Schwangerschafts-Komplikationen

Schwangerschaft und Geburt sind natürliche Vorgänge. Doch nicht jede Schwangerschaft verläuft nach Plan. Schwangerschaftskomplikationen können die Gesundheit von Mutter und Baby zwar ernsthaft gefährden, sind aber mit Hilfe moderner Medizin in aller Regel gut in den Griff zu bekommen.

Es kann immer zu Komplikationen in der Schwangerschaft kommen.

Nicht jede Schwangerschaft verläuft problemlos. Es können Komplikationen wie Blutungen oder Diabetes auftreten. Foto: iStock, Thinkstock

Komplikationen in der Schwangerschaft durch Blutungen

Etwa jede vierte Frau in der Schwangerschaft kennt den Schreck, wenn plötzlich Blutungen auftreten. Wenn auch die Ursachen in der Regel harmlos sind - wie feine Haarrisse am Muttermund durch Geschlechtsverkehr oder eine gynäkologische Behandlung -, ist dennoch ein Arztbesuch sinnvoll. Nur der Arzt kann feststellen, ob die Schwangerschaft weiterhin gut verläuft und es dem Kind gut geht.

Sofort zum Arzt sollten Frauen dann, wenn Blutungen stärker sind oder gleichzeitig mit Unterleibskrämpfen auftreten. Diese Symptome können mit einer Fehlgeburt oder einer Eileiterschwangerschaft zusammenhängen. Ein weiterer Grund, sich unverzüglich in ärztliche Behandlung zu begeben, sind Blutungen nach der 12. Schwangerschaftswoche. «Sollten Blutungen in der Nacht auftreten, suchen Sie bitte sofort eine Klinik auf», raten Silvia Höfer und Nora Szász in ihrem Ratgeber «Hebammen Gesundheitswissen». Als häufigste Ursache für Blutungen in der zweiten Schwangerschaftshälfte gilt der falsche Sitz der Plazenta in der Nähe des Muttermundes. In diesen Fällen können sich schon durch leichte Anstrengung oder leichte Wehen kleine Teile des Mutterkuchens ablösen. Hier helfen wehenhemmende Medikamente und strenge Bettruhe.

Komplikationen in der Schwangerschaft durch Listeriose

Die Infektionskrankheit Listeriose wird durch Bakterien verursacht, die in Tieren leben. Sie können in rohen Milchprodukten, rohem Fleisch und Fisch enthalten sein. Durch Dünger gelangen sie auch in die Erde und Pflanzen.

Listeriose: die Symptome
Die Symptome, die Listeriose auslösen, sind grippeähnlich: Fieber, Muskelschmerzen, Hals- und Bindehautentzündungen, Übelkeit und Durchfall können auftreten.

Listeriose: die Gefahren
Für einen gesunden Menschen ist Listeriose ungefährlich. Ein ungeborenes Kind wird durch die Bakterien dagegen stark bedroht. «Wird eine Listeriose-Infektion auf das ungeborene Kind übertragen, besteht die Gefahr einer Früh- oder Totgeburt.  Zudem kann die Infektion beim Kind eine Blutvergiftung, eine Hirnhautentzündung oder eine andere schwere Erkrankung nach sich ziehen», informiert die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Listeriose: die Vorbeugung
Schwangere sollten auf Rohmilchkäse verzichten. Rohes Fleisch wie Hackfleisch und roher Fich wie Räucherfisch und Meeresfrüchte sind tabu während der Schwangerschaft. Darüber hinaus gilt es, frisches Gemüse und Obst immer sehr gründlich zu waschen. Wichtig ist ausserdem, Fleisch gut durchzugaren. Die Bakterien, Listerien genannt, sind hitzeempfindlich und werden beim Kochen und Braten abgetötet.

Listeriose: die Behandlung
Schwangere sollten sich schon bei leichten grippeähnlichen Symptomen an ihren Frauenarzt wenden. Wird eine Listeriose diagnostiziert, lässt sie sich mit Antibiotika behandeln. In der Schweiz werden dem Bundesamt für Gesundheit jährlich 20 bis 60 Listeriose-Fälle gemeldet.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.bfr.bund.de

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