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Stefanie Heinzmann, Baschi und Co. über das Vorlesen

Am Schweizer Vorlesetag finden Veranstaltungen für Kinder statt, an denen die Schweizer Prominenz vorliest. Stefanie Heinzmann, Baschi und Co. verraten, warum das Vorlesen so wichtig ist.

Prominente Unterstützung beim Vorlesen.

Dominic Deville am Schweizer Vorlesetag. Foto: Schweizer Vorlesetag

Beim Vorlesen stärken Eltern die Bindung zu ihren Kindern und geben ihnen die Nähe, die sie brauchen. Das regelmässige Vorlesen unterstützt Kinder in ihrer Entwicklung, denn es erweitert ihren Wortschatz und fördert das Lesen und Schreiben. «Lesen und Schreiben sind zentral, um an unserer Gesellschaft teilhaben zu können. Vorlesen fördert diese Kompetenzen einfach und effizient - und stärkt das Zusammenleben und den Zusammenhalt.», so Bundesrat Alain Berset, Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern EDI und Botschafter des Schweizer Vorlesetags in diesem Jahr.

Der Schweizer Vorlesetag

Der Schweizer Vorlesetag zeigt, wie wichtig das Vorlesen für Kinder ist. Der Vorlesetag ist in der Schweiz ein nationaler Aktionstag, der vom Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien und 20 Minuten organisiert wird. Zahlreiche Schweizer Prominente lesen in Schulen, Kindergärten und an öffentlichen Veranstaltungen vor und begleiten Kinder durch spannende Geschichten. 

Wir haben einigen dieser Promis Fragen gestellt: Stefanie Heinzmann, Baschi, Gülsha Adilji, Claudio Zuccolini, Simone Niggli Luder, Gilbert Gress, Zeki und Gabirano erzählen, warum Eltern ihrer Meinung nach vorlesen sollten, an welches Buch sie sich aus der Kindheit erinnern und was ihr derzeitiges Lieblingsbuch ist. 

Stefanie Heinzmann: «Beim Lesen kann ich dem Alltag entfliehen.»

Stefanie Heinzmann beim Schweizer Vorlesetag.

Stefanie Heinzmann, Sängerin. Foto: zVg

1 Warum sollten Eltern ihren Kindern Bücher vorlesen?

Da gibt es ganz viele verschiedene Gründe. Auf der einen Seite ist es eine ganz intime und kuschlige Zeit, die man zusammen verbringt. Wenn ich zum Beispiel den Kindern meiner Freundin vorlese, ist das total innig, meistens liegen wir sogar Arm in Arm.

Auf der anderen Seite wird die Kreativität der Kinder gefördert. Beim Vorlesen entstehen wahnsinnig viele Bilder und Geschichten im Kopf der Kinder.

2 Welches Buch haben Sie als Kind besonders gerne gemocht und warum?

Wie hiess das noch gleich? – Das mit dem Regenbogenfisch. Ich erinnere mich, dass ich es so toll fand, dass der Fisch auf dem Cover in allen Farben geleuchtet hat. Ich habe es geliebt, wenn Mami und Papi mir damals vorgelesen haben.

3 Welches ist aktuell Ihr Lieblingsbuch und warum?

Ich lese sehr viel. Vor allem beim Reisen und vor dem Einschlafen. Damit entfliehe ich immer ein bisschen dem Alltag. Einer meiner Lieblingsbücher ist «der kleine Buddha». Eine herzige und liebevolle Geschichte, die von der Reise des kleinen Buddhas erzählt. Buddhistische Weisheiten werden in einer herzigen, menschlichen Art verpackt. Wer das Buch liest, dem bleibt ein super gutes Gefühl und genau solche Bücher liebe ich.

Baschi: «Das Vorlesen regt die Fantasie von Kindern an.»

Baschi beim Schweizer Vorlesetag.

 Baschi, Musiker. Foto: zVg

1 Warum sollten Eltern ihren Kindern Bücher vorlesen?

Da es die Fantasie der Kinder anregt und man so eine gesunde natürliche Beziehung zum Kind aufbauen kann. 

2 Welches Buch haben Sie als Kind besonders gerne gemocht und warum?

Ich persönlich war nicht die grösste Leseratte, habe aber immer wieder meine Nase in Bücher gesteckt! Am meisten Freude hatte ich an spannenden Krimis.

