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Dein Baby, 2 Wochen alt: Mütterberaterin gibt Tipps – und so schläft es sicher

Schlafen und Trinken sind die Hauptbeschäftigungen deines Neugeborenen. Wie und wo dein Baby im Alter von 2 Wochen am sichersten schläft, worauf du beim Pucken achten musst und wie du plötzlichem Kindstod vorbeugst, erfährst du hier. Deine Mütterberaterin kann dir ausserdem viele Fragen beantworten.

Die Mütterberaterin kann dir bei vielen Fragen helfen.
Mit der Mütterberaterin kannst du vieles besprechen. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Entwicklung deines Babys: Der Nabelschnurrest fällt ab

Mit zwei Wochen verliert dein Baby immer mehr sein Neugeborenenaussehen. Inzwischen gewöhnst du dich sicher immer besser an das Leben mit deinem Kleinen daheim. Bei den meisten Babys ist in der zweiten Lebenswoche der Nabelschnurrest abgetrocknet und fällt jetzt ab. Halte den Nabel bis dahin trocken und schlage die Windel unterhalb des Nabels um, damit darunter kein feuchtes Klima entsteht [2].

Für den Nabel gibt es zwei verschiedene Anlaufstellen, je nachdem, was du siehst: Ist nur der Nabelrand gerötet, sprich deine Hebamme oder die Mütter- und Väterberatung darauf an. Nässt oder schmiert der Nabel, oder ist die Haut ringsum blutig oder eitrig, gehört das in die Hände deiner Kinderärztin oder deines Kinderarztes [2] – dahinter kann eine Nabelentzündung stecken.

Dein Baby ist ansonsten hauptsächlich mit Trinken und Schlafen beschäftigt. Am liebsten ist es in deiner Nähe, um die ihm bereits vertrauten Menschen zu riechen und zu hören. Kuschle und schmuse viel mit deinem Neugeborenen – verwöhnen kannst du es jetzt noch nicht.

Sicherer Schlaf: So senkst du das Risiko für plötzlichen Kindstod

Die Ursachen des plötzlichen Säuglingstods (englisch «sudden infant death», SID) sind jahrelang intensiv untersucht worden. Belegt ist: Mit einfachen Massnahmen in der Schlafumgebung lässt sich das Risiko stark reduzieren [1]. Das Universitäts-Kinderspital Zürich fasst für Eltern diese Punkte zusammen:

  • Rückenlage: Lege dein Baby zum Schlafen grundsätzlich auf den Rücken. Die Bauchlage darf es geniessen, solange es wach ist [1].
  • Eigenes Bett im Elternschlafzimmer: Der sicherste Schlafort für einen Säugling ist das eigene Kinderbett im Schlafzimmer der Eltern. Eine Alternative sind Beistellbetten, die ans elterliche Bett angedockt werden [1].
  • Feste Matratze, nichts Weiches: Dein Baby mag eine feste Unterlage. Verzichte auf Kopfkissen und Felle und achte darauf, dass dein Kind mit dem Kopf nicht unter die Bettdecke rutscht oder von Kuscheltieren und Kuscheltüchern bedeckt wird. Am sichersten ist ein Schlafsack [1].
  • Nicht zu warm: Dein Baby schwitzt nicht gerne. Mütze und Handschuhe braucht es zum Schlafen nicht. Die Temperatur prüfst du mit dem Handrücken im Nacken; die ideale Raumtemperatur liegt bei 18 °C [1].
  • Rauchfreie Umgebung: Der Rauch von Zigaretten, Zigarren und Pfeifen gefährdet dein Kind [1].
  • Stillen und Nuggi: Stillen und das Saugen an einem Schnuller während des Schlafens wirken als Schutzfaktoren und senken das Risiko [1]. Wie der Start ins Stillen gelingt, verraten dir diese Tipps von der Hebamme.
  • Impfungen: Auch die empfohlenen Impfungen vermindern das Risiko, an plötzlichem Säuglingstod zu sterben [1].

Pucken: Leicht wickeln – und die Hände frei lassen

Dein Baby kann seine Arme und Beine im Moment noch nicht kontrollieren. Erst nach und nach wird es in den nächsten Wochen und Monaten lernen, sie bewusst zu steuern. Manche Babys scheinen sich regelrecht vor ihren eigenen Gliedmassen zu erschrecken. Deshalb kann es dein Kleines beruhigen, wenn du es puckst. Dabei handelt es sich um eine Wickeltechnik, die das Baby an die vertraute Enge im Mutterleib erinnern soll – besonders dann, wenn dein Säugling sehr unruhig ist oder du bemerkst, wie es durch seine ungelenken Arm- und Beinbewegungen aus dem Schlaf schreckt.

