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2 x Weihnachten: Weil geteilte Freude doppelte Freude ist!

Nicht jeder Herzenswunsch lässt sich erfüllen. Gleichzeitig geht es vielen Menschen in der Schweiz vergleichsweise gut – und genau darin liegt eine Chance: Wenn du teilst, was du hast, kannst du «2 x Weihnachten» feiern. Denn nicht nur beschenkt werden, sondern auch Schenken macht Freude – und kann für andere ganz konkret entlasten.

2 x Weihnachten: So bereiten Sie doppelt Freude!
Die Päckchen sind nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ausland eine grosse Hilfe. (Foto: zVg)

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), die Schweizerische Post und das Schweizer Radio und Fernsehen (SRG SSR) führen die Aktion «2 x Weihnachten» seit vielen Jahren durch. Die Grundidee ist geblieben: Du spendest alltagstaugliche, gut lagerfähige Produkte oder unterstützt die Aktion digital – und die Spenden kommen dort an, wo Menschen in der Schweiz (und je nach Projekt auch im Ausland) Unterstützung brauchen.

Wichtig zu wissen: Ablauf, Zeitraum und Schwerpunkte können sich von Jahr zu Jahr ändern. Am besten orientierst du dich für die aktuelle Sammelperiode, die erlaubten Inhalte und die genauen Abgabemöglichkeiten direkt an den offiziellen Informationen der Aktion (Link im Artikel). So stellst du sicher, dass dein Paket wirklich verwendet werden kann.

Warum «alltagstaugliche» Spenden so wichtig sind

Gerade Familien, Alleinerziehende, ältere Menschen oder Personen in einer akuten finanziellen Krise profitieren am meisten von Produkten, die sofort helfen: Lebensmittel mit langer Haltbarkeit und Hygieneartikel. Aus Sicht der öffentlichen Gesundheit ist das besonders sinnvoll, weil Hygiene im Alltag eine zentrale Rolle spielt – unter anderem zur Vorbeugung von Infektionen. 

Auch Lebensmittelspenden sind dann hilfreich, wenn sie verlässlich haltbar sind und ohne Zusatzkosten (wie Kühlung) gelagert werden können. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) beschreibt in ihren aktuellen Empfehlungen zu ausgewogener Ernährung, wie wichtig eine regelmässige Grundversorgung mit Basislebensmitteln ist. Genau daran orientieren sich viele Hilfsorganisationen bei ihren Packlisten.

2 x Weihnachten: Päckchen selber packen

Wenn bei euch nach den Festtagen vieles im Schrank steht oder du bewusst einkaufen möchtest: Du kannst ein Päckchen füllen und es bei einer Poststelle abgeben oder – je nach Angebot – abholen lassen. Praktisch ist, wenn ihr das als Familie gemeinsam macht: Kinder können beim Auswählen helfen (zum Beispiel «Was brauchen Menschen wirklich jeden Tag?»). Das fördert Mitgefühl, ohne Druck zu machen.

Packliste:

  • lang haltbare Lebensmittel wie Tee, Kaffee, Reis, Teigwaren oder Konserven, die noch mindestens sechs Monate haltbar sind oder
  • Körperhygienartikel wie Seife, Zahnpasta, Watte etc.

Die Packliste ist bewusst reduziert: Kleider und Plüschtiere werden häufig nicht mehr angenommen, weil Sortierung, Hygiene und Verteilung für Organisationen sehr aufwändig sind und die Bedürfnisse oft anders liegen. Wenn du unsicher bist, gilt: Lieber wenige, aber passende Artikel in guter Qualität als ein bunt gemischtes Paket, das am Ende nicht eingesetzt werden kann.

Sachspenden

Wer dennoch intakte Spielsachen oder Kleider zu Hause hat und diese gerne weitergeben möchte, kann diese natürlich auch an anderen Stellen abgeben. Hier eine kleine Auswahl:

  • Stadt-Zürich (AOZ)
  • Caritas (Aktion «Meins ist deins»)
  • Aktion Weihnachtspäckli.ch
  • Aktion Weihnachten im Schuhkarton
  • Kofa Winterthur GmbH
  • Spitäler, Kitas, Kirchen oder Asylheime und Flüchtlingshilfe anfragen

Päckchen portofrei versenden

Weitere Kosten für den Postversand entsehen keine. Die Spenden benötigen keine besondere Verpackung, da ein einfacher kleiner Karton ausreicht. Darüber hinaus übernimmt die Post, bei der vorgedruckte Adressetiketten bereits aufliegen, zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar das Porto.

Von dort aus gehen die Päckchen zum Schweizerischen Roten Kreuz, wo viele freiwillige Helfer die Waren sortieren und für bedürftige Menschen oder Institutionen neu zusammen stellen. 

