Sichere Anzeichen der Geburt: Geht es jetzt los?

Am Ende der Schwangerschaft steigt die Spannung: Wehen, ein Blasensprung und veränderte Kindsbewegungen sind Anzeichen auf die Geburt. Mit diesem Überblick können Sie einschätzen, ob das Kind bald kommt.

Sind das jetzt Wehen? Die Anzeichen der Geburt sind nicht immer eindeutig.

Baby, wann kommst du? Besonders in der ersten Schwangerschaft kann es schwierig sein, die ersten Geburtsanzeichen zu erkennen. Foto: Wavebreak Media, Thinkstock 

Wenn es losgeht

Vergessen Sie die Kliniktasche nicht. Hinein gehören etwa:

  • Still-BHs
  • Bequeme Kleidung
  • Zahnbürste

Je näher der Geburtstermin rückt, desto mehr verdichten sich die Anzeichen, dass das Kind bald auf die Welt kommt. Wir helfen Ihnen dabei, die Zeichen vom Abgang des Schleimpfropfens über veränderte Kindsbewegungen bis zu Geburtswehen zu erkennen und richtig zu deuten.

Und keine Sorge: Dass ein Baby auf dem Weg ins Spital geboren wird, weil die werdenden Eltern zu spät zu Hause losgefahren sind, kommt nur sehr selten vor. Denn die ersten Anzeichen bedeuten noch nicht zwingend, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht.

Direkt zu den Anzeichen der Geburt:

Senkwehen: Das Kind rutscht ins Becken

Senkwehen treten meist ab der 36. Schwangerschaftswoche auf und sind bei manchen Frauen recht unangenehm, weshalb sie gerade in der ersten Schwangerschaft gelegentlich mit Geburtswehen verwechselt werden. Der Bauch sinkt nun sichtlich nach unten und das Baby rutscht ins Becken. Der Druck auf die Blase nimmt zu, während der Druck auf die oberen Organe nachlässt und Sie jetzt vielleicht wieder besser atmen können. 

Veränderte Kindsbewegungen kurz vorm Geburtstermin

Eventuell wird Ihnen auffallen, dass Sie in den Tagen vor der Geburt weniger Kindsbewegungen spüren. Das liegt daran, dass es nun weniger Platz für Strampelübungen hat. Es sammelt aber auch Kraft für die bevorstehende Geburt. Falls Sie allerdings gar keine oder extrem wenige Bewegungen spüren, sollten Sie vorsichtshalber Ihren Arzt oder Ihre Hebamme kontaktieren.

Der Geburtstermin

Natürlich haben Sie beim Warten auf die Geburt Ihren Geburtstermin im Kopf. Am errechneten Termin geht es allerdings bei den wenigsten Frauen auch tatsächlich mit der Geburt los: Laut dem Statistischen Bundesamt kommen nur circa 4 Prozent aller Neugeborenen am Geburtstermin zur Welt. Zwei Drittel der Kinder erblicken in den 10 Tagen davor oder danach das Licht der Welt. Der Rest verteilt sich auf Frühgeburten, vorzeitige Geburten oder Babys, die mit mehr als 10 Tagen Verspätung geboren werden.

Abgang des Schleimpfropfens

Ein weiteres Zeichen, dass es in den nächsten Tagen oder Stunden losgeht, ist der Abgang des Schleimpfropfens. Dieser verschliesst in der Schwangerschaft die Gebärmutter. Manche Frauen bemerken vor der Geburt einen Abgang von Schleim, der mit Blut gemischt sein kann. Dies kann auch über mehrere Tage passieren.

Falls es nach der sogenannten Zeichnungsblutung doch noch einige Tage dauert, bis es mit der Geburt losgeht, sollten Sie Aktivitäten meiden, bei denen Sie in starken Kontakt mit Bakterien kommen, zum Beispiel schwimmen. Denn der Schleimpfropf kann nun das Eindringen von Krankheitserregern in den Gebärmutterhals nicht mehr verhindern.

Blasensprung: Das Fruchtwasser tritt aus

Für manche Frauen beginnt die Geburt mit dem Blasensprung. Bei diesem Anzeichen der Geburt fliesst eine meist geruchlose und farblose Flüssigkeit aus der Scheide. Im Unterschied zum Urin können Sie diese Flüssigkeit nicht halten. Die Menge des abgehenden Fruchtwassers unterscheidet sich von Frau zu Frau. Es können entweder ein paar Tropfen sein oder auch ein ganzer Schwall. Eine gelbliche, bräunliche oder grünliche Farbe kann auf eine Infektion oder Stress des Babys hindeuten.

Ob verfärbt oder nicht: Wenn Sie bemerken, dass Ihre Fruchtblase geplatzt ist, sollten Sie mit Ihrer Hebamme oder dem Spital Kontakt aufnehmen, auch wenn Sie noch keine Wehen haben. Denn nach dem Blasensprung steigt die Infektionsgefahr für Ihr Baby. Ob es in Ihrem Fall nötig ist, nach dem Abgang des Fruchtwassers eine liegende Position einzunehmen, klären Sie individuell mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

Geburtswehen: Die erste Geburtsphase beginnt

Das eindeutigste Anzeichen für die unmittelbar bevorstehende Geburt sind die Wehen. Sie leiten die erste Geburtsphase ein. Eröffnungswehen treten regelmässig auf und werden immer stärker. Wie genau sich diese Wehen anfühlen, beschreibt jede Frau anders. Für manche sind sie wie ein heftiger Menstruationsschmerz, andere empfinden eine Wehe als ein festes Band, das sich um den Bauch legt.

Allgemein gilt: Geburtswehen sind stärker und schmerzhafter als Senkwehen, wobei jede Frau ein anderes Schmerzempfinden hat. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie Geburtswehen haben, stoppen Sie die Zeit zwischen den Wehen. Geburtswehen treten in regelmässigen Abständen auf, die immer kürzer werden. Wenn die Wehen etwa im Zehnminutenabstand auftreten, sollten Sie Ihre Hebamme anrufen oder sich auf den Weg ins Spital machen.

Wenn die Wehen unregelmässig kommen und Sie unsicher sind, ob es sich um Vorwehen oder Geburtswehen handelt, sollten Sie ein entspannendes Bad nehmen. Vor- oder Senkwehen verschwinden im warmen Wasser, Geburtswehen werden in der Regel stärker. Klarheit kann auch ein warmes Bad verschaffen: Gehen die Wehen in der warmen Badewanne zurück, handelt es sich um Vorwehen. Werden Sie stärker, sind es wahrscheinlich Geburtswehen.

Woran haben Sie erkannt, dass es bald mit der Geburt losgeht? Schreiben Sie uns einen Kommentar.

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