Schwangerschaftsdiabetes im Griff

Als Gestations-Diabetes bezeichnet man eine Kohlenhydratstoffwechselstörung, die während der zweiten Hälfte der Schwangerschaft auftreten kann. Ab dem zweiten Kind und ab 30 ist das Risiko daran zu erkranken erhöht.

Eine Schwangerschaftdiabetis kann zum Risiko für Mutter und Kind werden.

Die Schwangerschaftsdiabetes ist für Mutter wie Kind ein Risiko. Foto: iStock, Thinkstock

Der Gestationsdiabetes tritt bei 5-10% aller Schwangerschaften auf und gehört damit zu den häufigsten Schwangerschafts-Komplikationen. Wird dieser Diabetes nicht behandelt, kann das Folgen für Mutter und Kind haben. Frauen, bei denen ein Gestationsdiabetes auftrat, haben zudem eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie im späteren Leben einen Diabetes Typ 2 (seltener Typ 1) zu entwickeln. Bei 30-50% aller Mütter mit Gestationsdiabetes ist dies innerhalb von fünf bis zehn Jahren der Fall. Frauen, die vor und während der Schwangerschaft zu Übergewicht neigten, müssen damit rechnen, dass die Krankheit nach der Entbindung anhält.

Die Risiken für Mutter und Kind

  • Das Kind wird dicker und grösser (Makrosomie), da es auf die erhöhten Blutzuckerwerte der Mutter mit einer erhöhten Insulinproduktion reagiert und den Zucker als Fett im eigenen Körper einbaut.
  • Das Kind produziert mehr Urin, die Fruchtwassermenge nimmt zu und damit auch das Risiko einer Frühgeburt.
  • Das Neugeborene entwickelt eher eine Gelbsucht. Durch die Störungen der Durchblutung des Mutterkuchens und damit der Sauerstoffversorgung enthält der Kreislauf des Babys mehr Blutfarbstoff. Die Gelbsucht entsteht durch den Abbau des Blutfarbstoffes nach der Geburt.
  • Fehlbildungen und Anpassungsstörungen beim Kind können Folgen sein.
  • Die Wahrscheinlichkeit, einen Diabetes Typ 2 für den Rest des Lebens zu entwickeln, ist für die Mutter massiv erhöht.

Die Risikofaktoren

Ein erhöhtes Risiko haben Frauen, die bereits über 30 sind, die eine erbliche Veranlagung für Diabetes mellitus mitbringen, sowie Frauen, die Bluthochdruck, eine Fettstoffwechselstörung oder Übergewicht haben (Body Mass Index > 27). Wer schon in einer vorhergegangenen Schwangerschaft ein Gestationsdiabetes entwickelte, ein besonders schweres Kind zur Welt brachte oder mehrere Fehlgeburten hatte, muss mit einem erhöhten Risiko rechnen.

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