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Indische Brücke bei Steisslage: So kannst du dein Baby sanft zur Drehung bewegen

Die meisten Kinder drehen sich vor der Geburt mit dem Kopf nach unten. Manche bleiben aber in der Beckenendlage. Mit einer Übung aus dem Hatha-Yoga, der indischen Brücke, kannst du aber versuchen, dein Baby noch zu einer Drehung zu überreden.

Die indische Brücke kann dein Baby dazu motivieren, sich in die richtige Geburtsposition zu begeben.
Die indische Brücke kann dein Baby dazu motivieren, sich in die richtige Geburtsposition zu begeben. © Getty Images, Prostock-Studio

Die indische Brücke: Das Wichtigste in Kürze

In den meisten Fällen dreht sich das Baby bis zur 34. Schwangerschaftswoche in die sogenannte Schädellage, also mit dem Kopf nach unten, um die optimale Startposition für die Geburt einzunehmen. Doch in ungefähr fünf Prozent der Schwangerschaften bleiben die Kinder in Beckenendlage sitzen. Mit einer sanften Übung kannst du dein Baby motivieren, sich in die richtige Richtung zu drehen.

Was ist die indische Brücke?

Die indische Brücke ist eine Übung aus dem Hatha-Yoga, wo sie als «kleine Brücke» bekannt ist. Die Schwangere liegt auf dem Rücken, die Beine angewinkelt und hebt den Po nach oben. Durch die mehrmalige Hochlagerung des Beckens soll das Gesäss des Babys aus dem Becken der Mutter herausrutschen. Somit hat das Kind bessere Möglichkeiten, sich zu drehen.
Zudem ist die Position für das Ungeborene nicht besonders angenehm – es wird dadurch motiviert, sich in eine gemütlichere Haltung zu begeben.
Das schwungvolle Aufstehen am Ende dient dazu, das Baby dazu zu animieren, gewissermassen einen Purzelbaum im Bauch zu vollführen.

Wie oft am Tag indische Brücke?

Du kannst ab der 32. Schwangerschaftswoche mit der Übung beginnen und sie mehrmals in der Woche ausführen. Wenn du das Gefühl hast, dein Kind habe sich gedreht, sprich mit deinem Arzt oder deiner Hebamme und lass die Lage deines Babys kontrollieren.

Ist die indische Brücke gefährlich?

Bei der indischen Brücke kann die stark vergrösserte Gebärmutter eventuell auf die hintere Hohlvene im mütterlichen Rücken drücken. Das kann Schwindel und Übelkeit auslösen - bis hin zur Ohnmacht. Deswegen solltest du die Übung nicht alleine, sondern unter Aufsicht des Partners, der zusätzlich stützen kann oder der Hebamme auszuführen. Wenn dir die Übung sehr unangenehm ist, breche sie sofort ab.

Indische Brücke Anleitung: Wie funktioniert die Übung?

1 Leg dich mit dem Rücken auf eine Yogamatte oder einen festen Untergrund. Die Füsse werden hüftbreit aufgestützt, die Arme werden locker mit den Handflächen nach unten neben den Körper gelegt. Atme entspannt ein und aus.

2 Hebe dann beim Ausatmen das Becken an, sodass es circa 20 Zentimeter über dem Boden liegt. Halte diese Position, so lange es dir angenehm ist, und atme entspannt weiter. Wenn dir übel oder schwindelig wird oder dein Rücken schmerzt, dann breche die Übung sofort ab.

3 Senke das Becken wieder ab und steh mit etwas Schwung über eine Seite auf.

Da die Übung bei fortgeschrittener Schwangerschaft ziemlich anstrengend ist, kannst du dein Becken auch mit einem Kissen hochlagern und eventuell die Beine auf einem Stuhl, dem Sofa oder dem Bett ablegen. Es geht nicht primär darum, das Becken möglichst oft anzuheben, sondern um die stabile Hochlagerung des Beckens über einige Minuten.