Baby > Baby KalenderDein Baby, 3,5 Monate alt: Auf in die Krabbelgruppe – und welcher Babykurs jetzt passt Julia Wohlgemuth Mit 3,5 Monaten ist dein Baby tagsüber immer länger wach. In diesen Stunden möchte es beschäftigt werden. Wie wäre es, jetzt mit einem Kurs zu beginnen? Ob Krabbelgruppe, Babyschwimmen oder Babymassage – für alle Babys und Eltern ist etwas dabei. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Babykrabbeln ist ein beliebter Kurs für Babys. Foto: iStockphoto, Thinkstock Entwicklung deines Babys: Plappermäulchen Bestimmt hast du schon festgestellt, dass dein Baby oft vor sich hinplappert. Ist es zufrieden und gut gelaunt, teilt es dir das mit glücklichem Brabbeln mit. Natürlich lässt es dich mit Lauten auch wissen, wenn ihm etwas nicht passt. Rund um den vierten Monat kommen zu den Vokal-, Schmatz- und Zischlauten die ersten Silben dazu [1] – dein Baby übt damit den nächsten Schritt auf dem Weg zum Spracherwerb. Du kannst die Sprachentwicklung deines Kindes fördern, indem du viel mit ihm sprichst, auf seine Laute antwortest und schon gemeinsam Bücher anschaust. Wichtig dabei: Solche Altersangaben sind Durchschnittswerte und keine starre Norm [1]. Das eine Baby plappert munter drauflos, das andere lässt sich mehrere Wochen länger Zeit – beides kann völlig normal sein. Du musst mit einer Frage aber nicht bis zur nächsten Vorsorgeuntersuchung warten: Wenn du unsicher bist, ob die Entwicklung deines Babys im Rahmen liegt, sprich es bei deiner Kinderärztin oder in der Mütter- und Väterberatung an. Die Beratung ist kostenlos und in allen Kantonen verfügbar [5]. Wenn du mit deinem Baby vor dem Spiegel stehst, wird es das Kind im Spiegel mit Interesse beobachten und vielleicht anlächeln. Bis dein Baby versteht, dass es selbst das Kind im Spiegel ist, vergehen jedoch noch viele Monate: Erst ab etwa 18 Monaten bestehen Kinder den sogenannten Spiegel-Selbsterkennungstest, bei dem sie einen unbemerkt angebrachten Fleck im eigenen Gesicht wegzuwischen versuchen [2]. Dein Baby kann nun auch schon bekannte Tagesabläufe vorhersehen. Wenn du beispielsweise das Badewasser einlaufen lässt, wird dein Kleines wahrscheinlich vor Aufregung und Vorfreude losstrampeln. Falls du es nicht ohnehin schon tust, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, eine Abendroutine einzuführen. Das erleichtert deinem Kind den Übergang von Tag zu Nacht und das Einschlafen. So könntet ihr beispielsweise noch gemeinsam ein Buch anschauen, bevor du dein Baby ins Bett legst. Oder du singst ein Lied, bevor du das Zimmer verlässt. Am Tag ist dein Baby immer länger wach, und der Tagesablauf ist bei vielen Kindern strukturierter. Wahrscheinlich hat dein Baby einigermassen feste Essens- und Schlafzeiten. Das macht es für dich als Elternteil einfacher, den Tag zu planen. Natürlich sind die Schlafgewohnheiten bei Babys ebenso unterschiedlich wie bei Erwachsenen, aber im Durchschnitt ist dein Kind jetzt zwischen sechs und zehn Stunden am Tag wach. Freunde finden: Krabbelgruppe und Babykurse für Baby und Eltern Durch die längeren Wachphasen deines Babys und den besser strukturierten Alltag ist nun ein idealer Zeitpunkt, um mit einem Babykurs zu beginnen – zum Beispiel mit einer Krabbelgruppe oder dem Babyschwimmen. Der Name Krabbelgruppe führt dabei leicht in die Irre: Krabbeln muss dein Baby dafür nicht können, der Name steht für das Angebot und nicht für eine Voraussetzung. Ab welchem Alter eine