3 Welches ist aktuell Ihr Lieblingsbuch und warum?

Besonders mag ich Sachbücher und am liebsten schöne Kochbücher, da ich leidenschaftlich gerne koche!

Gülsha Adilji: «Eltern trainieren ihre Geduld beim Vorlesen.»

Gülsha Adilji beim Schweizer Vorlesetag.

Gülsha Adilji, Autorin und Moderatorin. Foto: zVg

1 Warum sollten Eltern ihren Kindern Bücher vorlesen?

So kann man als Elternteil Geduld trainieren und Durchhaltewillen, da man 67540 Mal das selbe Buch vorlesen muss. Exgüsi: darf.

2 Welches Buch haben Sie als Kind besonders gerne gemocht und warum?

Ich war mehr das Fernsehkind, wenn man mich nach meiner Lieblingsserie fragen würde: Mila Superstar.

3 Welches ist aktuell Ihr Lieblingsbuch und warum?

Leinsee von Anne Reinecke.

Claudio Zuccolini: «Pro Jahr höre ich rund 10-12 Hörbücher.»

Claudio Zuccolino beim Schweizer Vorlesetag.

Claudio Zuccolini, Komiker und Moderator. Foto: zVg

1 Warum sollten Eltern ihren Kindern Bücher vorlesen?

Vorlesen fördert natürlich die Phantasie. Beim Vorlesen kann sich jedes Kind selbst im Kopf ein Bild machen, wie es wohl in der Geschichte aussieht. Die Kinder können sich die Protagonisten vorstellen und selbst die «Kulissen» bauen. Und: Vorlesen fördert letztendlich auch das Einschlafen...

2 Welches Buch haben Sie als Kind besonders gerne gemocht und warum?

Ich war ein grosser Fan von «Mein Name ist Eugen». Die Abenteuer und Streiche von Eugen und seinen Freunden waren damals schon recht «Punk», und wir Kinder träumten davon, auch so richtig gute Streiche zu machen. Ich versuche immer wieder, meine Tochter dafür zu begeistern, doch bisher habe ich es noch nicht geschafft. ich bleibe dran.

3 Welches ist aktuell Ihr Lieblingsbuch und warum?

Ich lasse mir ebenfalls fast nur noch vorlesen, und zwar auf meinen vielen Auto-Fahrten zu meinen Auftritten. Pro Jahr höre ich rund 10-12 Hörbücher. Ich höre so viele Stunden Kriminalromane, dass ich manchmal ein Durcheinander habe, welcher Kommissar in welcher Geschichte welchen Fall bearbeitet. Aber eines meiner absoluten Lieblingsbücher seit vielen Jahren ist «Wir drei» von Andrea de Carlo. Eine unglaublich schöne Geschichte, die von kompromissloser Freundschaft handelt und drei Menschen über viele Jahre begleitet. Und diese Geschichte gibt es leider nicht als Hörbuch.

Simone Niggli Luder: «Vorlesen gehört zu den schönen Eltern-Kind-Momenten.»

Simone Niggli beim Schweizer Vorlesetag.

Simone Niggli Luder, 23-fache OL-Weltmeisterin und 3-fache Mutter. Foto: zVg

1 Warum sollten Eltern ihren Kindern Bücher vorlesen?

Gemeinsam Geschichten erfahren und in fremde Welten eintauchen, gehört für mich zu ganz schönen und intensiven Eltern-Kind-Momenten. Mit dem Vorlesen beginnt auch das Interesse fürs Lesen und Bücher, welche sie dann die ganze Schulzeit und darüber hinaus begleiten. Auch heute, wo unsere Kinder bereits selber lesen können, lesen wir ihnen vor dem Einschlafen aus einem Buch vor - das gehört zu unserem Ritual.

2 Welches Buch haben Sie als Kind besonders gerne gemocht und warum?

Ich erinnere mich an viele Kinderbuch-Klassiker, z.B. Schellen-Ursli, Pippi Langstrumpf und die Gebrüder-Grimm-Märchen. Später habe ich die Mädchen-Bücher Hanni&Nanni und alle Federica de Cesco-Bücher mit Freude verschlungen.

