So viel Hygiene braucht das Baby

Gut geschützt liegt das Kind im Mutterleib. Kaum ist es geboren, wird es unzähligen Keimen, Bakterien und Viren ausgesetzt. Kein Wunder, dass Eltern immer wieder nach sinnvollen Hygiene-Regeln suchen. Wir haben Antworten auf Fragen rund um Babys Hygiene gesucht, die Eltern besonders beschäftigen.

Baby: So viel Hygiene ist nötig

Wir haben einige Hygienetipps, mit denen Sie Ihr Kind optimal vor Viren und Bakterien schützen können. Foto: Dynamic Graphics, Creatas, Thinkstock

Hygiene für Nuggi, Schoppen und Stillhilfsmittel

Müssen Nuggi und Schoppen sterilisiert werden?

Sinnvoll ist es, Nuggi, Schoppen und Stillhilfsmittel direkt nach jedem Gebrauch zu spülen. So bleibt kein Milchbelag haften, der später nur noch schwer zu entfernen ist und durch Bakterien der Gesundheit des Babys schaden kann. Gespült wird mit heissem Wasser und Geschirrspülmittel, bevor mit klarem Wasser gründlich nachgespült wird. Wer im Haushalt eine Flaschenbürste nutzt, sollte sie der Hygiene des Babys zuliebe ausschliesslich für den Schoppen des Kindes reservieren. Zum Trocknen wird der Schoppen auf ein sauberes Tuch mit der Öffnung nach unten gestellt. Zudem rät die Frauenklinik des Universitätsspitals Basel: «Kochen Sie Nuggi, Schoppenflaschen und Stillhilfsmittel einmal täglich während fünf Minuten aus».

Dürfen Eltern den Nuggi ablecken?

«Nein», hiess lange Zeit die klare Antwort auf diese Frage. Schliesslich befänden sich im Mund der Eltern Bakterien und Viren, die auf diese Weise auf das Baby übertragen würden. Eine schwedische Studie stellt diese Ansicht in Frage. Kinder, deren Eltern den Nuggi zur Reinigung einfach in den Mund nahmen, weisen weniger Hautekzeme, Nahrungsmittelallergien und Asthma auf, als jene Kinder, deren Eltern den Schnuller abwaschen oder gar abkochen, ergab die wissenschaftliche Untersuchung. Die Schnellreinigungsmethode des Schnuller-Ableckens mobilisiere möglicherweise das Immunsystem, folgerte entsprechend die Ärztezeitung im August 2013.
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Ist es wichtig, die Brust vor dem Abpumpen abzuwaschen?

Viele Mütter pumpen Milch ab, um sie als Vorrat im Kühlschrank oder Eisfach für das Kind aufzubewahren. Klar, dass auch in diesem Fall Hygiene für das Baby und seine Gesundheit wichtig ist. «Zum Abpumpen muss die Brust bzw. die Brustwarze nicht abgewaschen werden», erklärt die La Leche Liga Deutschland. Wichtig sei allerdings, die Hände vor dem Abpumpen oder Ausstreichen gründlich mit Seife und heissem Wasser zu reinigen. «Nutzen Sie saubere Geräte und saubere, sterilisierte Gefässe zur Aufbewahrung», empfiehlt die La Leche Liga weiterhin.

Wie lässt sich Proviant für das Baby zubereiten?

Mobil zu sein mit Baby und auch schnell mal den Haushalt verlassen zu können, das wünschen sich auch diejenigen Mütter, die nicht stillen, sondern ihr Kind mit dem Schoppen füttern. Wer das Fläschchen schon vor dem Ausflug mixt und warm hält, riskiert, dass sich in der Milch schädliche Bakterien und Keime bilden, die der Gesundheit des Kindes schaden können. «Besser für die Hygiene ist es, abgekochtes Wasser in einer Thermosflasche und die richtige Pulvermenge in der ausgekochten Flasche separat mitzunehmen», so die Bundezentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Frische Muttermilch

Muttermilch hält sich …

frisch abgepumpt bei Zimmertemperatur (16-29 Grad)
- 3-4 Stunden optimal
- 6-8 Stunden akzeptabel – unter sehr sauberen Bedingungen

im hinteren Teil des Kühlschranks (unter 4 Grad)
- 72 Stunden optimal
- 5-8 Tage akzeptabel – unter sehr sauberen Bedingungen

im hinteren Teil des Tiefkühlschrankes (unter – 18 Grad)
- 6 Monate optimal
- 1 Jahr akzeptabel

Eingefrorene Milch können Sie nach dem Auftauen (ohne Erwärmen) noch bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren.

(Quelle: La Leche Liga Deutschland)


Hygiene für das Baby auf dem Wickeltisch

Womit reinige ich den Wickelplatz?

Es reicht, mit üblichen Haushaltsreinigern für Hygiene auf dem Wickeltisch zu sorgen. Desinfektionsmittel sind ungeeignet, denn sie können beim Baby Unverträglichkeitsreaktionen auslösen. «Desinfektionsmittel sollten Eltern daher nicht verwenden», resümieren Silvia Höfer und Nora Szász, Autorinnen von «Hebammen Gesundheitswissen» (GU).

Sauberer Baby-Popo

Welche Pflegeutensilien sind geeignet?

Eigentlich brauchen Eltern nicht mehr als eine Schüssel warmes Wasser, einen Waschlappen und ein Tuch zum Trockentupfen, um Babys Popo hygienisch sauber zu halten. Viele Eltern kleiner Kinder halten Öltücher für eine praktische Alternative. Wer Öltücher selber macht, kann das Geld für den Kauf der Tücher sparen. Silvia Höfer und Nora Szász, Autorinnen von «Hebammen Gesundheitswissen» (GU), erklären, wie es geht: «Füllen Sie Pflanzenöl in einen in Drogerien erhältlichen Pumpspender und entnehmen Sie ein Stück weiches Toilettenpapier oder ein anderes unparfümiertes Papiertuch, das sie mit Öl besprühen. Neben Einsparungen in der Haushaltskasse erhalten Sie so auch eine Pflege, die alle Empfehlungen zur Allergieprophylaxe berücksichtigt.»

HiPP

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