So packst du sinnvoll: Checkliste für Familien

  • Haltbarkeit prüfen: Achte darauf, dass Lebensmittel noch deutlich haltbar sind und Verpackungen unbeschädigt sind.
  • Alltagstauglich bleiben: Produkte wählen, die ohne Spezialgeräte funktionieren (zum Beispiel ohne Kühlung oder ohne besondere Zubereitung).
  • Hygieneartikel neu und originalverpackt: Das erleichtert die sichere Verteilung und entspricht üblichen Qualitätsstandards.
  • Gleiches zu Gleichem: Wenn möglich, eine «Kategorie» bündeln (z.B. Lebensmittelpaket oder Hygieneartikelpaket). Das hilft beim Sortieren.
  • Kinder einbeziehen – ohne Überforderung: Ein Satz wie «Wir teilen, weil andere gerade weniger haben» reicht oft. Konkrete Angstbilder brauchst du nicht.

2 x Weihnachten: Für Päckchen spenden

Wer keine geeigneten Geschenke zu Hause hat und über wenig Zeit verfügt, geeignete Waren zu kaufen, kann dennoch an der Aktion «2 x Weihnachten» teilnehmen. Es ist nämlich auch möglich, ein Paket z.B. von Coop@home zusammenstellen zu lassen oder ein virtuelles Online-Päckchen im Wert nach Ihrer Wahl zu spenden. Mehr Informationen dazu finden Sie auf den Internetseiten der Aktion «2 x Weihnachten».

Wenn du digital spendest, unterstützt du oft indirekt auch eine bedarfsgerechte Beschaffung: Vor Ort können dann Produkte eingekauft werden, die tatsächlich fehlen. Das reduziert Transport- und Lageraufwand und kann dafür sorgen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gerade am dringendsten gebraucht wird.

(Quelle: Schweizerisches Rotes Kreuz)

So werden die Päckchen verteilt

Familienleben Logo
Helfer beim Einpacken der Spenden. (Bild: zVg)

Wie und wo genau verteilt wird, kann sich im Laufe der Jahre verändern. Grundsätzlich gilt: Die Organisationen sortieren die Spenden, stellen bedarfsgerechte Pakete zusammen und geben sie entweder an Institutionen (z.B. Notschlafstellen, Beratungsstellen) oder an Personen mit einem Nachweis weiter. Damit Hilfe fair und zielgerichtet ankommt, arbeiten viele Stellen mit Bescheinigungen (z.B. durch Sozialdienste oder Fachstellen).

Mit dem eingegangenen Erlös aus virtuellen Online-Paketen können je nach Projekt auch im Ausland vor Ort Produkte eingekauft und an Einrichtungen wie Gassen- oder Suppenküchen gespendet werden. Das ist besonders sinnvoll, wenn Bedürfnisse saisonal schwanken oder Lagerung und Transport schwierig sind.

Mit Kindern über Spenden sprechen: Was hilft wirklich?

Viele Eltern fragen sich, wie sie das Thema ansprechen können, ohne Kinder zu verunsichern. Entwicklungspsychologisch ist es hilfreich, konkret und handlungsorientiert zu bleiben: «Wir geben etwas ab, damit andere heute gut versorgt sind.» Du kannst Kinder bei der Auswahl beteiligen (z.B. «Welche Zahnpasta würdest du gern bekommen?»), aber die Verantwortung bei dir lassen.

Wenn Kinder nach dem «Warum» fragen, reicht eine kurze, ehrliche Erklärung. Und wenn du merkst, dass dein Kind Angst bekommt («Haben wir dann auch zu wenig?»), kannst du Sicherheit geben: «Wir schauen zuerst, was wir selbst brauchen, und teilen dann einen Teil.»

Häufige Missverständnisse – und was besser wirkt

  • «Je bunter, desto besser.» Nicht unbedingt. Standardisierte, gut sortierbare Inhalte sind für Hilfsorganisationen oft hilfreicher.
  • «Abgelaufene Produkte gehen schon.» Nein. Für eine sichere Verteilung sind ausreichend lange haltbare, intakte Produkte wichtig.
  • «Gebrauchte Hygieneartikel sind okay.» In der Regel nicht. Neu und originalverpackt ist meist Voraussetzung.
  • «Spenden nur an Weihnachten bringt nichts.» Saisonale Aktionen sind sichtbar und mobilisieren viele Menschen. Entscheidend ist, dass Spenden bedarfsgerecht und gut organisiert ankommen.

Wenn du dich engagieren willst, aber dieses Jahr wenig Kapazität hast: Eine kleine, gut geplante Spende oder ein virtuelles Paket ist genauso wertvoll wie ein grosses Paket. Wichtig ist, dass es zu eurem Familienalltag passt.

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