Wenn der Gebärmutterhals verkürzt ist, droht eine Frühgeburt

Der Gebärmutterhals sollte sich erst am Ende der Schwangerschaft verkürzen. Geschieht dies früher, droht eine Früh- oder Fehlgeburt. Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den verkürzten Zervix.

Ist der Gebärmutterhals verkürzt, sollten Sie sich viel Ruhe gönnen.

Ist der Gebärmutterhals verkürzt, sollten Sie sich viel Ruhe gönnen. Foto: NataliaDeriabina, iStock, Getty Images Plus

Bei jeder Vorsorgeuntersuchung misst der Frauenarzt mittels vaginalem Ultraschall oder einer Tastuntersuchung die Gebärmutterhalslänge, den sogenannten Zervix, aus. Dank der modernen Technik kann die Länge auf den Millimeter genau festgestellt werden und es können im Falle einer Gebärmutterhalsverkürzung früh die nötigen Massnahmen ergriffen werden. Die regelmässigen Untersuchungen können helfen, eine Fehlgeburt zu verhindern.

Verkürzter Gebärmutterhals – Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Gebärmutterhals: Wie kurz ist zu kurz?

Eine Gebärmutterhalslänge von über 3,5 Zentimetern gilt als normal und unbedenklich. Werte zwischen 2,5 und 3,5 Zentimetern Länge sollten regelmässig kontrolliert werden. Ist der Gebärmutterhals kürzer als 2,5 Zentimeter, aber noch länger als 1,5 Zentimeter, besteht bereits ein starkes Risiko für eine Frühgeburt. Bei einem weniger als 1,5 Zentimeter langen Gebärmutterhals wird das Risiko als alarmierend eingestuft.

Alle Werte unter 2,5 Zentimetern Länge bedürfen einer engmaschigen Kontrolle, da eine Verkürzung des Gebärmutterhalses zu einer Muttermundschwäche, einer Zervixinsuffiziens, führen kann. Es droht eine vorzeitige Öffnung des Muttermundes, ein Vorgang der normalerweise erst nach zirka 40 Schwangerschaftswochen stattfindet und die Geburt einleitet. Eine nichtbehandelte Muttermundschwäche ist eine Ursache für wiederholte Frühgeburten.

Warum verkürzt sich der Gebämutterhals frühzeitig?

Die Gründe für eine Verkürzung des Gebärmutterhalses sind vielfältig. Dazu gehören:

  • Nicht behandelte Infektionen 
  • Körperliche Überanstrengung sowie psychischer Stress 
  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Zu viel Fruchtwasser

Was kann ich selbst bei einem verkürzten Zervix tun?

Sollte Ihr Gebärmutterhals eine Länge von 3,5 Zentimetern unterschritten haben, achten Sie auf viel Ruhe. Schonung ist besonders wichtig, wenn der Gebärmutterhals verkürzt ist. Schonung bedeutet, je nach Grad der Verkürzung, strikte Bettruhe und so wenig körperliche Anstrengung wie möglich. Machen Sie viele Pausen, lassen Sie alles etwas langsamer angehen. Schwere Kisten sollten Sie ohnehin nicht mehr in der Schwangerschaft tragen.

Welche medizinische Behandlung ist möglich?

Da ein verkürzter Gebärmutterhals oft ohne weitere Symptome und Beschwerden auftritt, ist es wichtig, jede Vorsorgeuntersuchung wahrzunehmen. Frühzeitig erkannt sind die Behandlungsaussichten gut, und viele Frauen, deren Gebärmutterhals verkürzt ist, schaffen es unter Einhaltung von Ruhe sehr nah an den Geburtstermin heran. Die Behandlung wird immer individuell geplant. Je nach Fall gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Eine Magnesiumtherapie kann ein weiteres Verkürzen des Gebärmutterhalses verhindern oder verlangsamen.
  • Durch das Legen einer Cerclage (ein Kunststoffband, das den Muttermund umschlingt) oder eines Cerclage Pessars (ein weicher Gummiring um den Muttermund) können – insbesondere bei einer sehr frühen Verkürzung – wichtige Wochen für das Ungeborene gewonnen werden.
  • In manchen Fällen müssen schwangere Frauen mit verkürztem Zervix ins Spital aufgenommen werden, um engmaschig untersucht zu werden. Die stationäre Spitalaufnahme ist auch dann unumgänglich, wenn aufgrund der Umstände die wichtige Ruhe zu Hause nicht gewährleistet ist.

Im Falle einer drohenden Frühgeburt suchen Sie ein auf frühgeburtliche Komplikationen spezialisiertes Spital in Ihrer Nähe auf.

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