Ihr Baby, 6 Wochen alt: Haben Sie ein Schreibaby?

Mit 6 Wochen wird Ihr Baby immer munterer. Eine Babywippe gefällt ihm jetzt. Alle Babys schreien irgendwann im Laufe eines Tages. So teilen sie sich schliesslich der Welt mit. Manche Babys schreien jedoch täglich mehrere Stunden. Wenn Sie ein Schreibaby haben, sollten Sie sich Hilfe suchen.

Manche Babys schreien in den ersten Monaten sehr viel.

Ein anhaltend schreiendes Baby kann für die Eltern sehr belastend sein. Suchen Sie sich Hilfe! Foto: iStockphoto, Thinkstock

Entwicklung Ihres Babys: Nuggi oder Daumen?

Der Greifreflex entwickelt sich nun langsam zurück und Ihr Baby wird die Hände meist offen halten. Vielleicht bemerken Sie, wie es sich nicht nur die ganze Hand, sondern inzwischen einzelne Finger in den Mund steckt. Das Saugen beruhigt Ihr Kind. Viele Säuglinge gewöhnen sich deshalb an einen Nuggi oder stecken sich den Daumen in den Mund. Manche Babys lassen sich auch durch andere Dinge, wie zum Beispiel Streicheln oder Trinken, beruhigen. Woran Sie Ihr Baby gewöhnen, ist Ihre Entscheidung. Für alles gibt es Vor- und Nachteile und es gibt kein richtig oder falsch.

Doch Ihr Kind wird sich nicht nur zur Beruhigung Dinge in den Mund stecken, sondern auch um diese zu untersuchen. Die meisten Sinneszellen liegen beim Baby nämlich im Mund und nicht in den Fingern. Seine Welt entdeckt und erobert es jetzt hauptsächlich durch den Mund. Dies wird auch als orale Phase bezeichnet. Deshalb sollten Sie Ihr Kind nicht davon abhalten, sich Dinge in den Mund zu stecken – natürlich solange sie ungefährlich für Ihr Kleines sind.

Eine Babywippe macht Spass

Auch sonst wird Ihr Baby ständig interessierter an seiner Umgebung. Aufgeregt strampelt es mit seinen Armen und Beinen, wenn es sich über Ihre Anwesenheit freut. Eine Babywippe wird Ihrem Säugling nun sehr gut gefallen, denn so kann es sehen, was um ihn herum passiert. Stundenlang sollten Sie Ihr Baby allerdings nicht in der Babywippe sitzen lassen, das ist nicht gut für seinen kleinen Rücken.

In den ersten Wochen waren die Nägel Ihres Babys noch ganz weich. Ihre Hebamme hat Ihnen deshalb sicher geraten, dass Sie diese im ersten Monat noch nicht schneiden sollen. Mit einem reichlichen Monat werden Sie feststellen, dass die Nägel hart geworden sind. Nun können sie geschnitten werden. Tun Sie dies am Besten in einem Moment, in dem Ihr Kind entspannt ist. Setzen Sie es sich auf den Schoss und halten Sie es gut fest, damit es sich nicht mit plötzlichen Bewegungen selbst schneidet. Manche Eltern schwören darauf, die Nägel des Babys im Schlaf zu schneiden.

Tipps für die Eltern: Das hilft dem Schreibaby

Natürlich gehört Schreien als Kommunikationsmittel für alle Babys dazu. Manche Babys schreien jedoch sehr oft. Wenn Ihr Kind an mehreren Tagen in der Woche mehr als zwei bis drei Stunden schreit und es sich gar nicht wieder beruhigen lässt, spricht man von einem Schreibaby. Für die Eltern ist dies selbstverständlich sehr belastend. Die Ursachen sind von Baby zu Baby unterschiedlich und nicht immer können diese eindeutig herausgefunden werden. Dazu gehören zum Beispiel Koliken, Reizüberflutung, psychisch belastende Situationen, aber auch Probleme mit der Ernährung wie zum Beispiel eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.

Es gibt einige Dinge, wie Sie Ihrem Baby daheim helfen können, zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen. Dazu gehören zum Beispiel Schaukeln, Singen, ins Tragetuch binden oder Spazierengehen. Sie sollten aber nicht zu viele Sachen auf einmal ausprobieren, sonst wird Ihr Baby eventuell noch überreizter. Ausserdem dürfen Sie Ihr Kind nie schütteln. Verlassen Sie lieber für ein paar Minuten das Zimmer, wenn Sie es gar nicht mehr aushalten.

In jedem Fall sollten Sie sich Hilfe suchen und sich nicht dafür schämen. Ein Schreibaby heisst nicht, dass Sie etwas falsch machen! Ihr Arzt sollte zunächst abklären, ob vielleicht gesundheitliche Probleme dahinterstecken. Danach können eine Säuglingsschwester oder Schreiambulanz weiterhelfen.

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