Zwillingsschwangerschaft: doppeltes Glück oder Risiko?

Zunächst einmal sei allen werdenden Eltern gesagt: Seien Sie beruhigt - eine Zwillingsschwangerschaft ist zwar durchaus mit höheren Risiken behaftet, aber dank medizinischer Versorgung haben Mehrlinge einen guten Start ins Leben! Welche Risiken Sie kennen sollten, lesen Sie hier.

Bei einer Zwillingsschwangerschaft ist einiges anders.

Wenn Sie Zwillinge erwarten, sollten Sie sich auf doppelte Arbeit aber auch auf doppeltes Glück einstellen. Schon bei einer Zwillingsschwangerschaft ist einiges anders. Foto: David Clark, iStock, Thinkstock

Je nachdem, ob es sich um ein- oder zweieiige Geschwister handelt, gibt es Unterschiede in der Entstehung dieses gar nicht so seltenen Phänomens einer Zwillingsschwangerschaft. Bei eineiigen Kindern wird nur eine Eizelle durch ein Spermium befruchtet, teilt sich nach der Befruchtung aber in zwei Teile, aus denen jeweils ein Embryo entsteht. In diesem Fall haben die Kinder das gleiche Erbgut, werden sich später also extrem ähnlich sehen.

Bei zweieiigen Zwillingen werden hingegen zwei unterschiedliche Eizellen von jeweils einer Spermazelle befruchtet - die Kinder wachsen also zusammen im Bauch heran, können nach der Geburt aber enorme Unterschiede aufweisen. Das Geschlecht bleibt hierbei unberücksichtigt, so dass es jeder möglichen Geschwisterkonstellation kommen kann: Bruder und Bruder, Bruder und Schwester oder aber zwei Schwestern können das Licht der Welt erblicken.

Ob Sie ein Baby, eineiige oder zweieiige Zwillinge oder gar Drillinge erwarten - Endgültig bestimmen lässt sich die Anzahl der Embryonen in Ihrem Bauch nur durch einen Ultraschall. Nehmen Sie rechtzeitig mit Ihrem Frauenarzt  oder Ihrer Hebamme Kontakt auf.

Welche Gefahren drohen bei einer Mehrlings- und Zwillingsschwangerschaft?

  • Frühgeburt: Etwa 50 Prozent aller Zwillingspärchen kommen vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt und müssen anschliessend eine Weile im Inkubator verbringen, um die fehlende Zeit im Bauch aufzuholen.
  • Auch das Risiko einer Fehlgeburt, vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft, ist etwas höher. Oftmals verliert die Schwangere nur ein Baby und kann das andere ganz normal weiter austragen. Seltener ist das «Verschwinden» eines Embryos – waren beim letzten Ultraschall noch zwei Föten zu sehen, ist plötzlich ganz offensichtlich nur noch ein einziger. Oft steckt eine unbemerkte Fehlgeburt dahinter; ganz geklärt ist dieses Mysterium allerdings noch nicht.
  • Eines der beiden Babys könnte zu klein und zu leicht auf die Welt kommen - meist erfährt es dann die gleiche medizinische Betreuung wie ein Frühchen und kann sich recht schnell normal weiterentwickeln.
  • In seltenen Fällen kommt es zu einem Ungleichgewicht in der Blutversorgung, so dass ein Embryo zu viel, der andere zu wenig Blut erhält. Dies endet im schlimmsten Fall tödlich für beide Kinder, kann aber durch moderne Vorsorgeuntersuchungen schnell erkannt und behandelt werden.

Auf was sollten Schwangere achten, die Mehrlinge erwarten?

Aufgrund der Fortschritte in der modernen Medizin können Sie einer Mehrlingsschwangerschaft relativ gelassen entgegen sehen, da sich die Gefährdung von Mutter und Kindern sehr vermindert hat. Allerdings ist es wichtig, besonders gut auf Ernährung und Entspannung zu achten und sich trotz des riesigen Bauches fit zu halten, um Schwangerschaft und Geburt gut zu überstehen.

Der Verein Zwillings-Family aus dem Kanton Zürich bietet Infoabende für werdende Zwillingseltern an: www.zwillingsfamily.ch

 

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