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Knusprig, knackig, krümelig: Fasnachtsgebäck selber machen

Fasnacht ohne Fasnachtschüechli, Schenkeli oder Krapfen? Undenkbar! Aber haben Sie das Fasnachtsgebäck schon mal selbst gemacht? Wir haben fünf Rezepte für kleine und grosse Krümelmonster.

Fasnachtsgebäck selber machen

Feine Klassiker, die zu der Fasnacht gehören wie Konfetti und Guggenmusik. Bild: margouillatphotos, iStock, Getty Images Plus

Welches Fasnachtsgebäck möchten Sie backen?

Ab dem Aschermittwoch beginnt die Fasnachtzeit. Während vierzig Tagen wird gefeiert, was das Zeug hält: Die «fünfte Jahreszeit» steht nicht nur Konfetti, Guggenmusik und Kostüme, in der Fasnachtszeit gibt es auch ganz viel leckeres Gebäck! Fasnachtschüechli, Schlüferli und Krapfen - wem läuft da nicht das Wasser im Mund zusammen! Wir haben für Sie fünf Fasnachtsklassiker zum Nachbacken zusammengestellt.

Fasnachtschüechli: Der Puderzuckerkönig

Fasnachtschüechli: Süsse Rezepte zur Fasnacht

Bild: Liliana Fuchs, flickr, cc-Lizenz (by-nc)

Zutaten

für ca. 40 Fasnachtschüechli

  • 10 Eier
  • 3 EL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 3 dl Rahm
  • 180 g Butter
  • 800 – 900 g Mehl
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Öl zum Frittieren

So geht's:

Zuerst geben Sie die Eier in eine Schüssel, um sie schaumig zu schlagen. Anschliessend fügen Sie Zucker, Salz, Rahm und die Butter hinzu. Rühren Sie das Mehl nach und nach ein, bis der Teig schön glatt ist und in etwa die Konsistenz eines Hefeteiges aufweist. Nun können Sie ihn in drei Stücke teilen. Wickeln Sie jedes Teil in ein feuchtes Tuch und stellen Sie diese Teigteile über Nacht kühl.

Am nächsten Tag formen Sie eigrosse Teigstücke, die Sie kreisrund und so dünn wie möglich auswallen. Bedecken Sie Ihr Knie mit einem Küchentuch. Dann ziehen Sie die Teigstücke über dem Knie sorgfältig mit den Händen auseinander, jedoch ohne sie zu zerreissen. Legen Sie die runden, dünnen Teigstücke zum Antrocknen auf ein bemehltes Tuch.

Backen Sie die Küchlein bei 170 Grad schwimmend in der Fritteuse oder Pfanne, bis sie blass- bis goldgelb sind. Zum Wenden die Küchlein mit zwei Holzkellen ins Fett hinuntertauchen, so gewinnen sie ihr charakteristisch faltiges Aussehen. Nun müssen sie nur noch auf Küchenpapier abtropfen und auskühlen.

Zum Schluss mit Puderzucker bestreuen.

Fasnachtschüechli mit langer Tradition

Fasnachtschüechli, auch «Fasnachtskiechli», «Chruchtele» oder «Öhrli» genannt, waren schon im Mittelalter beliebt. Weil die Teigstücke über dem Knie sorgfältig in ihre dünne Form gezogen wurden, tragen sie auch den Namen «Chneublätz». Wenn die Fastenzeit heran rückte, machten sich die Frauen ans Backen des durchaus kalorienreichen Fasnachtsgebäcks. Es bot eine hervorragende Möglichkeit, Eier, Milch und Schweinefett im wahrsten Sinne des Wortes zu verbraten. Im 15. Jahrhundert liebten es die jungen Männer, in der Nacht die Fasnachtschüechli bei ihren Liebsten abzuholen. Wer Fasnachtschüechli wie früher selbst backen will, braucht nicht viele Zutaten, dagegen ein wenig Zeit, Geschick und Geduld.

