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Positiv denken: So kommen Sie glücklicher durch schwierige Zeiten

Steigende Infektionszahlen, immer wieder neue Sicherheitsmassnahmen und damit neue Herausforderungen im Alltag: In schwierigen Zeiten fällt es vielen schwer, positiv zu bleiben. Wie denn auch, wenn um uns herum das absolute Chaos ausbricht? Dabei ist es in solchen Situationen umso wichtiger, positiv zu denken. Unsere Expertin Branka Rezan erklärt Ihnen, wie Sie jetzt ein positives Mindset pflegen und bewahren.

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Eine positive Grundeinstellung trägt massgeblich zur Besserung der Situation bei. Bild: tolgart, Getty Images

Momentan ist unser Alltag nicht mehr so wie wir ihn kennen und lieben. Die aktuelle Lage kann einem zuweilen ganz schön an den Nerven zerren. Wie geht es Ihnen dabei? Haben Sie sich die letzten Tage auch ab und zu gefragt, weshalb manche Menschen auf natürliche Weise so positiv sind und warum es anderen so schwerfällt?

Wie bleibt man auch in schweren Zeiten optimistisch? In diesem Artikel will ich Ihnen zeigen, wie Sie die Ruhe bewahren und positiv bleiben - auch in schwierigen Zeiten wie der aktuellen ausserordentlichen Lage, die der Bundesrat verhängt hat. 

Unterbewusste Gedanken leiten unser Handeln

Das Ganze ist eigentlich ganz einfach: Ob wir eine Sache etwas positiv oder negativ sehen, liegt in unserem Denken. Nun, nicht die Art von Denken, die einem als Erstes in den Sinn kommt. Die Art des Denkens, die sich leise im Hintergrund abspielt, ausserhalb unseres Bewusstseins. Unterbewusste Gedanken spielen eine grosse Rolle in unserem Leben. Sie können uns schützen, aber sie können uns auch davon abhalten, neue Dinge auszuprobieren. Sie sind der innere Leitfaden, den wir in guten und in schlechten Zeiten hören.

Sie sind mit meiner Erklärung nicht einverstanden? Sind Sie anderer Meinung? Dann helfen Sie mir, diesen Satz zu beenden:

«Geld wächst nicht auf ...»

Nützliche Erinnerungen oder Selbstsabotage?

Diesen Satz hat jeder schon als Kind gehört, Sie nicht auch? Das ist die Kraft des Unterbewusstseins. Das Unterbewusstsein erinnert sich daran. Aber die Frage ist, wie viel von unseren Erinnerungen sind nützlich? Und wie viel davon ist Selbstsabotage? Die Antwort kennen Sie selbst am besten.

Wenn Sie an einer positiven Einstellung arbeiten wollen, müssen Sie auf Ihre innere Stimme hören. Welche Gespräche führen wir mit uns selbst und wie können wir diese ändern?

In vier Schritten zum positiveren Denken

1 Die inneren Gespräche entdecken

Dieser erste Schritt ist der schwierigste. Die meisten Menschen glauben, dass sie keine innere Stimme haben. Das passiert immer wieder. Oder wir entscheiden uns, sie nicht zu beachten, wenn wir sie hören. Wir müssen lernen, innezuhalten und zuzuhören. Wir müssen erkennen, was wir in einer bestimmten Situation gefühlt haben, und reflektieren, woher dieses Gefühl kommt.

2 Unsere Sätze umformulieren

Wenn wir uns etwas sagen, das nicht hilfreich ist, können wir es umformulieren, damit es hilfreich wird. Hier einige Beispiele dazu:

«Ich bin nicht gut genug!» = «Ich bin viel besser, als ich glaube!»

«Ich habe nicht genug Ideen!» = «Ich suche mir Inspiration für meine Ideen!»

«Ich bin nicht stark genug!» = «Ich werde jeden Tag stärker!»

«Ich habe nicht genug Geld!» = «Ich überlege mir, wie ich mehr sparen oder zusätzlich Geld verdienen kann!»

3 Bewusstes Umformulieren täglich wiederholen

Wir dürfen nicht denken, dass wir das nur einmal tun müssen und unser Leben wird sich damit verändern. Wir haben jeden Tag ungefähr 70.000 Gedanken. Wenn wir jedoch jeden Tag nur ein paar unserer Gedanken bewusst umformulieren, werden wir schon bald viel zufriedener mit uns selbst sein.

Es braucht eine gewisse Anstrengung, aber am Ende ist es alles wert!Denn am Ende profitieren nicht nur Sie... sondern auch Ihre Kinder!

Unsere Kinder sollen sehen, dass wir uns Mühe geben mit der Selbstbekräftigung. Es wird ihnen so viel einfacher fallen, eigene positive Selbstgespräche zu führen. Und natürlich können wir ihnen auch beibringen, wie sie Gedanken bewusst umformulieren.

Positive Selbstgespräche können einen grossen Einfluss darauf haben, wie wir denken und fühlen

Sie werden sehen: Mit der Zeit kann ein positiveres Selbstgespräch dazu beitragen, Stress abzubauen, das Selbstwertgefühl zu verbessern, die Motivation und Bemühung zu steigern. Zudem wird die psychische und physische Gesundheit nachhaltig gestärkt.

Wer früh mit solchen positiven Selbstgespräche beginnt, profitiert. Geben Sie das Wissen weiter: Eltern und Lehrer können eine wichtige Rolle dabei spielen, Kindern eine Basis für positive Selbstgespräche zu bieten.

Laura Müdespacher Goldenbody

Branka Rezan ist Autorin, Lehrerin und Mutter und betreibt ihren eigenen Blog. Auf kidster.ch gibt sie Tipps, wie Eltern ihre Kinder unterstützen und weiterbringen. Ein wichtiger Teil davon ist, dass Sie Kindern das Growth Mindset vermittelt, eine positive Denkweise, die das Leben und Handeln der Kinder prägt. Branka Rezan schreibt und gestaltet Mitmach-Bücher, die dieses Mindset fördern. Kinder sollen die Welt erkunden und entdecken. Und dafür will Branka sie motivieren und stärken!