Wenn der Gebärmutterhals verkürzt ist, droht eine Frühgeburt

Oft wird das gespannte Warten auf das neue Baby in der Schwangerschaft von Sorgen begleitet. In den meisten Fällen, kann sich die Frau auf den eigenen Körper verlassen. Was passiert, wenn es dennoch zu unerwarteten Schwierigkeiten kommt und der Gebärmutterhals verkürzt ist?

Ist der Gebärmutterhals verkürzt, sollten Sie sich viel Ruhe gönnen.

Ist der Gebärmutterhals verkürzt, sollten Sie sich viel Ruhe gönnen. Foto: sborisov, iStock, Thinkstock

Bei jeder Vorsorgeuntersuchung misst der Frauenarzt, mittels vaginalem Ultraschall oder einer Tastuntersuchung, die Gebärmutterhalslänge, den sogenannten Zervix aus. Dank der modernen Technik kann dies Millimeter genau festgestellt werden. Eine Gebärmutterhalslänge von 2,5 Zentimetern gilt als normal und unbedenklich. Alle Werte darunter bedürfen einer engmaschigen Kontrolle, da eine Verkürzung des Gebärmutterhalses sich zu einer Muttermundschwäche, einer Zervixinsuffiziens, entwickeln kann. Das Gewicht der Gebärmutter mit dem wachsenden Kind, kann nicht mehr gehalten werden. Es droht eine vorzeitige Öffnung des Muttermundes, ein Vorgang der normalerweise erst nach zirka  40 Schwangerschaftswochen statt findet und die Geburt einleitet. Eine nichtbehandelte Muttermundschwäche ist eine der Ursachen für wiederholte Frühgeburten.

Warum der Gebämutterhals verkürzt sein kann

Die Gründe für eine Verkürzung des Gebärmutterhalses sind vielfältig. Nicht behandelte Infektionen, körperliche Überanstrengung, Stress, Mehrlingsschwangerschaften oder zu viel Fruchtwasser sind die bekanntesten. Da eine verkürzter Gebärmutterhals ohne grössere Symptome und Beschwerden verläuft, ist es wichtig jede Vorsorgeuntersuchung wahrzunehmen. Frühzeitig erkannt sind die Behandlungsaussichten gut, und viele Frauen, deren Gebärmutterhals verkürzt ist, schaffen es unter Einhaltung von Ruhe sehr nah an den Geburtstermin heran.

Schonen Sie sich, wenn Ihr Gebärmutterhals verkürzt ist

Schonung ist besonders wichtig, wenn der Gebärmutterhals verkürzt ist unterstützend mit einer Magnesiumtherapie zur Entspannung der Gebärmuttermuskulatur. Schonung bedeutet, je nach Grad der Verkürzung, strikte Bettruhe und so wenig körperliche Anstrengung wie möglich. Machen Sie viele Pausen, lassen Sie alles etwas langsamer angehen. Schwere Kisten sollten Sie ohnehin nicht mehr in der Schwangerschaft tragen.

Durch das Legen einer Cerclage (ein Faden, der den Muttermund umschlingt ) oder eines Cerclage Pessars können, insbesondere bei einer sehr frühen Verkürzung, wichtige Wochen für das Ungeborene gewonnen werden. Bei Frauen, deren Gebärmutterhals verkürzt ist und die in der Vergangenheit bereits unter einer Zervixinsuffiziens litten, wird häufig auch der gesamte Muttermund fest vernäht. «Eine Cerclage kann bei einem kleinen Teil der Frauen dazu beitragen, eine Frühgeburt zu vermeiden, ist jedoch nicht ungefährlich und birgt das Risiko, zusätzliche Uteruskontraktionen zu stimulieren», heisst es in einem Beitrag der Schweizer Hebammenzeitschrift «hebamme .ch».

Manchmal ist eine stationäre Spitalaufnahme unumgänglich, vor allem, wenn aufgrund der häuslichen Situation die wichtige Ruhe nicht gewährleistet ist. Das Unispital in Zürich ist spezialisiert auf vorgeburtliche Komplikationen. Im Falle einer drohenden Frühgeburt, ist dies eine der besten Adressen in der Schweiz.

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