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Die Helden der Kindheit: Ein Hoch auf alle Grosis und Grosspapis

In den meisten Familien geniessen Oma und Opa einen hohen Stellenwert. Sie helfen, wo sie können, haben genügend Zeit und geniessen die Zweisamkeit mit ihren Enkelkindern in vollen Zügen. Um diesen Dienst zu würdigen, steht am 8. März der nationale Grosselterntag an. Zeit für ein paar Facts und Gedanken. 

Grosseltern sind wichtig für die Entwicklung der Kinder

Spiel und Spass stehen beim Besuch von Oma und Opa immer im Vordergrund. Bild: Johnny Cohen, unsplash

In vielen Schweizer Familien sind das Grosi und der Grosspapi fester Bestandteil der Kindererziehung. Arbeiten die Eltern Vollzeit, passen sie auf das Kind auf und am Sonntag steht bei vielen ein Familienbesuch an. Enkelkinder besuchen ihre Grosseltern gerne und häufig auch mehrmals pro Woche. Dies stärkt die Beziehung und den Austausch zwischen den Generationen und kann positive Auswirkungen auf die Erziehung haben. 

Das Engagement der Grosseltern wird zwar innerhalb der Familie sehr geschätzt, aber von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Deshalb findet seit 2016 in der Schweiz der nationale Grosselterntag statt. Dieses Jahr ist es am 8. März soweit. Der Aktionstag wurde vom Grosseltern-Magazin ins Leben gerufen wurde. Er soll auf die Wichtigkeit des Kontakts der Enkelkindern mit den Grosseltern aufmerksam machen und falls nötig diesen Kontakt und Austausch fördern und anstossen.

Damit dies gelingt, finden jeweils landesweit Veranstaltungen zum Thema Oma und Opa statt. Ausserdem gibt es an dem Tag verschiedene Ausflugs- und Erlebnis-Angebote für Grosseltern und Enkel: Spezielle Führungen in Museen, Workshops oder Extra-Angebote und kostenlose Attraktionen an Ausflugszielen. Die Liste der diesjährigen Angebote finden Sie hier.  

Grosseltern als Alternative zur Krippe

Eine gute Beziehung zu den Grosseltern ist sprichwörtlich unbezahlbar: Grosseltern leisten in der Schweiz über 100 Millionen Stunden an unentgeltlicher Betreuungsarbeit und ersetzen damit häufig auch den Besuch einer Kindertagesstätte oder sonstigen externen Betreuungsangeboten. Der Vorteil: Oma und Opa kosten für gewöhnlich nichts, haben keine Öffnungszeiten und haben maximale Erfahrung, wenn es um die Kinderbetreuung geht. Zudem sind Grosseltern in der heutigen Zeit lange gesund und mobil und unternehmungslustiger als noch vor einigen Jahren.

Rund jede zweite Grossmutter betreut ihre Enkelkinder mindestens einmal pro Woche. Bei den Grossvätern ist es rund jeder Dritte. Die Beziehung zwischen Enkeln und Grosseltern ist mehrheitlich durch enge Gefühlsbindungen und gemeinsam verbrachte Freizeit geprägt. Viele Omas und Opas in der Schweiz betreuen die Kids nämlich mehr als 20 Stunden pro Woche. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Bundesamtes für Statistik.

Lohn oder mehr Rente für betreuende Grossis?

Generationensolidarität wird in der Schweiz grossgeschrieben: Gemäss einer Umfrage finden 56 Prozent der Schweizer, dass Grosseltern ihre Enkel betreuen sollen, wenn die Eltern verhindert sind. Die anderen 44 Prozent sind der Meinung: «Es ist nicht die Aufgabe der Grosseltern, auf die kleinen Kinder aufzupassen!» Welcher Meinung sind Sie? Sollten Grosseltern für Ihre Betreuungsarbeit entschädigt werden? 

Grosseltern als Schlüssel zur Familiengeschichte

Die «Fremdbetreuung» durch die Grosseltern wirkt sich auch auf das Verhalten und die sozialen Eigenschaften der Kinder auswirkt. Welche Rolle das Grosi und der Grosspapi im Leben der Enkel spielen, hat das Nationale Forschungsprogramm «Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel» (NFP 52) während vier Jahren untersucht. Die Mehrheit der Kinder schätzten dabei ihre Grosseltern als liebevoll und grosszügig ein.

Enkel mögen an ihren Grosseltern besonders, dass sie einem mit Rat und Tat zur Seite stehen, ihre grosse Lebenserfahrung mit ihnen teilen und den Alltag nicht so verbissen sehen, wie die Eltern. Wichtig ist auch die Familiengeschichte, die so lebendig gehalten und weitergegeben wird: Die Grosseltern sind das Gedächtnis einer jeden Familie, die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Unsere eigenen Eltern kennen die Geschichten der vergangenen Generationen und geben sie in Form von Erzählungen an die dritte Generation weiter. Denn Kinder sind neugierig: «Wer war denn dein Opa?», oder «Wo hast du früher gewohnt?», sind dabei nur einige Fragen, welche so manche Grosseltern ihren Enkeln beantworten müssen. 

Doch nicht nur Enkel lernen viel von ihren Grosseltern – auch die ältere Generation profitiert. Gemäss einer australischen Studie kann das Betreuen der Enkelkinder das Risiko für Demenz und weitere Alterskrankheiten verringern. Zudem bleiben Grosseltern mit ihren Enkeln auf dem neusten Stand, wenn es um neue Technologien und Smartphones geht. 

Alles Gute zum Grosselterntag!

Der regelmässige Kontakt von Enkeln und Grosseltern fördert den Familienzusammenhalt und hat positive Auswirkungen auf beiden Seiten. Zudem entlastet die Betreuung die Eltern massgeblich. 

Speziell für den Schweizer Grosselterntag des 8. März hat das Grosseltern-Magazin über 40 Attraktionen und Veranstaltungen gesammelt, welche an diesem Tag besondere Konditionen für die erste und dritte Generation haben. Einige davon haben wir aufgelistet: 

1 Das Bahnmuseum Albula gratis erleben

Speziell zum Tag der Grosseltern profitieren Oma, Opa und Kinder von einem Gratiseintritt ins Bahnmuseum Albula in Bergün. Alte Bahnutensilien, Modelle und Videos erzählen die Bahngeschichte Graubündens. Im Simulator in der Krokodillok können die Enkelkinder selbst über die Albulalinie fahren und sich wie ein echter Lokführer fühlen. 

2 Freier Eintritt in die Vogelwarte Sempach

Auch in der Vogelwarte Sempach haben am 8. März Enkel und Grosseltern freien Eintritt. Im Besucherzentrum gehen Gross und Klein auf die Suche nach den verschiedensten Lebensweisen die wild lebenden Vögel und erfahren, welchen Bedrohungen diese ausgesetzt sind. Perfekt für einen Nachmittag unter Grosseltern und deren Enkeln. 

3 Mit dem gratis Detektiv-Trail bleiben auch die Grosseltern fit

Vom Grosseltern-Magazin konzipiert, ist der Detektiv-Trail in Baden. Ein Must-Do am Grosselterntag. Auf einem Rundkurs müssen im Team 12-26 Rätsel gelöst werden. Auf der Reise erfahren die Teilnehmer mehr über die Stadt Baden.