Die Bedeutung der Dopplersonographie in der Schwangerschaft

Die Dopplersonographie, eine  spezielle Form der Ultraschalluntersuchung, kommt zum Einsatz, wenn der Arzt wissen will, wie gut der Embryo mit Blut versorgt wird. Vorausgehend ist grundsätzlich ein auffälliger Befund. Die Untersuchung ist keine Standarduntersuchung im Verlauf der Schwangerschaft.

Eine Dopplersonographie ist eine spezielle Ultraschalluntersuchung.

Bei einer Dopplersonographie wird untersucht, wie das Blut durch die Nabelschnur fliesst. Foto: AlexRaths, iStock, Thinkstock

Der Dopplerultraschall ist eine spezielle Untersuchungsmethode im Bereich der Ultraschalldiagnostik. Ziel ist die Messung der Fliessgeschwindigkeit des Blutes in den Blutgefässen. In der Regel kommt die Methode zum Einsatz, um Gefässverengungen aufzuspüren.

Das Gerät ist mit einem Ultraschallkopf ausgestattet, der entsprechende Schallwellen aussendet. Veränderungen in den Gefässen lassen sich sowohl akustisch, als auch in Form einer bildgebenden Farbkodierung darstellen.

Dopplersonographie in der Schwangerschaft

Im Rahmen einer Schwangerschaft wird die Doppleruntersuchung eingesetzt, um gezielt die Geschwindigkeit des Blutflusses innerhalb der Nabelschnur überprüfen und kontrollieren zu können. Bei der Untersuchung soll festgestellt werden, wie gut die Organe des Fötus, sowie das Gewebe und die Gefässe mit Blut versorgt werden.

Die Darstellung des Blutflusses lässt sich auf dem zugehörigen Monitor in Farbe darstellen.
Der Doppler-Ultraschall wird in der Regel durchgeführt, wenn ein begründeter Zweifel an der gesunden Entwicklung des Fötus im Mutterleib besteht. Die Risiken stehen entweder mit der Vorgeschichte der werdenden Mutter in Zusammenhang oder sind im Verlauf der Schwangerschaft zutage getreten. Das können beispielsweise Bluthochdruck oder eine Diabetes-Erkrankung sein. Auch Raucherinnen und Frauen, die älter als 45 Jahre sind, sowie Frauen mit Mehrlingsschwangerschaften gehören zu den Risikogruppen, denen eine entsprechende Untersuchung mit Dopplersonographie empfohlen wird. Darüber hinaus kann es bei der einfachen und standardgemäss durchgeführten Ultraschalluntersuchung vorkommen, dass Auffälligkeiten sichtbar werden, die einer genaueren Abklärung bedürfen. Dazu gehört beispielsweise der Verdacht auf eine fehlerhafte Entwicklung des kindlichen Herzens oder ein zu geringes Wachstum des Fötus.

Wissenswertes zur Dopplersonographie

Entgegen der häufig von Schwangeren geäusserten Befürchtung ist die Dopplersonographie weder für das Kind, noch für die werdende Mutter gefährlich. Sie sollte allerdings erst ab der zweiten Schwangerschaftshälfte angewendet werden. Dr. René Carlo Müller von der Schweizerischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin, Sektion Gynäkologie und Geburtshilfe stellt fest, dass seit Jahrzehnten keinerlei schädigende Folgen des Ultraschalls bekannt sind.

Das Ergebnis der Kontrolle liegt unmittelbar vor, sodass im Ernstfall ein sofortiger Handlungsbedarf frühzeitig erkannt werden kann. In Folge kann die werdende Mutter bei Bedarf umfassender und engmaschiger medizinisch betreut werden. Gegebenenfalls ist bei entsprechender Indikation auch die vorzeitige Einleitung der Geburt angeraten.

Links zum Thema Ultraschalluntersuchungen

  • Weitere hilfreiche Informationen zur Thematik der Ultraschalldiagnostik sind beispielsweise auf der Internetpräsenz des Kantonsspital Baden einzusehen: www.kantonsspitalbaden.ch
  • Die Seite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) stellt ebenfalls zahlreiche hilfreiche Informationen zur Ultraschalldiagnostik in der Schwangerschaft zur Verfügung: www.bag.admin.ch

 

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