Schlüferli: Eine eingedrehte Sache

Schlüferli: Süsse Rezepte zur Fasnacht
Bild: marlenessweetthings.blogspot.ch

Zutaten für circa 30 Stück

  • 180 g weiche Butter
  • 1 Bio-Zitrone, Abrieb der Schale
  • 200 g Zucker
  • 1 Msp. Backpulver
  • 5 Eier
  • 80 g Sahne
  • 550 g Mehl
  • Frittierfett (Erdnussöl oder Kokosfett)
  • vtl. etwas Zimtzucker

So geht's:

Schlagen Sie die Butter mit dem Mixer schaumig, bis sich kleine Spitzen bilden. Füllen Sie dann nach und nach die geriebene Schale der Zitrone, Zucker, Backpulver, Eier und Sahne dazu. Wenn Sie die Masse glatt gerührt haben, geben Sie portionsweise das Mehl hinzu und kneten einen weichen Teig. Der Teig klebt an den Händen? In diesem Fall fügen Sie noch etwas Mehl hinzu. Teig zugedeckt zwei Stunden kühl stellen.

Wallen Sie den Teig auf etwas Mehl circa fünf Millimetern dick aus. Mit dem Teigrädchen schneiden Sie circa 11x3 Zentimeter grosse Rechtecke. In der Mitte machen Sie einen Schnitt. Nun wird ein Ende durch die Mitte gezogen und das Schlüferli etwas gedehnt. Auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen.

Fett in einer Pfanne auf 170 Grad erhitzen. Schlüferli 2-3 Minuten goldbraun backen und dabei öfters wenden. Tipp: immer portionsweise ausbacken, ansonsten kühlt sich das Öl zu schnell ab. Mit einer Schaumkelle herausheben und auf Haushaltspapier abtropfen lassen.

Wer mag, wälzt die Schlüferlis im Zimtzucker.

Rezeptidee

Hinter dem Blog Marlene’s sweet things verbirgt sich eine selbstständige Cake-Designerin aus der Bodenseeregion der Schweiz. Marlene liebt nicht nur das Backen und Kochen, sondern fotografiert, bastelt, dekoriert und reist leidenschaftlich gern.

Krapfen: Klein aber fein

Rheinische Krapfen selber machen

Bild: different_nata, iStock, Thinkstock

Zutaten

für circa 25 Stück

  • 6 EL Öl
  • 250 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 150 g Mehl
  • 3 Eier
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • Öl oder Pflanzenfett zum Ausbacken

So geht's:

Kochen Sie Öl, Wasser, Salz und Zucker im Topf auf. Dann nehmen Sie den Topf von der Platte und geben das Mehl hinzu. Kneten Sie die Masse mit den Knethaken des Handrührgeräts gut durch. Stellen Sie den Topf wieder auf die heisse Platte und kneten Sie so lange weiter, bis sich der Teig als Kloss vom Boden löst.

Nun geben Sie den Teig in eine Schüssel. Rühren Sie mit dem Handrührgerät ein Ei darunter. Wenn der Teig ein wenig abgekühlt ist, kneten Sie die restlichen Eier nacheinander ein. Kleine Bällchen formen und in heissem Öl oder Fett ausbacken, bis sie goldgelb sind. Mit einer Schaumkelle herausheben, auf Haushaltspapier abtropfen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Schenkeli: Ein echter Fasnachtsklassiker

Schenkeli: Süsse Rezepte zur Fasnacht

Bild: marlenessweetthings.blogspot.ch

Zutaten

für circa 40 Stück

  • 100 g weiche Butter
  • 180 g Zucker
  • 1/4 TL Salz
  • 3 kleinere Eier
  • 1 1/2 Zitronen, abgeriebene Schale
  • 1-2 EL Milch
  • 400 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • Öl zum Ausbacken

So geht's:

Schlagen Sie die Butter in einer Schüssel cremig, bis sich Spitzchen bilden. Dann rühren Sie Zucker, Salz und die Eier ein. Wenn die Masse hell ist, geben Sie den Zitronenabrieb und die Milch hinzu. Mehl mit Backpulver mischen, den Mix in den Teig sieben und alles zu einem weichen Teig verkneten. In Folie einpacken und kühl stellen.

