Als Samichlaus unterwegs: Bereit für den grossen Auftritt?

«Samichlaus – da kommt er!» Den Samichlaus leibhaftig vor sich zu sehen, vielleicht sogar mit ihm zu sprechen, ist für Kinder ein eindrucksvolles Erlebnis, an das sie sich zeitlebens zurückerinnern. Wer sich als Samichlaus verkleidet, kann viel dafür tun, dass diese Erinnerung rundum schön ausfällt.

Als Samichlaus unterwegs: Bereit für den grossen Auftritt?

Wer einen autentischen Samichlaus abgeben will, ist hier richtig beraten. Foto: iStock, Dmitriy Shironosov, Thinkstock

«Samichlaus wie bin ich froh, dass du au zu mir bisch cho», so rufen Kinder erwartungsvoll den Samichlaus herbei. Klar, dass der Samichlaus die Kinder nicht enttäuschen und ihnen einen schönen Besuch abstatten will. Sinnvoll ist es, sich wie ein guter Schauspieler auf seine Rolle vorzubereiten. Schliesslich prägt der Samichlaus wesentlich das Bild vom Heiligen Nikolaus, dem einstigen Bischof von Myra. Schön, wer dessen Geschichte und seine Anliegen einprägsam weitergeben kann!

Die Kleidung vom Samichlaus

Zuunterst trägt der Samichlaus ein weisses, langes, gerade geschnittenes Kleid, das «Albe» (lat: weiss) genannt wird. Ein Gürtel hält die Albe über dem Bund zusammen. Über die Albe zieht der Samichlaus einen weiss-rot-goldenen Umhang. Auf dem Kopf thront die Mitra, eine doppelspitzige Mütze, auf der ein Kreuz abgebildet ist. In die Hand gehört ein Hirtenstab. Dunkle Stiefel braucht er auch – wie soll er sonst durch den Winterwald kommen? Natürlich darf der Samichlaus nicht spargeldünn sein. Wer schlank und rank ist, sollte sich deshalb ein Kissen in die Hose stopfen. Wer mag, streift noch weisse Handschuhe über. Klar, dass der Sack mit den Geschenken nicht fehlen darf. «Die Verkleidung des Nikolaus soll uns an einen besonderen Bischof erinnern und Kindern nicht die Begegnung an eine Himmelsgestalt vorspielen», so Otto Kromer, Autor des Buches «Nikolaus er zu den Kindern kommt».

Ein schönes Kostüm ist Grundlage für den Auftritt des Samichlaus. Wichtig ist es deshalb, sich rechtzeitig bei Kostümverleihen um die passende Verkleidung zu kümmern. Schon Tage vorher muss die Kleidung noch einmal anprobiert werden. Niemand will erst beim Auftritt feststellen, dass der Bart rutscht oder die Albe über den Boden schleift. Wichtig ist es, beim Durchschreiten des Türrahmens nicht zu vergessen sich zu bücken. Die Mitra könnte sonst vom Kopf rutschen.

Samichlaus-Besuch gut vorbereiten

Geschenke besorgen:

Geschenke gehören zum Fest, stehen aber nicht im Vordergrund. Schön, wenn bei einer Feier alle Kinder dasselbe bekommen. Das muss nichts Teures sein. Nüsse und Früchte gehören zur Tradition. Originelle Weihnachtsbaum-Anhänger können noch viele Jahre an den Besuch des Nikolauses erinnern. Wichtig ist, ein paar Geschenke in Reserve zu haben, falls mehr Kinder da sind als erwartet. Schliesslich soll niemand leer ausgehen.

Eckdaten recherchieren:

Natürlich braucht der Samichlaus eine Liste mit den Namen aller Kinder und ein paar Eckdaten: Wo wohnen sie? Haben sie Geschwister? Wie alt sind sie?

Briefe an die Kinder:

Eine schöne Sitte ist es, Eltern einen Brief an ihr Kind schreiben zu lassen, den der Nikolaus bei seinem Besuch vorlesen kann. «Ich weiss alles» – solche Worte machen Kindern allerdings Angst. Nein, der Samichlaus kann bei der Wahrheit bleiben: «Deine Eltern haben mir erzählt», so kann er seine Worte, die er an ein bestimmtes Kind richtet, einleiten.

Anfahrt:

Auf den Stadtplan schauen, wo man hin muss, und für den Weg Reserve-Zeit einplanen. Die Kinder sollen auf den Samichlaus nicht warten müssen, weil er mit seinem Auto im Stau steht! Natürlich sollte er nicht vor dem Haus parken.

 

Nikolaus nicht als Erziehungshelfer missbrauchen

Als Gegenpol zum gütigen Nikolaus entstanden mit der Zeit furchteinflössende Begleiter, die ungezogene Kinder einschüchtern sollten: in der Schweiz der Schmutzli, in Deutschland Knecht Ruprecht, in Österreich und Bayern Krampus. Doch braucht der Samichlaus den Schmutzli? «Die finsteren Begleiter kommen aus anderen Brauchtumstraditionen und haben mit der ursprünglichen Heiligengestalt nichts zu tun», sagen Kritiker. «Ein Mann in einem braunen Kapuzenmantel und mit schweren Stiefeln kann Kindern leicht Angst machen.»

Ist Schmutzli dennoch dabei, sollte er eines wissen: Auf einer Samichlaus-Feier haben Massregelungen, Drohungen und Beschwerden nichts verloren! Auch ein Sündenregister, aus dem Verfehlungen des Kindes vorgelesen werden, beschämt. «Der Heilige Nikolaus war kein strenger Aufpasser, sondern ein liebevoller Mensch. Daher ist die Nikolaus-Feier nicht der geeignete Zeitpunkt, Kinder vom Schnuller zu entwöhnen, sie zum freiwilligen Aufräumen zu erziehen und ihnen Versprechen für das laufende Jahr abzunehmen», darauf weist Otto Kromer hin. Stattdessen sollte jeder Darsteller Samichlaus als selbstlosen, engagierten Christen zeigen, der sich um Schwache und Notleidende tatkräftig kümmerte und sich als Anwalt der Kleinen gegen die Machthaber stellte.

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