Schwimmen: Sanfter Sport in der Schwangerschaft

Schwimmen ist sanfter Sport in der Schwangerschaft. Es ist schonend und gleichzeitig effektiv, entlastet Gelenke und Rücken, trainiert den Körper und hält so fit. Worauf Sie beim Schwimmen in der Schwangerschaft achten sollten, erfahren Sie hier.

Schwimmen in der Schwangerschaft ist sanfter, aber effektiver Sport.

Sanft, aber effektiv: Schwimmen gilt als guter Schwangerschaftssport. Foto: iStock, Thinkstock

Sport in der Schwangerschaft ist wichtig um fit zu bleiben und sich auf die Geburt vorzubereiten. Er beugt Schwangerschaftsstreifen genau so effektiv vor wie lästigen Rückenschmerzen und hilft nach der Schwangerschaft schneller wieder die alte Figur zu erreichen. Mit fortschreitender Schwangerschaft wird es aber immer schwerer, einen Sport zu finden, der noch problemlos ausgeführt werden kann. Der Bauch ist gross und dick, schränkt die Beweglichkeit ein und ist im Weg. Das zusätzliche Gewicht sorgt dafür, dass die Puste schneller ausgeht und frau fühlt sich schon nach wenigen Minuten müde und unmotiviert.

Schwimmen gilt als Schwangerschaftssport schlechthin

Deshalb ist Schwimmen einer der meist empfohlenen Sportarten für die Schwangerschaft, denn im Wasser verschwindet das zusätzliche Gewicht und selbst eine hochschwangere Frau fühlt sich wieder leicht wie eine Feder. Dies ist unglaublich entspannend und steigert das Wohlbefinden der Schwangeren.

Noch ein grosser Vorteil von Schwimmen in der Schwangerschaft ist, dass die Verletzungsgefahr äusserst gering ist. Schwimmen regt den Kreislauf an und verbessert auch die Kondition. Alle Muskeln werden beim Schwimmen sanft beansprucht und trainiert und sorgen so für ein grösseres Wohlgefühl nach dem Sport.

Schwimmen in der Schwangerschaft: Gibt es Gefahren?

Viele Frauen fürchten sich vor Infektionen, die sie sich im Wasser zuziehen können. Da die Immunabwehr in der Scheide aufgrund der Schwangerschaft geschwächt ist, besteht die Gefahr sich im Wasser eine vaginale Infektion zu holen, die unter Umständen auch dem Baby gefährlich werden kann. Allerdings ist das Risiko sich in einem Schwimmbad zu infizieren äusserst gering. Das Wasser in schweizerischen Schwimmbädern wird gut überprüft und sauber gehalten. Trotzdem sollte sehr warmes Wasser wie zum Beispiel in Whirlpools vermieden werden. Auch kleine Becken, in denen sich viele Leute aufhalten, bergen ein grösseres Risiko einer Infektion. Möchten Sie in einem See oder einem Fluss baden, sollten Sie sich auf jeden Fall vorher über die Wasserqualität erkundigen.

Oft heisst es auch, Schwimmen in der Schwangerschaft würde eine Frühgeburt auslösen. Allerdings konnte nie ein direkter Zusammenhang zwischen der sportlichen Betätigung im Wasser und einer Frühgeburt festgestellt werden. Schwimmen in der Schwangerschaft ist für Mutter und Kind völlig ungefährlich, solange es sich im gemässigten Rahmen bewegt. Übertreiben Sie nicht und beginnen Sie kein exzessives Schwimmtraining. Überlastungen beim Sport in der Schwangerschaft sind gefährlich und sollten vermieden werden. «Speziell in den ersten Wochen der Schwangerschaft sollte eine Überhitzung durch zu grosse körperliche Anstrengung vermieden werden, da dies für die Embryonalentwicklung nicht von Vorteil ist», schreibt das Gesundheitsportal Frauenärzte im Netz.

Trotz geringer Verletzungsgefahr sollte doch immer Acht gegeben werden. Schwangere sollten sich dann ins Becken begeben, wenn nicht allzu viele andere Badegäste anwesend sind. Bei Kindern und Jugendlichen kann es immer mal passieren, dass Sie im Wasser versehentlich einen Tritt abbekommen und so das Wohl Ihres Kindes riskieren.

Schwimmen in der Schwangerschaft: ein lockeres Training

Obwohl Schwimmen ein sanfter Sport ist, sollten Sie sich erst mit Ihrem Gynäkologen absprechen. Wenn Sie vorher nicht regelmässig geschwommen sind, heisst es langsam anfangen. Ein gutes Warm-Up ist essentiell und beugt Verletzungen und Überdehnungen vor. Schwimmen Sie in dem Tempo, mit dem es Ihnen am Wohlsten ist und mit der Technik, die Ihnen am besten liegt. Brustschwimmen ermöglicht die beste Atmung. Beim Rückenschwimmen kann die Belastung optimal gesteuert werden, allerdings besteht die Gefahr von einer Kollision mit anderen Schwimmern oder den Beckenwänden.

Überhitzung beim Sport

Überhitzung bedeutet, dass die Körpertemperatur bei sportlicher Betätigung oder durch äussere Einflüsse (schwüles Wetter, Besuch einer Sauna) über 38° Celsius steigt. Überhitzung kann gerade in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft gefährlich für das Ungeborene werden. Deshalb ist es wichtig, immer genügend zu trinken und es langsam angehen zu lassen. «Die Schwangerschaft ist keine Zeit für Hochleistungssport», schreibt das Portal Frauenärzte im Netz.

 

Schwimmen in der Schwangerschaft: Die Temperatur ist wichtig

Die Temperatur des Wassers spielt eine Rolle beim Schwimmen in der Schwangerschaft. Zu warmes Wasser kann zu einer schnellen Überhitzung des Körpers führen und so dem Kind schaden. Ausserdem fördert warmes Wasser die Vermehrung von Pilzen und Bakterien und erhöht so das Risiko einer Pilzinfektion in der Vagina. «Die Wassertemperatur sollte bei 18 bis 25° liegen», schreibt netdoktor.de.

Generell gilt: Es sollte sie keine Überwindung kosten, ins Wasser zu steigen. Die Temperatur sollte Ihnen angenehm sein, nicht zu kalt aber auch nicht zu warm.

Wassergymnastik-Kurse für Schwangere

Wer entspannendes Schwimmen mit effektiver Schwangerschaftsgymnastik kombinieren möchte, kann einen speziellen Wassergymnastik-Kurs für Schwangere besuchen. Erkundigen Sie sich in ihrem Schwimmbad oder unter folgenden Links:

Haben Sie Erfahrungen gemacht mit Schwimmen in der Schwangerschaft? Schreiben Sie einen Kommentar zum Artikel.

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