Nach circa einer Stunde können Sie aus dem Teig auf wenig Mehl fingerdicke Rollen formen, die Sie in circa sieben Zentimeter lange Stücke schneiden. Beide Enden mit den Fingern zuspitzen. Die Schenkeli werden nun portionsweise in heissem Öl (circa 160 Grad) ausgebacken, bis sie rundherum goldbraun sind. Herausnehmen und auf einem mit Haushaltpapier belegten Gitter abtropfen lassen.

Rezeptidee

Marlene arbeitet als selbstständige Cakedesignerin. Sie liebt es zu fotografieren, basteln, dekorieren, reisen, kochen und backen. Auf ihrem Blog präsentiert sie gerne ihre Leidenschaft.

Deftig und fein: Zigerkrapfen

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Bild: dorfbecksteinen

Zutaten

für sechs bis acht Zigerkrapfen

Für die Füllung:

  • 100 g Ziger
  • 1-2 grosse Messlöffel gehackte Nüsse
  • 1-2 grosse Messlöffel Rosinen
  • 1-2 grosse Messlöffel Zucker
  • ½ Zitrone – Schale und Saft von Zitrone

Nach Belieben:

  • 1 kleiner Messlöffel Zimt
  • 1 Eigelb
  • 1 Tropfen Bittermandelöl
  • 50 g Birnenweggen-Einlage

Alle Zutaten gut vermischen.

Für den Teig:

Für frittierte Zigerkrapfen wird ein geriebener Teig (eignet sich zum Schwimmendbacken) oder süsser Hefeteig benötigt.

Geriebener Teig aus:

  • 150 g Mehl in Schüssel oder auf Tisch sieben
  • 1/4 kleiner Messlöffel (ca. 3 g) Salz
  • 50-75 g Fett (Butter, Margarine) in Flocken teilen, mit Mehl fein verreiben
  • Evtl. 10 g Hefe (mit wenig Milch angerührt) in Vertiefung im Mehl geben und die Zutaten rasch verarbeiten, bis sie zusammenhalten
  • Knapp 1 dl Wasser oder Milch

oder

Süsser Hefeteig aus:

  • 300 g Mehl
  • 20 g Hefe
  • Knapp 1/2 kleiner Messlöffel (Kaffeelöffel) (5g) Salz
  • 1 dl lauwarme Milch
  • 30-50 g flüssige, lauwarme Butter
  • 1 verklopftes Ei
  • 40 g Zucker
  • Evtl. 1/2 abgeriebene Zitronenschale
  • Evtl. 2-4 grosse Messlöffel (Suppenlöffel) Aprikosenmarmelade, vor der Füllung auf den Teig streichen

So geht's:

Wallen Sie den Teig gleichmässig aus, um runde Plätzchen von ca. zwölf Zentimetern auszustechen. Bestreichen Sie dann die Ränder mit wenig Eiweiss oder Wasser. Anschliessend können sie darauf die Füllung verteilen. Rondellen zu Krapfen überschlagen, Kanten gut andrücken und Krapfen mit Eigelb bestreichen.

Rezeptidee

Die Käserei Neudorf im Dorf Neudorf auf dem Hochplateau des Michelsamtes zwischen dem Sempacher- und dem Baldeggersee empfiehlt dieses Rezept, um Zigerkrapfen herzustellen. Im Fachgeschäft lässt sich der Käse geniessen und einkaufen.

Autor: Sigrid Schulze, aktualisiert von Noemi Bhalla im Januar 2018