3 Welches ist aktuell Ihr Lieblingsbuch und warum?

Momentan lese ich viele skandinavische Krimis, aktuell jene von Anna Ihrén. Ich lese die Bücher auf schwedisch und oft kenne ich die Schauplätze aus meinen OL-Erlebnissen in Schweden. Zur Abwechslung lese ich aber auch gerne die Bücher von Jojo Moyes, sie berührt mich mit ihren Liebesgeschichten.

Gilbert Gress: «Kinder schätzen den vertrauten Klang der Stimmen ihrer Eltern.»

Gilbert Gress beim Schweizer Vorlesetag.

Gilbert Gress, Fussball-TV-Experte. Foto: zVg

1 Warum sollten Eltern ihren Kindern Bücher vorlesen?

Für Kinder ist es sehr angenehm die Stimme ihrer Eltern zu hören. Es geht dann nicht bloss um die Geschichte, die erzählt wird, sondern um den vertrauten Klang der Stimme.

2 Welches Buch haben Sie als Kind besonders gerne gemocht und warum?

Als Kind habe ich hauptsächlich Fussballbücher gelesen und angeschaut. Ich war schon immer begeistert von Fussball und jede andere Geschichte war dementsprechend weniger interessant für mich.

3 Welches ist aktuell Ihr Lieblingsbuch und warum?

«L’Etranger» von Albert Camus. Der Autor war wie ich ein grosser Fussballfan. Von ihm stammt das Zitat: «Alles was ich im Leben über Moral oder Verpflichtungen des Menschen gelernt habe, verdanke ich dem Fussball.»

Zeki: «Als Kind habe ich alle Harry Potter-Bücher gelesen.»

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Schweizer Vorlesetag: Schweizer Prominente lesen vor

Foto: Carlsen

«Ich habe alle Harry Potter-Bücher gelesen und bin immernoch sehr begeistert.» ...

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1 Warum sollten Eltern ihren Kindern Bücher vorlesen?

Es ist sehr wichtig, damit Kinder schon im jungen Alter begreifen, wie wichtig Bücher sind. Es erweitert den Wortschatz, die Allgemeinbildung und es fördert die Kreativität - bei mir war das zumindest so. Ich bekomme aber leider immer wieder mit, wie manche schon im jungen Alter eher Handys statt Bücher bevorzugen. 

2 Welches Buch haben Sie als Kind besonders gerne gemocht und warum?

Ich habe alle Harry Potter-Bücher gelesen und bin immernoch sehr begeistert. Falls «TipTopf» auch als ein Buch angesehen wird: Damit habe ich auch sehr viel Zeit verbracht.

3 Welches ist aktuell Ihr Lieblingsbuch und warum?

Aktuell ist mein eigenes Buch «Sag Chuchichäschtli» mein Lieblingsbuch, da es mein erstes, eigenes Buch ist und ich sehr viel Zeit in den Inhalt investiert habe. Es hat sich definitiv gelohnt und eignet sich für Jung und Alt.

Gabirano: «Ich bin gespannt, ob in Zukunft mehr Hörbücher gehört werden.»

Gibrano beim Schweizer Vorlesetag.

Gabirano, Komiker. Foto: zVg

1 Warum sollten Eltern ihren Kindern Bücher vorlesen?

Weil das eigentlich zur Grundausbildung gehört. Ich bin aber gespannt wie sich das in Zukunft verändern wird und ob man mehr Hörbücher hören wird als Bücher zu lesen oder vorzulesen. 

2 Welches Buch haben Sie als Kind besonders gerne gemocht und warum?

«CHERUB» ist eine Bücher-Serie die ich gelesen habe. Die Geschichte handelt sich um Weisenkinder welche zu Agenten ausgebildet werden und ständig so coole «Agentensachen» machen dürfen. Das fand ich toll, weil ich selber immer ein Agent werden wollte. Aber daraus wurde leider nichts…

3 Welches ist aktuell Ihr Lieblingsbuch und warum?

Seit ich nicht mehr im Gymnasium bin, komme ich leider nicht mehr oft zum Lesen. Zur Zeit lese ich «Machiavelli der Fürst» für den Vorlesetag. Da es das einzige ist, ist es wohl auch mein Lieblingsbuch.

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