So klappt die Hundeerziehung

Der Hund ist ein Rudeltier und es liegt in seiner Natur, einen bestimmten Platz in einer Gruppe zu haben. In der Hundeerziehung übernehmen Sie die Rolle des Leittieres. Dazu sollten Sie ein paar Regeln befolgen.

Wie Sie den Hund richtig erziehen

Eine der grundlegendsten Kommandos bei der Hundeerziehung ist der Befehl «Sitz». (Bild: mheim3011/Thinkstock,iStock)

In einem Hunderudel wird der Rudelführer nach bestimmten Kriterien ausgesucht: Verlässlichkeit und Beständigkeit. Ein unsicheres oder jährzorniges Leittier würde nicht akzeptiert werden. Denn das Rudel könnte ihm nicht vertrauen und müsste ums Überleben kämpfen. Deshalb gelten auch für das menschliche Alphatier die zwei goldenen Regeln sicheres Auftreten und Konsequenz.

Nicht nur für unerfahrene Hundebesitzer ist der Besuch einer Hundeschule bei der Hundeerziehung eine gute Wahl. Hier lernt man mit Gleichgesinnten und auch der Vierbeiner hat in der Gruppe mehr Spass. Ausbildung und Kriterien von Hundeschulen sind in der Schweiz durch den Verband Schweizer Hundeschulen genau geregelt.

Spielerisch beginnen

Hundeerziehung beginnt schon beim Welpen. Spielerisch können ihm die ersten Grundkommandos beigebracht werden. Wichtige Befehle sind unter anderem «Sitz», «Komm her», «Bleib» und «Aus» - wobei die genaue Wortwahl nebensächlich ist. Wichtig ist, dass man immer dasselbe Wort für die gewünschte Verhaltensweise wählt. Wenn Ihr Hund das Kommando richtig befolgt hat, kann er belohnt werden – ein deutliches Lob reicht meistens aus.

Beim jungen Hund sollten Sie die Übungseinheiten nicht zu oft wiederholen, da die Konzentrationsfähigkeit seine Grenzen hat. Zu viele Leckerlis sind auch nicht zielführend - sonst ist der Belohnungseffekt bald nicht mehr gegeben. Zwei bis drei Trainingseinheiten pro Tag reichen vollkommen aus. Als lockerer Abschluss empfiehlt sich ein Spaziergang oder ein fröhliches Spiel. Die Hundeschule Züri Hünd bietet beispielsweise Welpenspielgruppen an.

So nicht: Fehler in der Hundeerziehung

Auf keinen Fall dürfen Sie inkonsequent sein und einmal eine Verhaltensweise des Hundes zulassen und das andere Mal nicht. Er würde Sie dann als Chef infrage stellen. Zudem sind zu viele Befehle in kurzer Zeit schlecht. Klare, ruhige Kommandos sind gefragt.

Grobes Bestrafen ist ebenfalls ein No-Go. Wenn Ihr Hund nur aus Angst vor Ihnen einen Befehl befolgt, sind Sie kein verlässliches Herrchen. Abgesehen davon wird das harmonische Miteinander dadurch unmöglich gemacht. Mit einem klaren und bestimmten «Nein» zeigen Sie Ihrem Hund deutlich genug, dass er etwas falsch gemacht hat.

Der Hund an der Leine – wichtige Tipps

Ein wichtiges Thema in der Hundeerziehung ist die sogenannte «Leinenführigkeit». Ihr Hund sollte an der lockeren Leine links neben Ihnen laufen, und zwar mit seinen Schultern auf der Höhe Ihrer Beine. Zieht er nun nach vorne, geben Sie einen kurzen, kräftigen Leinenruck mit dem Kommando «Fuss» und loben ihn sofort, wenn er – anfangs vielleicht auch nur ein paar Schritte – neben Ihnen läuft.

Wichtig ist, dass Sie mit der Leine keinen dauernden Zug ausüben. Bloss ein stärkerer Impuls zusammen mit einem schärferen Kommando führt schnell zum Erfolg.

Grundausrüstung für den Start

Sie benötigen nicht viele Utensilien, um Ihren Hund zu erziehen: Halsband, Leine, Spielzeug und gute Laune reichen aus. Ein Leckerli zur richtigen Zeit verstärkt den positiven Lerneffekt.

Erstellt im August 2017 / (red)

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