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Die Helden der Kindheit: Ein Hoch auf alle Grosis und Grosspapis

In den meisten Familien geniessen Oma und Opa einen hohen Stellenwert. Sie helfen, wo sie können, haben genügend Zeit und geniessen die Zweisamkeit mit ihren Enkelkindern in vollen Zügen. Um diesen Dienst zu würdigen, steht am 13. März der nationale Grosselterntag an. Zeit für ein paar Facts und Gedanken. 

Grosseltern sind wichtig für die Entwicklung der Kinder

Spiel und Spass stehen beim Besuch von Oma und Opa immer im Vordergrund. Bild: Johnny Cohen, unsplash

In vielen Schweizer Familien sind das Grosi und der Grosspapi fester Bestandteil der Kindererziehung. Arbeiten die Eltern Vollzeit, passen sie auf das Kind auf und am Sonntag steht bei vielen ein Familienbesuch an. Enkelkinder besuchen ihre Grosseltern gerne und häufig auch mehrmals pro Woche. Dies stärkt die Beziehung und den Austausch zwischen den Generationen und kann positive Auswirkungen auf die Erziehung haben. 

Grosseltern-Tag: Veranstaltungen und Aktionen zum Danke sagen

Das Engagement der Grosseltern wird zwar innerhalb der Familie sehr geschätzt, aber von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Deshalb findet seit 2016 in der Schweiz der nationale Grosselterntag statt. Dieses Jahr ist es am 13. März soweit. Der Aktionstag wurde vom Grosseltern-Magazin ins Leben gerufen wurde. Er soll auf die Wichtigkeit des Kontakts der Enkelkindern mit den Grosseltern aufmerksam machen und falls nötig diesen Kontakt und Austausch fördern und anstossen.

Damit dies gelingt, finden jeweils landesweit Veranstaltungen zum Thema Oma und Opa statt. Ausserdem gibt es an dem Tag verschiedene Ausflugs- und Erlebnis-Angebote für Grosseltern und Enkel: Spezielle Führungen in Museen, Workshops oder Extra-Angebote und kostenlose Attraktionen an Ausflugszielen. Die Liste der diesjährigen Angebote finden Sie hier.  

Grosseltern als Alternative zur Krippe

Eine gute Beziehung zu den Grosseltern ist sprichwörtlich unbezahlbar: Grosseltern leisten in der Schweiz über 100 Millionen Stunden an unentgeltlicher Betreuungsarbeit und ersetzen damit häufig auch den Besuch einer Kindertagesstätte oder sonstigen externen Betreuungsangeboten. Der Vorteil: Oma und Opa kosten für gewöhnlich nichts, haben keine Öffnungszeiten und haben maximale Erfahrung, wenn es um die Kinderbetreuung geht. Zudem sind Grosseltern in der heutigen Zeit lange gesund und mobil und unternehmungslustiger als noch vor einigen Jahren.

Rund jede zweite Grossmutter betreut ihre Enkelkinder mindestens einmal pro Woche. Bei den Grossvätern ist es rund jeder Dritte. Die Beziehung zwischen Enkeln und Grosseltern ist mehrheitlich durch enge Gefühlsbindungen und gemeinsam verbrachte Freizeit geprägt. Viele Omas und Opas in der Schweiz betreuen die Kids nämlich mehr als 20 Stunden pro Woche. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Bundesamtes für Statistik.

Lohn oder mehr Rente für betreuende Grossis?

Generationensolidarität wird in der Schweiz grossgeschrieben: Gemäss einer Umfrage finden 56 Prozent der Schweizer, dass Grosseltern ihre Enkel betreuen sollen, wenn die Eltern verhindert sind. Die anderen 44 Prozent sind der Meinung: «Es ist nicht die Aufgabe der Grosseltern, auf die kleinen Kinder aufzupassen!» Welcher Meinung sind Sie? Sollten Grosseltern für Ihre Betreuungsarbeit entschädigt werden? 

Grosseltern als Schlüssel zur Familiengeschichte

Die «Fremdbetreuung» durch die Grosseltern wirkt sich auch auf das Verhalten und die sozialen Eigenschaften der Kinder auswirkt. Welche Rolle das Grosi und der Grosspapi im Leben der Enkel spielen, hat das Nationale Forschungsprogramm «Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel» (NFP 52) während vier Jahren untersucht. Die Mehrheit der Kinder schätzten dabei ihre Grosseltern als liebevoll und grosszügig ein.

Enkel mögen an ihren Grosseltern besonders, dass sie einem mit Rat und Tat zur Seite stehen, ihre grosse Lebenserfahrung mit ihnen teilen und den Alltag nicht so verbissen sehen, wie die Eltern. Wichtig ist auch die Familiengeschichte, die so lebendig gehalten und weitergegeben wird: Die Grosseltern sind das Gedächtnis einer jeden Familie, die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Unsere eigenen Eltern kennen die Geschichten der vergangenen Generationen und geben sie in Form von Erzählungen an die dritte Generation weiter. Denn Kinder sind neugierig: «Wer war denn dein Opa?», oder «Wo hast du früher gewohnt?», sind dabei nur einige Fragen, welche so manche Grosseltern ihren Enkeln beantworten müssen. 

Doch nicht nur Enkel lernen viel von ihren Grosseltern – auch die ältere Generation profitiert. Gemäss einer australischen Studie kann das Betreuen der Enkelkinder das Risiko für Demenz und weitere Alterskrankheiten verringern. Zudem bleiben Grosseltern mit ihren Enkeln auf dem neusten Stand, wenn es um neue Technologien und Smartphones geht. 

Für Grosseltern und Enkel: Aktionen am 13. März

Der regelmässige Kontakt von Enkeln und Grosseltern fördert den Familienzusammenhalt und hat positive Auswirkungen auf beiden Seiten. Zudem entlastet die Betreuung die Eltern massgeblich. Speziell für den Schweizer Grosselterntag am 13. März werden in der Schweiz verschiedene Aktionen angeboten für Grosseltern und Enkel. Einige davon haben wir aufgelistet. Die ganze Übersicht gibt es hier. 

1 Zum Gruseln! Sepzialstadtführung durch Bern

Wie wäre es mit einer gemeinsamen Stadtführung durch unsere Hauptstadt? Die Spezialiführung für Grosseltern und Enkel gibt Einblicke in eine andere, gruselige Seite der Bundesstadt. Wann schlägt in Bern die Geisterstunde? Wo könnte man ein Gespenst hören oder gar sehen? Aber keine Angst, Grosseltern und ihre Enkelkinder erhalten auch Tipps für den richtigen Umgang bei einer Begegnung mit einem Gespenst. 

Zum Tipp

2 Abtauchen! Gratis ins Alpamare

Wo gibt es die besten Wasserrutschen im Grossraum Zürich? Genau! Im Alpamare. Am Grosselterntag besuchen Enkel in Begleitung ihrer Grosseltern das Alpamare in Pfäffikon SZ kostenlos. 

Zum Tipp

3 Diskutieren: Typisch Meitli oder typisch Buebe

Das Stapferhaus in Lenzburg lädt Grosseltern und Enkel zu einer Spezialführung durch die aktuelle Ausstellung "Der Wandel der Geschlechter". Die Führung ist kostenlos. Spannende Diskussionen zwischen den Generationen sind garantiert!

Zum Tipp