Wichtig ist, wie fest du wickelst. Das Universitäts-Kinderspital Zürich nennt ausdrücklich ein leichtes Pucken als mögliche Beruhigungshilfe und beschreibt auch, wie es aussehen soll: Die Arme liegen über der Brust gekreuzt, und dein Baby muss weiterhin die Möglichkeit haben, seine Hände zum Mund zu führen [2]. Genau darüber hat es sich schon im Mutterleib selbst beruhigt. Straff eingeschnürt gehört dein Baby also nicht.

Zwei Regeln gelten beim Pucken unverändert weiter: Dein gepucktes Baby schläft trotzdem auf dem Rücken und nie auf dem Bauch, und es darf dabei nicht ins Schwitzen kommen [1]. Deine Hebamme oder deine Mütterberaterin zeigt dir, wie du dein Kleines richtig puckst. Wie die Technik im Einzelnen geht, liest du in unserem Ratgeber zum Pucken.

Braucht dein Baby vor allem Nähe, ist ein Tragetuch eine gute Alternative: Das Tragen wirkt sich zusätzlich positiv auf die Bindung zwischen Eltern und Kind sowie auf die Hüft- und die Sinnesentwicklung aus [2].

Heultage: Wann aus dem Baby-Blues mehr wird

Viele junge Mütter haben am Ende der ersten oder in der zweiten Woche besonders häufig mit den Tränen zu kämpfen. Rund drei von vier Müttern spüren nach der Entbindung diesen Baby-Blues. Er beginnt meist drei bis fünf Tage nach der Geburt, geht oft mit dem Milcheinschuss einher und dauert einige Stunden oder Tage [3]. Verständlich: Die erste Euphorie der Geburt ist verflogen, Erschöpfung und Schlafmangel stehen an der Tagesordnung, hinzu kommen hormonelle Umstellungen.

Versuche jetzt, dich so viel wie möglich zu erholen, lass dir besonders von deinem Partner helfen und hab keine Angst, mit deiner Hebamme darüber zu sprechen. Bei den meisten Frauen vergeht der Baby-Blues nach ein paar Tagen wieder.

Zieht sich das Stimmungstief dagegen über Wochen oder Monate hin, kann eine postpartale Depression dahinterstecken. Rund 15 Prozent aller Frauen leiden im ersten Jahr nach der Geburt daran – in der Schweiz sind das jährlich rund 13 000 Mütter [3]. Wie sich das anfühlt, schildert der Erfahrungsbericht einer betroffenen Mutter.

Hol dir Hilfe, sobald es nicht besser, sondern schlimmer wird – und sofort, wenn du das Gefühl hast, gar nicht mehr klarzukommen oder dich nicht um dein Baby kümmern zu können. Erste Anlaufstellen sind deine Hebamme, deine Ärztin und die Mütter- und Väterberatung. Der Elternnotruf berät Eltern jederzeit und kostenlos, telefonisch, per Chat oder persönlich: 0848 35 45 55 [5].

Tipps für Eltern: Die Mütter- und Väterberatung hilft bei vielen Fragen

Wahrscheinlich hast du schon bei der Entlassung aus dem Spital oder von deiner Hebamme etwas über die Mütter- und Väterberatung gehört. Es handelt sich dabei um einen kostenlosen Beratungsdienst für Fragen aller Art, die dein Baby, aber auch dich selbst und deine familiäre Situation betreffen. Wenn du dir beispielsweise unsicher bist, ob dein Baby genug trinkt oder wie du es zum Einschlafen bekommst, hilft dir die Mütterberaterin weiter.

Die Beratenden sind ausgebildete Fachpersonen für die frühe Kindheit. Das Angebot ist in allen Kantonen der Schweiz verfügbar und für Eltern kostenlos; es reicht von der Telefonberatung über Hausbesuche bis zu Kursen und Gruppenberatungen [4]. Deine örtliche Mütterberaterin wird in der Regel von sich aus Kontakt zu dir aufnehmen. Sollte das nicht geschehen, findest du die Beratungsstelle in deiner Nähe über den Schweizerischen Fachverband Beratung Frühe Kindheit [4].

Quellen

  1. Universitäts-Kinderspital Zürich: Elterninformation «Ein sicherer und gesunder Schlaf» (PDF, Stand 2/2024). Abgerufen am 10.08.2026.
  2. Universitäts-Kinderspital Zürich, Neonatologie: Elterninformation zu Säuglingspflege & Entwicklung – «Weinen, Schreien & Beruhigen» (PDF). Abgerufen am 10.08.2026.
  3. Kantonsspital Baden: «Depression nach der Geburt: Viele Mütter leiden im Stillen» (22. Juli 2024). Abgerufen am 10.08.2026.
  4. Schweizerischer Fachverband Beratung Frühe Kindheit: Infos für Eltern – Beratungsstelle in deiner Nähe. Abgerufen am 10.08.2026.
  5. Elternnotruf: Beratung bei Erziehungsfragen, in Krisen und bei Überforderung. Abgerufen am 10.08.2026.

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