.

Methode Barf: Rohes Fleisch für Katzen

Die biologisch-artgerechte Frischfleischfütterung oder kurz Barf wird immer beliebter. Auf den ersten Blick scheint sie die ideale Katzenernährung zu sein, mit der die samtpfotigen Fleischfresser lange gesund bleiben können. Barf setzt, wie der Name bereits sagt, ganz auf die Fütterung von rohem Fleisch. Für eine bessere Verdauung werden auch Knorpel und Knochen verfüttert. Ergänzend werden auch kleinere Mengen von Ölen, Nüssen, Kräutern und Obst unter das Rohfutter gemischt, damit die Katze alle lebensnotwendigen Nährstoffe erhält.

Allerdings ist diese Ernährungsweise gerade für Anfänger nicht unproblematisch. Das verwendete Fleisch entspricht in seiner Zusammensetzung keineswegs den natürlichen Beutetieren von Katzen, und es besteht immer die Gefahr, dass es zu einer Fehl- oder Mangelernährung kommt. Falls Sie sich für Barf entscheiden, sollten Sie deshalb unbedingt beim Tierarzt beraten lassen.

Der Tagesbedarf einer Katze

Frei lebende Katzen gehen immer wieder auf die Pirsch und müssen im Schnitt zehn bis zwölf Mäuse pro Tag fangen, um satt zu werden. Deshalb ist es nicht sinnvoll, eine Katze nur einmal am Tag zu füttern. Eine hungrige Katze wird dann zwar alles fressen, aber dies belastet auf Dauer ihren Organismus. Sehr viel leichter bekömmlich ist das Futter, wenn es in kleine Portionen über den ganzen Tag verteilt wird. Die jeweilige Gesamtmenge ist abhängig vom Alter und Gewicht der Katze und selbstverständlich auch von dem verwendeten Futter. Als Richtwert gelten 200 bis 400 Gramm pro Tag.

Da dies gerade bei Nassfutter problematisch sein kann, empfiehlt sich eine Mischfütterung. Dabei kann für die Katze jederzeit Trockenfutter zur Verfügung stehen, während das Nassfutter nur morgens und abends verabreicht wird.

Wenn bei der Katzenernährung vollständig auf Trockenfutter gesetzt wird, muss unbedingt stets ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Zwar stammen Katzen von Wüstentieren ab und benötigen vergleichsweise wenig Flüssigkeit, doch auch bei ihnen kann es durch Flüssigkeitsmangel zu Nierenerkrankungen kommen.

Tabus bei der Ernährung von Katzen

Noch heute ist es vielerorts üblich, dass Katzen mit Essensresten gefüttert werden oder ein Schälchen Milch bekommen. Beides ist aber alles andere als gesund für sie. Menschenessen enthält nicht nur zu viel Salz, sondern auch verschiedene andere schwer verdauliche oder sogar gefährliche Zutaten. Ausserdem sind erwachsene Katzen in der Regel laktoseintolerant, sodass sie von Milch Bauchschmerzen und schweren Durchfall bekommen können.

Wenn Sie Ihrem Büsi etwas Gutes tun wollen, sollten Sie deshalb spezielle Katzenmilch kaufen, die keine Laktose enthält. Auch gelegentliche Leckerlis in Form von Knusperkeksen oder Knabberstangen sind unproblematisch. Viele Katzen freuen sich besonders über Hühnerherzen als Ergänzung zum üblichen Futter.

Falls Ihre Katze ein echter Stubentiger und immer in der Wohnung ist, sollte auch jederzeit Katzengras bereitstehen. Der frische grüne Snack sorgt dafür, dass sich beim Waschen verschluckte Haare zusammenballen und leichter ausgeschieden werden können.

Lesen Sie auch: Die richtige Ernährung für Hunde.

Erstellt im August 2017 / (red)
 

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