Gruppe offensteht, ist allerdings von Anbieter zu Anbieter verschieden – frag am besten direkt nach. Dein Säugling wird die neuen Erfahrungen geniessen und interessiert auf die anderen Babys reagieren, auch wenn es noch viele Monate dauern wird, bis Kinder miteinander spielen. Wofür du dich entscheidest, hängt natürlich von deinen Vorlieben und den Angeboten vor Ort ab. Sehr beliebt sind Kurse wie Babyschwimmen und Babymassage oder Baby-Yoga, aber auch PEKiP. Welcher Babykurs zu euch passt, liest du in unserem Überblick. Wer es lieber etwas weniger organisiert mag, dem gefällt es vielleicht in einer Krabbelgruppe besser. Ein Punkt, der beim Babyschwimmen leicht untergeht: Wassergewöhnung ersetzt die Aufsicht nicht. Kleinkinder sind im und am Wasser in Griffnähe am sichersten, und bereits wenige Zentimeter Wassertiefe können für sie zur Todesfalle werden – sie halten beim Sturz ins Wasser noch nicht automatisch die Luft an und können den verhältnismässig schweren Kopf oft nicht über Wasser halten [3]. Das gilt im Kurs genauso wie zu Hause in der Badewanne oder später am Planschbecken. Doch ein Babykurs ist nicht nur ein Kurs für dein Baby, sondern auch für dich als Mutter oder Vater. Wenn du in Vollzeit mit deinem Baby daheim bist und dein Partner den ganzen Tag arbeitet, dann kann das einsam sein. Denn auch wenn dein Baby das wunderbarste auf der ganzen Welt ist, so sind Unterhaltungen mit ihm am Anfang recht einseitig. In der Krabbelgruppe oder im Babykurs hast du Gelegenheit, andere Mütter und Väter in ähnlichen Situationen kennenzulernen. Nicht selten sind daraus schon Freundschaften fürs Leben entstanden. Und die Spielgruppe? Die kommt erst in ein paar Jahren Vielleicht bist du hier gelandet, weil du nach einer Spielgruppe suchst. Die ist für dein Baby allerdings noch kein Thema: In der Schweiz sind Spielgruppen familienergänzende Lern- und Bildungsorte für Kinder ab etwa zweieinhalb Jahren bis zum Kindergarteneintritt, in denen sich die Kinder ein- oder mehrmals wöchentlich während höchstens einem halben Tag treffen [4]. Für ein 3,5 Monate altes Baby sind stattdessen Eltern-Kind-Angebote wie Krabbelgruppe, Babyschwimmen oder Babymassage gedacht – dort bist du als Mutter oder Vater die ganze Zeit dabei. Wenn die Spielgruppe in zwei bis drei Jahren tatsächlich ansteht, hilft dir unser Ratgeber, die passende Spielgruppe zu finden. Wo du Angebote in deiner Nähe findest Der schnellste Weg zu einem passenden Kurs führt über die Mütter- und Väterberatung an deinem Wohnort. Sie ist in allen Kantonen der Schweiz verfügbar und für Eltern kostenlos; neben Telefonberatungen und Hausbesuchen gehören vielerorts auch Kurse und Gruppenberatungen zum Angebot [5]. Daneben lohnt sich der Blick auf das Programm von Gemeinde, Elternverein, Familienzentrum, Hallenbad oder Hebammenpraxis vor Ort. Quellen Beratung Frühe Kindheit Glarnerland (Mütter- und Väterberatung): Tabelle zur Sprachentwicklung im Vorschulalter (PDF). Abgerufen am 10.08.2026. Dorsch – Lexikon der Psychologie, Hogrefe: Selbstkonzept, Entwicklung. Abgerufen am 10.08.2026. BFU – Beratungsstelle für Unfallverhütung: Kinder und das Wasser – Aufmerksamkeit ist gefragt. Abgerufen am 10.08.2026. SSLV – Schweizerischer Spielgruppen-LeiterInnen-Verband: Definition Spielgruppe. Abgerufen am 10.08.2026. SF BFK – Schweizerischer Fachverband Beratung Frühe Kindheit: Infos für Eltern. Abgerufen am 10.08.2026. Vorherige Woche Nächste Woche